Die Internetseiten der Landeshauptstadt Dresden sind seit Mittwoch, 21. Oktober, vorübergehend abgeschaltet. Neben dem städtischen Internetportal dresden.de betrifft das auch Angebote wie das Ratsinformationssystem und den Themenstadtplan. Grund für die vorsorgliche Maßnahme ist eine Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP.
Die Stadtverwaltung reagiert damit auf einen Hinweis des Network Operations Centers. Dieses hatte über eine kürzlich bekannt gewordene Sicherheitslücke informiert. Die betroffene Programmiersprache PHP kommt auch auf den städtischen Internetseiten zum Einsatz.
Über die Schwachstelle könnten Angreifer möglicherweise Schadcode auf den Servern ausführen. Um das zu verhindern, nahm die Stadt sämtliche Internetauftritte vorsorglich vom Netz. Ein tatsächlicher Angriff wurde nicht gemeldet.
Freischaltung für Donnerstag geplant
Nach Angaben der Stadtverwaltung wird derzeit ein Sicherheitsupdate installiert. Die Internetseiten sollen wieder online gehen, sobald die Schwachstelle behoben ist. Voraussichtlich wird das am Donnerstag, 22. Oktober, der Fall sein.
Für Bürgerinnen und Bürger bleiben die Ämter und Einrichtungen der Stadt weiterhin telefonisch und per E-Mail erreichbar. Auch bereits vereinbarte Behördentermine finden wie vorgesehen statt.
Hinweise zu der Sicherheitslücke gibt es auf der Seite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik.
Hintergrund: PHP ist die Abkürzung für „PHP: Hypertext Preprocessor“. Ursprünglich stand die Bezeichnung für „Personal Home Page Tools“. Die frei verfügbare Skriptsprache wird vor allem zur Erstellung dynamischer Internetseiten und Webanwendungen eingesetzt. Sie ermöglicht unter anderem die Verarbeitung von Datenbankinhalten und die Bereitstellung interaktiver Funktionen. Die Syntax orientiert sich an den Programmiersprachen C und Perl. Weitere Informationen gibt es bei Wikipedia.





