Aufmerksame Anwohner hatten sich schon gewundert, was an der Leipziger Straße, Ecke Eisenberger Straße, gebaut wird. Auf Nachfrage teilte die Stadtverwaltung mit, dass die SachsenEnergie dort einen sogenannten Schnellladehub errichtet. 
Pressesprecherin Nora Weinhold von der SachsenEnergie bestätigt die Errichtung des Ladeparks. „Die Bauarbeiten dafür laufen seit diesem Frühling (erste Bauvorbereitungen gab es schon im vergangenen Jahr)“, so Weinhold. Ziel ist, noch in diesem Jahr die Baustelle abzuschließen und den Ladepark in Betrieb zu nehmen.
Geplant sind zwölf sogenannte High-Power-Charging-(HPC)-Ladepunkte mit bis zu 400 Kilowatt Ladeleistung. Moderne Elektroautos, die über eine 800-Volt-Technologie verfügen, können damit in 15 Minuten bis zu 300 Kilometer Reichweite nachladen. Aktuell gibt es diese Technologie hauptsächlich in Oberklasse-Autos (beim ADAC gibt es eine Übersicht). Andere Elektroautos „tanken“ dann mit 200 Kilowatt Ladeleistung entsprechend länger.
Der neue Ladepark an der Eisenberger Straße soll der ersten E-Tankstelle in Pirna ähneln, sagt Weinhold. Informationen zu diesem im August vergangenen Jahres eröffneten Ladepark gibt es auf der Seite der SachsenEnergie.
Die im Einfahrtsbereich gut sichtbare Preisanzeige soll rund um die Uhr über die aktuellen Ladepreise informieren. Die Schnellladepunkte sind überdacht und barrierefrei erreichbar. Die Durchfahrtshöhe und -breite sind so ausgelegt, dass auch Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen die Ladestationen nutzen können. Zudem sind die Stellflächen beleuchtet und videoüberwacht. Ein Druckluftgerät zur Kontrolle des Reifendrucks gehört ebenfalls zur Ausstattung.
Auf dem Dach soll in den kommenden Wochen eine Photovoltaikanlage installiert werden. Sie soll den Strombedarf der Serviceeinrichtungen im Standby-Betrieb teilweise decken. Die Arbeiten sollen während des laufenden Betriebs erfolgen. Zum Angebot gehören außerdem Selbstbedienungsautomaten mit Snacks und Getränken sowie eine Paket-Abholstation.





