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Aus dem Rat des Stadtbezirks vom 8. September 2026

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Am Dienstag kamen im Pieschener Rathaus die Stadtbezirksbeiräte zur Sitzung zusammen. Neben mehreren Informationen standen verschiedene Förderanträge auf der Tagesordnung. Durch die Sitzung führte ausnahmsweise der stellvertretende Stadtbezirksamtsleiter Torsten König.

Rathaus Pieschen - Foto: J. Frintert
Rathaus Pieschen – Foto: J. Frintert

Weimarische Straße 33

Das Wohnungsbauprojekt Weimarische Straße 33 wurde durch Sebastian Delgado und Daniel Sauter vom Projektentwickler Henning Larsen Architekten vorgestellt. Es geht darum, die Baulücke entlang der Weimarischen Straße zu schließen. Das Konzept wurde dem Grunde nach vom Gestaltungsbeirat bestätigt. Inzwischen gab es einige Anpassungen, um unter anderem mehr Bäume zu erhalten. Eine Durchwegung von der Weimarischen Straße zur Moritzburger Straße soll erhalten bleiben, der Innenhof des neuen Quartiers dann teilweise halböffentlich sein. Bäume sollen, wenn möglich, erhalten bleiben, außerdem sind Neupflanzungen geplant.

Geplantes Wohnquartier an der Weimarischen Straße - Entwurf: Henning, Larsen
Geplantes Wohnquartier an der Weimarischen Straße – Entwurf: Henning, Larsen

Uwe Sochor (SPD): „Wie viele Wohneinheiten und Quadratmeter sollen entstehen? Denken Sie auch an benötigtes Wasser für die Kanalisation?“ – „Das Thema denken wir mit“, sagt Sebastian Delgado. 65 Wohneinheiten sollen entstehen, die Quadratmeterzahl konnte er aktuell nicht mitteilen. Benjamin Kemper (CDU): „Schön, dass es den halböffentlichen Weg geben wird und dass Sie die Schwammstadt mitdenken. Wann soll der Bau starten, werden die benachbarten Kitas beeinträchtigt?“ – Delgado: „Es gibt noch keinen konkreten Zeitplan, wir gehen aktuell von drei Jahren bis zum Baustart aus. Die Beeinträchtigungen sind derzeit noch nicht abzusehen.“

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Holger Kunig (Grüne): „Wie sind die Anwohner einbezogen? Werden die informiert?“ Delgado: „Wenn es so weit ist, werden wir informieren.“ Kunig empfiehlt, die Nachbarn frühzeitig zu informieren. Pia Barkow (Linke): „Finde das ein positives Projekt, wie viele Sozialwohnungen soll es geben, sind auch barrierefreie Wohnungen geplant? Wird der Park dann an die öffentliche Hand übergeben? Sind PV-Anlagen geplant?“ Delgado: „Wir hoffen, dass das Projekt jetzt so klappt, bei vielen Details sind wir noch gar nicht so weit. Die genauen Anteile an barrierefreien Wohnungen und Sozialwohnungen können wir noch nicht nennen, ebenso, wie der Park organisiert werden soll. Wir starten jetzt erst in die Entwurfsplanung.“ Alexander Wiedemann (AfD): „Was ist mit den benachbarten Kleingärten?“ – Die sollen erhalten bleiben.

Vorstellung aktueller Stand zur Park- und Grünanlage Thäterstraße

Jana Kaden vom Grünflächenamt stellte den Entwurf vor. Es handelt sich um die einzige kommunale Grünanlage in Übigau. Sie steht unter Denkmalschutz, es gibt aktuell Spuren der Übernutzung. Geplant ist, den Park instandzusetzen. Ziel ist eine höhere Aufenthaltsqualität. Die Anlage soll als städtischer Platz gesichert, gepflegt und wiederhergestellt werden. Dazu ist eine Sanierung der Wegeoberflächen und Einfassungen vorgesehen. Bänke und Abfallbehälter sollen erneuert werden. Zudem sollen Gehölze nachgepflanzt und bestehende Standorte saniert werden.

Die Sandsteinschale mit Einfassung an der Thäterstraße. Foto: J. Frintert
Die Sandsteinschale mit Einfassung an der Thäterstraße. Foto: J. Frintert

Ein weiterer Bestandteil ist die Brunnenanlage. Favorisiert wird eine denkmalgerechte Sanierung der Brunnenskulptur. Auch die Brunnenanlage soll wieder funktionstüchtig werden. Das Wasserspiel soll den Mittelpunkt des Platzes bilden und die Aufenthaltsqualität verbessern. Durch die Verdunstung des Wassers soll zudem ein kühlender Effekt entstehen. Der Brunnen soll außerdem als Treffpunkt im Stadtteil dienen. Eine Illuminierung des Wasserspiels wurde aber verworfen.

Platz auch für kleine Stadtteilfeste

Die geplante Sanierung soll eine für den Platz angemessene Nutzung ermöglichen. Dazu zählen auch kleine Stadtteilfeste. Vorgesehen sind die Sanierung der Sitzbereiche und der Ausstattung sowie die Aufwertung der Wegedecken und Einfassungen. Außerdem soll die Vegetation vervollständigt werden.

Der Platz hieß tatsächlich mal Mengsplatz, das haben die Recherchen des Grünflächenamtes bestätigt. Zuletzt hatte der Platz keinen Namen mehr, die Übigauer nennen ihn liebevoll „Mengser“. Kaden bezifferte die Kosten für die geplante Instandsetzung des Platzes auf insgesamt 265.000 Euro zuzüglich rund 65.000 Euro Planungskosten.

Uwe Sochor (SPD): „Wie würden Sie vorschlagen, vorzugehen, um die Finanzierung zu sichern?“ „Das kann man bedingt scheibchenweise aufteilen, würde empfehlen, erst einmal die Planung zu finanzieren. Das Amt für Stadtgrün hat aktuell dafür keine finanziellen Mittel. Wenn man den Brunnen wieder in Betrieb nehmen möchte, müsste man mit der Sanierung der Fläche auch die Tiefbauleistungen gleich mit erledigen.“ Kaden berichtet, dass sie in anderen Stadtbezirken ähnliche Sanierungen über vier Jahre gezogen habe. Tino Jasef (Freie Wähler): „Vielen Dank für den Vortrag und die Zeit, die Sie investiert haben. Kann man auch den Brunnen vorbereiten, um ihn später fertigzustellen?“ Das wäre eine Möglichkeit, die wir prüfen könnten, sagte Kaden.

Rebecca Overmeyer (SPD): „Ist auch die Bepflanzung denkmalgeschützt?“ Ja, sagt Kaden. Das Baumkarree sei schon bei der Anlage des Platzes so gestaltet worden. Pia Barkow (Linke): „Ich begrüße natürlich einen Brunnen, aber man muss auch beachten, dass aktuell ja auch Brunnen aus Kostengründen in der Stadt abgeschaltet werden.“ Kaden: „Den Betrieb würde dann das Amt schon übernehmen, das Budget soll diesbezüglich auch angepasst werden.“ Barkow regte an, dass das Amt mal auflisten solle, was die Folgekosten seien.

Benjamin Kemper (CDU): „Insgesamt würde das Projekt unser Budget bei Weitem übersteigen, außerdem scheint es einfacher zu sein, das Projekt ohne Brunnen in mehrere Scheiben zu teilen.“ Kaden: „Wir können für beide Varianten Lösungen finden, wir müssen wissen, wie wir weiterplanen sollen.“ Annett Zschoppe (CDU) fragte noch einmal nach einer Beleuchtung, die einen kleinen Beitrag für Feste leisten könnte. Kaden stellte infrage, ob der Platz nachts so sehr genutzt werde.

Sophia Jansen (Grüne): „Wie viel Wasser verbraucht so ein Brunnen?“ Das ist ein Kreislauf, sagt Kaden. Am Ende der Saison wird das Wasser abgelassen. Wie viel das ist, können wir jetzt noch nicht sagen. Der geplante Brunnen hier sei jedoch ziemlich einfach, da er nur eine Düse habe. „Meine Priorität wäre der Baumbestand, auch wenn ich es schön fände, wenn Wasser fließt“, so Jansen, die auch anregte, ein Crowdfunding zu organisieren. Uwe Sochor (SPD): „Ich würde darum bitten, die Abschnitte finanziell aufzuteilen und dabei zu berücksichtigen, dass es auch zu budgetbedingten Pausen kommen kann.“

Björn Lehninger (Team Zastrow) fragte Tino Jasef, der auch im Übigauer Inselverein aktiv ist: „Was wollen denn die Leute im Umfeld, ist das Wasserspiel sehr wichtig?“ Die Antwort übernahm Uwe Jakob, ein Vertreter des Übigauer Inselvereins. Er versicherte, dass die meisten Anwohner in der Umgebung einen Brunnen wünschen.

Rolf Jörg Poppe (AfD): „Einfach anfangen, wird nicht aufgehen. Wir müssten uns vorher auf eine Summe festlegen.“ Kaden erläuterte, dass die Entwurfs- und Genehmigungsplanung bereits mit Mitteln des Stadtbezirks bezahlt ist. Am Ende der Entwurfsplanung stehe dann eine Kostenberechnung. „Ich brauche von Ihnen die Aufgabe: Planen wir mit oder ohne Brunnen?“, so Kaden. Sitzungsleiter König: „Wir müssen bis November entscheiden, ob und wie viel Geld wir an das Amt dafür abtreten wollen.“ Anschließend holte er ein Stimmungsbild ein, drei Räte stimmten für eine Entwicklung des Platzes mit trockener Brunnenskulptur, elf Räte für eine Entwicklung mit einem sprudelnden Brunnen.

Tino Jasef (Freie Wähler) reichte den Antrag ein, dem Platz wieder seinen Namen „Mengsplatz“ zu geben. Rebecca Overmeyer (SPD) stellte den Antrag auf Vertagung, weil sie gern über den Namen noch einmal nachdenken wolle, schließlich gebe es grundsätzlich in Dresden zu wenige Straßen und Plätze, die nach Frauen benannt seien. Jasef argumentierte, dass es nur eine Rückbenennung sei. Die Vertagung wurde von der Mehrheit der Räte abgewiesen und der Vorschlag von Jasef mit zwölf Ja-Stimmen angenommen. Die Stadtverwaltung muss nun eine mögliche Umsetzung prüfen.

Neue Bänke für den Stadtbezirk

Jana Kaden stellte dann auch gleich noch das Bankkonzept für den Stadtbezirk vor, sechs neue Parkbänke sind geplant. In Altübigau soll eine Knotenbank aufgestellt werden, die übrigen Standorte erhalten moderne Bänke des Modells „Areal“, an der Burgsdorffstraße/Stephanstraße, Wilder-Mann-Straße/Kronenstraße, Wilder-Mann-Straße/Kopernikusstraße, Döbelner Straße/Trachauer Heideweg, Döbelner Straße/Maxim-Gorki-Straße.

Bei der Knotenbank (siehe Gestaltungshandbuch, Seite 21) handelt es sich um aufgearbeitete Bank, die Areal-Bänke sind neu (Gestaltungshandbuch, Seite 97). Aufgestellt werden sie durch den Regiebetrieb der Stadt Dresden. Insgesamt bittet das Grünflächenamt um Unterstützung durch den Stadtbezirk in Höhe von 8.900 Euro.

Benjamin Kemper (CDU): „Besonders gut sind die Bänke mit Seitenlehnen, da kommt man besser hoch.“ Das habe ihm eine betagte Seniorin gesagt. Die Räte stimmten geschlossen für die Bankpläne.

Neue Tischtennisplatten für Sportverein

Ein Wasserschaden beschädigte im November 2025 zwei Turniertische des SV Dresden-Neustadt 1950 in der gemieteten Halle an der Mengsstraße. Regenwasser war durch undichte Dachrinnenstöße ins Gebäude gelangt. Der Kommunale Schadensausgleich der Stadt lehnte eine Haftung im März 2026 ab. Auch nach einem Einspruch des Vereins mit Bildmaterial zu früheren Wassereinbrüchen blieb es bei der Ablehnung. Die Tischtennis-Abteilung zählt rund 70 aktive Spieler und hat eine Warteliste. Für den Ligabetrieb stehen jetzt nicht genügend nutzbare Tische zur Verfügung. Deshalb beantragt der Verein die Übernahme von 1.998 Euro für zwei neue Turniertische.

Benjamin Kemper (CDU): „Haben Sie drüber nachgedacht, da Folien drum zu machen?“ Das war das Erste, was wir gemacht haben, sagte ein Vertreter des Vereins. Jens Hänsch (Piraten): „Das ist unverschämt von der Stadt, auch aus rechtlicher Sicht, aber wir helfen Ihnen gern.“ Rolf Jörg Poppe (AfD) versprach, das Thema in den Sportausschuss mitzunehmen. Andererseits kämpfe die Stadt um jeden Euro bei den Sportstätten. Die Förderung wurde einstimmig beschlossen.

Pieschener Weihnachtskalender

Seit 2021 erscheint der Pieschener Weihnachtskalender. René Kaufmann und Sven Voigt vom Verein Pro Pieschen stellten das Projekt vor. Voigt erläuterte zu Beginn, dass der Verein nun schon seit 33 Jahren besteht. Zum Kalender: Eine Künstlerin oder ein Künstler aus Pieschen gestaltet das Hauptmotiv. Hinter den Türchen erscheinen Kinderzeichnungen aus beteiligten Kitas. Einwohner und Gewerbetreibende können sich mit ihren Wünschen für die Adventszeit beteiligen. Die Bibliothek erhält den Kalender im Format A0. Dort öffnet täglich eine Kindergartengruppe ein Türchen. Zusätzlich erscheint eine Ausgabe im Format A3 für die Pieschner. Exemplare gehen an beteiligte Kindergärten und ausgewählte Gewerbetreibende. Auch im Vereinsbüro ist der Kalender erhältlich. Der Verein bittet um Unterstützung in Höhe von 2.448 Euro.

Vorstellung des Weihnachtskalenders im Vorjahr in der Bibliothek. Foto: J. Frintert
Vorstellung des Weihnachtskalenders im Vorjahr in der Bibliothek. Foto: J. Frintert

Rolf Jörg Poppe fragte, in welcher Stückzahl die Kalender produziert werden und für welche Gewerbetreibenden das gedacht ist. „Die Stückzahl beträgt 1.000, wir wollen das an die Gewerbetreibenden im Umkreis verteilen, suchen auch nach neuen Orten“, sagt Voigt. Uwe Sochor (SPD) betonte, dass die wiederholte ehrenamtliche Arbeit von Pro Pieschen sehr lobenswert sei. Einstimmig angenommen. Heidi Geiler (Grüne) nahm nicht an der Abstimmung teil, da sie in dem Verein engagiert ist. René Kaufmann erläuterte anschließend noch, dass am Donnerstag das Baumgeflüster auf der Oschatzer Straße stattfinden wird.

Tischtennis-Fest im Zentralwerk

Christoph Gabrens vom Verein shakehands Dresden stellte das Projekt vor. Der Verein veranstaltete am 5. September 2026 zum dritten Mal das Tischtennis-Fest und Nachtturnier „Nachteule“ im Zentralwerk in Pieschen. Es gab Tischtennis-Angebote für Kinder, Familien und Erwachsene. Auch Menschen ohne Vorkenntnisse konnten teilnehmen. Der gemeinnützige Verein zählt zum 1. Juli 2026 insgesamt 74 Mitglieder und nimmt am Ligabetrieb des Sächsischen Tischtennis-Verbands teil. In einer Signal-Gruppe sind zudem fast 300 Tischtennis-Begeisterte organisiert. Die „Nachteule“ verbindet Sport, Kultur und Begegnung und richtet sich an die Tischtennis-Community in Dresden und Mitteldeutschland. Der Verein beantragte im Nachgang eine Förderung des Festes in Höhe von 1.740 Euro. Die nachträgliche Förderung wurde einstimmig angenommen.

CDU-Vorschlag: Verbesserung Radweg-Situation an der Kötzschenbroder Straße

Die CDU Pieschen schlägt vor, die Radverkehrssicherheit an der Kreuzung Kötzschenbroder Straße, Washingtonstraße und Lommatzscher Straße prüfen zu lassen. Der ausgebaute Rad- und Gehweg endet dort an einer Grünfläche. Der offizielle Weg führt in zwei 90-Grad-Winkeln um die Fläche. Viele Radfahrer nutzen laut Antrag stattdessen Trampelpfade über die Grünfläche. Bei Regen entstehen dort Pfützen. Buckel und Rillen seien bei Dunkelheit kaum sichtbar. Die Antragsteller sehen deshalb eine erhöhte Unfallgefahr. Die Stadt soll mögliche Änderungen der Wegeführung und eine dauerhafte Befestigung prüfen. Auch die Kosten der Varianten sollen dargestellt werden. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen und muss nun von der Stadtverwaltung geprüft werden.

Weitere Anfragen

Benjamin Kemper fragte, wie der Stand bei dem kleinen Platz in Altpieschen sei (Pieschen-Aktuell vom 5. Oktober 2025). König versprach, bei der Stadtverwaltung nachzufragen. Uwe Sochor (SPD) fragte, wie der Stand bei der Benennung des Theodor-Rosenhauer-Platzes sei (Pieschen-Aktuell vom 12. März 2026). Außerdem wollte er wissen, ob man an der Konkordienstraße in Höhe des Ausgangs des Kinderspielplatzes den Verkehr beruhigen könnte. König: „Das wäre sinnvoll, wenn Sie das als Vorschlag einbringen.“

Stadtbezirksbeirat Pieschen

Berichte aus dem Stadtbezirksbeirat Pieschen – eine Leistung der Redaktion von Pieschen Aktuell im Auftrag des Stadtbezirksamtes Pieschen der Landeshauptstadt Dresden.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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