Die Entwicklung des Alten Leipziger Bahnhofs geht in die nächste Runde. Für das rund 27 Hektar große Gelände in der Leipziger Vorstadt liegen jetzt die Vorentwürfe für zwei Bebauungspläne vor. Ende Oktober stellt die Stadt Dresden die Planungen öffentlich vor. Bis Ende November können Bürgerinnen und Bürger die Unterlagen einsehen und Stellungnahmen abgeben. 
Das Areal zwischen Erfurter Straße, Leipziger Straße, Eisenbahnstraße und Bahntrasse soll sich in den kommenden Jahren zu einem neuen Stadtquartier entwickeln. Geplant sind Wohnungen, Gewerbe, Kulturangebote und großzügige Grünflächen. Dabei soll die Geschichte des Alten Leipziger Bahnhofs erhalten bleiben.
Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, lädt das Amt für Stadtplanung und Mobilität zu einer Informationsveranstaltung ein. Von 18 bis 20 Uhr werden in der Aula des Gymnasiums Dresden-Pieschen an der Erfurter Straße 17 die aktuellen Planungen vorgestellt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zwei Bebauungspläne liegen öffentlich aus
Für das Gebiet hat die Stadt zwei Bebauungspläne erarbeitet. Die Vorentwürfe tragen die Bezeichnungen „Alter Leipziger Bahnhof – Nord“ und „Alter Leipziger Bahnhof – Süd“.
Vom 26. Oktober bis zum 27. November 2026 können die Unterlagen öffentlich eingesehen werden. Sie liegen im Stadtforum an der Waisenhausstraße 14 und im Stadtbezirksamt Neustadt an der Hoyerswerdaer Straße 3 aus. Außerdem sind sie unter www.dresden.de/alter-leipziger-bahnhof abrufbar.
Während der Auslegungsfrist können Bürgerinnen und Bürger Hinweise und Stellungnahmen einreichen. Das ist auch per E-Mail an stadtplanung-mobilitaet@dresden.de möglich.
Vom Wettbewerb zum Bebauungsplan
Die Planungen für das Gelände laufen bereits seit mehreren Jahren. Grundlage ist der 2018 vom Stadtrat beschlossene Masterplan „Leipziger Vorstadt/Neustädter Hafen“. Unter dem Leitgedanken „Park schafft Stadt“ soll ein neues Quartier entstehen, das Wohnen, Arbeiten und Freizeit miteinander verbindet.
Ab 2022 konkretisierte die Stadt die Entwicklung in einem kooperativen Planungsverfahren. Eine 48-köpfige Begleitgruppe aus Bürgerschaft, Verwaltung, Politik, Eigentümern, Fachbehörden und Interessengruppen begleitete den Prozess.
Für den städtebaulichen Wettbewerb gingen insgesamt 39 Entwürfe ein. Sieben davon wählte eine Jury für die weitere Bearbeitung aus. Im November 2023 wurden diese Arbeiten bei einer „Gläsernen Werkstatt“ öffentlich diskutiert. Anregungen aus der Bevölkerung flossen in die weitere Planung ein.
Im Februar 2024 entschied sich das Preisgericht für den Entwurf von KOPPERROTH Architektur & Stadtumbau, Fabulism und Station C23. Dieser Entwurf bildet seitdem die Grundlage für die weitere Entwicklung des Geländes.
Neues Quartier mit Park und Kulturangeboten
Auf dem Gelände soll ein kleinteilig bebautes Stadtquartier mit unterschiedlichen Nutzungen entstehen. Neben Wohnungen sind Flächen für Gewerbe sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft vorgesehen. Auch Sport- und Freizeitangebote sollen Platz finden.
Ein wichtiger Bestandteil ist der geplante Quartierspark. Neue Wege sollen das Gelände erschließen und mit den benachbarten Stadtteilen verbinden. Öffentliche Grünflächen sollen für Aufenthaltsqualität sorgen und zur Anpassung an den Klimawandel beitragen.
Bestehende Kultur- und Gewerbenutzungen sollen vor allem im Bereich der sogenannten „Eventspange“ weitgehend erhalten bleiben und weiterentwickelt werden. Die Stadt verfolgt damit das Ziel, die besondere Identität des ehemaligen Bahnhofsareals zu bewahren und gleichzeitig neue Nutzungen zu ermöglichen.
Bis zur Umsetzung ist es allerdings noch ein weiter Weg. Die jetzt veröffentlichten Vorentwürfe bilden zunächst die Grundlage für die weitere Abstimmung. Nach der Beteiligung der Öffentlichkeit werden die Bebauungspläne überarbeitet. Rechtswirksam werden sie erst mit einem entsprechenden Beschluss des Dresdner Stadtrates.
Informationsveranstaltung und Bürgerbeteiligung
- Informationsveranstaltung: Mittwoch, 28. Oktober 2026, 18 bis 20 Uhr
- Ort: Aula des Gymnasiums Dresden-Pieschen, Erfurter Straße 17, keine Anmeldung erforderlich
- 26. Oktober bis 27. November 2026
- Stadtforum: Waisenhausstraße 14, Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr
- Stadtbezirksamt Neustadt: Hoyerswerdaer Straße 3, Montag 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 bis 12 Uhr sowie 13 bis 17 Uhr
- Weitere Informationen und Planungsunterlagen
Öffentliche Auslegung
Zum Thema
- Weitere Infos im Dossier „Alter Leipziger Bahnhof“.





Wer ist Eigentümer des Grundstücks?
Das sind mehrere verschiedene Eigentümer.
Über welche Grundstücke verfügt die Stadt Dresden und in wessen Besitz sind die Grundstücke des ehemaligen Güterbahnhofs? Falls sie noch im Besitz der Globuskette sind, inwieweit tragen sie die kommunalen Planungen mit?
Geschätzter Magnus Schwur-Blus, vielen Dank für die Frage, ich denke, das wäre auch eine prima Frage, die Sie bei der Veranstaltung am 28. Oktober vorbringen könnten.
Nach meinem Kenntnisstand sind die Flächen im Gebiet im Besitz von zwölf verschiedenen Grundstückseigentümern, die Landeshauptstadt Dresden verfügt über keine eigenen Flächen an dem Standort. Wie weit die Verhandlungen mit Globus inzwischen fortgeschritten sind, kann ich nicht beurteilen. Soweit ich weiß, hat der 2021 geplante Grundstückstausch mit der SachsenEnergie nicht stattgefunden.
Fazit: Die Stadt hat die Planungshoheit, jedoch keinerlei Grundeigentum. Insofern ist die Vorplanung ein Stochern im Nebel, aber beim Vorplanen ist die Verwaltung traditionell stark, die Amtsschubladen sind pralle voll mit allerlei (meist sehr wünschenswerten) Vorplanungen (ergo: Absichten falls mal…), jedoch ziemlich schwach in der Umsetzung (elend Vieles kam nie…).
Ich plädierte daher für ein deutliches Herunterfahren dieser zu oft ergebnislosen Vorplanerei, gerade bezüglich eines jetzt zwingend erforderlichen Personalabbaus. Denn m.E. diente diese ganze Herumplanerei seit vielen Jahren vorrangig dazu, die einen Pöstchen und Posten zu rechtfertigen. In guten Zeiten funktioniert sowas in Deutschland, das betrifft ebenso viele andere Branchen und Strukturen. Nun aber ist die Party over, die Verwaltung sollte auf die wirklich drängenden Arbeiten gestrafft werden. Dieser Weg ist ja bereits im Gange – allein auf Kosten der heute jungen Berufsanfänger, gar nicht auf Kosten der langjährig gepamperten (Boomer-)Alten.
Der Mittelteil des Geländes gehört der Kaufland-Gruppe, sowie einer hamburger Immobilienfirma (Name vergessen). Einige Flächen an der Erfurter Straße gehören dem KFZ-Typ dort an der Erfurter 8. Er würde m.W.n. höchstbietend verkaufen. Ansonsten ja, bitte am 28.10. klar nachfragen. ABER: die Verwaltungsleute werden abwiegeln, denn sie dürfen zu Eigentumsverhältnissen keine Auskunft an den Mob geben, außerdem ist es datenschutzrechtlich untersagt. Also bitte nachfragen und auf die Antworten achten. Viel Spaß.