Ein Abend lang wird die Oschatzer Straße zur Lesebühne: Am 10. September öffnen Läden, Galerien und Ateliers ihre Türen für Lyrik, Prosa und Kunst – und selbst die Straßenbäume bekommen ein paar Zeilen mit auf den Weg. 
Wer am Donnerstagabend die Oschatzer Straße entlangschlendert, kommt am „Baumgeflüster“ kaum vorbei. Von 17 bis 22 Uhr verwandeln mehrere Geschäfte, Galerien und Kulturschaffende die Straße in einen Kulturparcours mit Lesungen, Ausstellungen und einer Vernissage.
Los geht es um 17 Uhr am Trafohäuschen auf dem Konkordienplatz. Anja Schötzau liest dort aus dem Kinderbuch „Die Streithörnchen“ – für Kinder gedacht, aber auch für Erwachsene zumutbar. Um 17.30 Uhr folgt die Dresdner Autorin Alexandra Grüttner-Wilke mit Gedichten aus ihrem im Pieschener Verlag Text & Dialog erschienenen Band „JahresWandel MeeresStern“.
Stationen entlang der Straße
Danach zerstreut sich das Publikum entlang der Oschatzer Straße. Im Kunstforum Radiolenk (Oschatzer Straße 14) ist die Ausstellung geöffnet, im Studio Naito (Oschatzer Straße 7) liest Valérie Madoka Naito um 18 Uhr aus „Ein Held seiner Zeit. Die Bekenntnisse des Kornél Esti“. Bei Daniela Hecht (Oschatzer Straße 6) sind handgezeichnete Arbeiten zu sehen, die Galerie Hermann (Oschatzer Straße 4) lädt um 19 Uhr zur Vernissage.
In der Buchhandlung Buch mit Handlung (Oschatzer Straße 2) liest Yasmin Kalaydoskop um 18.30 und 19.30 Uhr aus ihrem Gedichtband „Gefühlsstark“. Laut Veranstaltungsplakat soll dort um 20 Uhr noch eine weitere Lesung folgen. Für Getränke unterwegs sorgt der Frankreichladen Savoir Vivre (Oschatzer Straße 18).
Lyrikinseln in den Bäumen
Das Programm bleibt nicht hinter Ladentüren. An drei Bäumen entlang der Straße entstehen kleine Lyrikinseln, gestaltet von einer Künstlerin und einem Künstler. Wer sich darunter niederlässt, hört zwischen Straßen- und Blätterrauschen Gedichte – eingesprochen von Menschen aus dem Viertel, Gewerbetreibenden ebenso wie Anwohnerinnen und Anwohnern.
Initiatorin Antonia Rau hat der Veranstaltung ein Motto vorangestellt: „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“ Die Stationen lassen sich frei kombinieren, ein fester Ablauf ist nicht vorgesehen.
Mit dem literarischen Auftakt auf dem Konkordienplatz reiht sich das „Baumgeflüster“ in eine Reihe früherer Formate im Stadtteil ein, darunter „Lyrik unter freiem Himmel“ und die Adventslesungen auf dem Konkordienplatz.
Termin
Donnerstag, 10. September 2026, 17 bis 22 Uhr
Oschatzer Straße und Konkordienplatz, Dresden-Pieschen
Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen und mögliche Programmänderungen gibt es bei Buch mit Handlung. 




