Im Rahmen der Woche der Klimaanpassung haben die Schulen am Schulcampus Pieschen, die Oberschule, das Gymnasium und die Abendoberschule, bei einem Rundgang über das Gelände ihre Nachhaltigkeitskonzepte vorgestellt. Sowohl auf der Leitungsebene als auch bei den Schüler*innen sind Projekte und Initiativen entstanden, die die Schule und die Stadt an den Klimawandel anpassen sollen. Finanzielle Förderung gibt es von der Stadt unter dem Titel „DD-Lena – Dresden lernt nachhaltig“.
Sensibilisieren für Umweltschutz und Nachhaltigkeit
An der Oberschule wird auf alltägliche und praktische Maßnahmen gesetzt, um die eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen: der Müll wird konsequent getrennt, eine Papierablage für gebrauchte, aber noch nutzbare Bögen wurde eingerichtet und der Ordnungsdienst ist dafür verantwortlich, dass die Fenster nicht offen stehen und das Licht nach dem Unterricht ausgeschaltet wird. Neben den Umwelteffekten und Einsparungen, die damit erreicht werden können, sollen die Schüler*innen an das Thema Nachhaltigkeit im Alltag herangeführt und sensibilisiert werden. 
Mülltrennung ist nicht selbstverständlich
Auch die Abendoberschule, die jüngste der drei Schulen am Campus, bemüht sich um mehr Nachhaltigkeit. Hier können Volljährige, meist berufsbegleitend, ihren Haupt- oder Realschulabschluss machen. Viele der Schüler*innen haben Migrationshintergrund – insgesamt sind 35 Nationen an der Schule vertreten. Aus ihren Heimatländern kennen die Schüler*innen das Konzept der Mülltrennung häufig nicht. Helfen sollen da die richtige Beschriftung der Mülleimer und Wissensvermittlung darüber, welcher Müll eigentlich wie getrennt wird.

Grüne Lernräume statt dunkle Klassenzimmer
Das Gymnasium setzt ebenfalls auf praktische Maßnahmen. In einem derzeit noch ungenutzten Innenhof haben die Schüler*innen ein Konzept ausgearbeitet, die Fläche als grünen Lern- und Aufenthaltsraum nutzbar zu machen: mit Hochbeeten, Wildblumen für Bienen, Sitzmöglichkeiten, perspektivisch sogar einem Teich. Zurzeit gibt es noch eine Ente, die den Innenhof ihr Zuhause nennt. Erst wenn sie ausgezogen ist, kann mit der Umgestaltung begonnen werden. Geld für das Innenhof-Projekt kommt aus der Förderung „DD-Lena – Dresden lernt nachhaltig“. In Nachhaltigkeits-AGs können sich Schüler*innen über das Projekt austauschen, planen und gestalten. 
Was bringt das Sparen?
Abseits der Klassenzimmer ist der Hausmeister, Herr Hänsel, zuständig. Er trägt mit dem Schlüssel zum Keller die Verantwortung für das Heiz- und Energiesystem des Campus. Immerhin wollen circa 2100 Schüler*innen in der kalten Jahreszeit beim Lernen nicht frieren. Mittels App kann er den Verbrauch und die Einsparungen der von der Drewag gelieferten Fernwärme nachvollziehen. So kann er stolz behaupten, dass die Schule 2025 im Vergleich zu 2023 mit verschiedenen Maßnahmen 2,5 Gigawattstunden Energie gespart hat. Sein Ziel für das kommende Schuljahr ist die Müllreduktion: Zurzeit zahlen die Schulen 18.000 Euro für den Restmüll. Dieser Betrag soll auf unter 10.000 Euro reduziert werden. Durch korrekte Mülltrennung, die in den einzelnen Schulen ja bereits konsequent gefördert wird, können laut Hänsel etwa 2000 Liter weniger Restmüll anfallen. 
Die Einsparungen werden zu Fördergeld
Ursprung der Klima- und Umweltmaßnahmen war eine Initiative der Stadt Dresden. Die öffentlichen Schulen waren dazu aufgerufen, sogenannte Energie-Teams zu gründen. Der Fokus dieser Teams war, Energie- und Heizkosten zu sparen. Um diesen Einsatz zu würdigen, hat die Stadt Dresden eine Prämie in Form der „DD-Lena – Dresden lernt nachhaltig“-Förderung vergeben. Das Geld dafür kommt unter anderem aus den Einsparungen der Schulen. 14 von 148 Schulen haben im Schuljahr 2025/2026 an dem Projekt teilgenommen. „Das Projekt soll sich nicht nur an ausgewählte Schulen richten, sondern in die Breite getragen werden“, sagt Susanne Tübel, Sachgebietsleiterin für Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement vom Amt für Schulen. Deshalb freue man sich, wenn zukünftig mehr Schulen teilnehmen.




