Großenhainer Straße 5-7: Autobahn GmbH und Amazon ziehen in neues Bürogebäude

Das Büroobjekt Neustadt, Effizienz & Officies (NEO) an der Großenhainer Straße 5 – 7 ist fertig gestellt. Wie der Bauherr, die TLG Immobilien, zum Jahresende 2020 mitteilte, erfolge derzeit die Abnahme. Im Januar sollen die ersten beiden Großmieter einziehen. Die Klingerschilder sind bereits beschriftet: Amazon und Autobahn AG.

Die beiden Unternehmen werden mit ihren Beschäftigten 70 Prozent der rund 15.000 Quadratmeter Bürofläche belegen. Über den geplanten Einzug der Dresdner Niederlassung der neu gegründeten Autobahn AG GmbH hatten wir bereits berichtet. Etwa 100 Mitarbeiter werden von hier aus die Bereiche Bauvorbereitung und Bauen sowie Erhalt und Betrieb des überwiegenden Teils der sächsischen Autobahnen steuern und verwalten. Hinzu kämen noch die Bereiche Grunderwerb und Liegenschaftsverwaltung, so Katrin Pfeil vom Aufbauteam Niederlassung Ost.

Auf dem Klingelschild steht Autobahn AG statt GmbH. Foto: W. Schenk

Amazon Deutschland wird mit seinem Forschungs- und Entwicklungszentrum von der Radeberger Vorstadt in die neuen Räume umziehen. Bis Mitte des Jahres sollen die rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die neuen Büros bezogen haben, sagte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage. Am Standort in der Großenhainer Straße sei auch Platz für weiteres Wachstum. In Dresden würden Informatiker:innen und Software-Entwickler:innen an Cloud Computing-Diensten von Amazon Web Services, hauptsächlich für den Web-Service „Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2)“, arbeiten. Über diese Anwendung könnten Kunden auf sichere, skalierbare Rechenkapazitäten in der Cloud zurückgreifen. Amazon betreibt in Sachsen mehrere Logistikstandorte: ein Logistikzentrum sowie das Luftfrachtzentrum in Leipzig und Verteilzentren in Lampertswalde und Leipzig.

Im Innenhof sind Bäume und Grünflächen geplant. Foto: W. Schenk

Für die verbleibenden knapp 5.000 Quadratmeter Bürofläche im Projekt NEO Dresden laufen die Akquise-Verhandlungen. Das Ensemble mit seiner modernen und zeitlosen Architektur füge sich perfekt in die Umgebungsbebauung ein. In der auf die Mieteranforderungen anpassbaren Büroarchitektur könnten alle klassischen aber auch modernen Bürokonzepte realisiert werden, heißt es im Exposé des Bauherren. Neben 132 Pkw-Stellplätzen in der Tiefgarage über zwei Etagen und dem Innenhof gebe es knapp 180 Fahrradstellplätze. Besonders beliebt bei den künftigen Mietern könnte die Panoramaterrasse auf dem Dach des Bürogebäudes werden. An der Gestaltung des Innenhofes wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet. Hier sind Bäume, Grünflächen und Sitzgelegenheiten geplant.

Für das benachbarte Business-Quartier an der Großenhainer Straße 3 hat sich der Baustart aufgrund der Corona-Pandemie verzögert. Die List Develop Commercial will hier zwei Neubauten errichten. Dort, wo bisher im Porsche-Zentrum Dresden noble Autos verkaufte, soll ein Gebäude für Hotel, Serviced Apartments und Büros entstehen. Das denkmalgeschützte Gebäude neben dem ehemaligen Autohaus will die List-Gruppe revitalisieren. Dort soll Gastronomie einziehen – ein Mieter wird noch gesucht. Links daneben, auf der jetzt ungenutzten Brachfläche, ist ein zweiter Neubau mit Büroflächen geplant.

AUFRUF: IHRE CORONA-GESCHICHTEN

Angaben über die Zahl der am Covid-19-Virus erkrankten und verstorbenen Einwohnerinnen und Einwohner in Stadtbezirk Pieschen werden nicht erhoben. Die Statistik liefert nur stadtweite Daten.

Wir möchten statt dessen gern Ihre Geschichten und Erlebnisse aus dem vergangenen Jahr und den kommenden Monaten hier veröffentlichen. Was hat Sie beschäftigt, woran sind Sie verzweifelt, was hat Ihnen Mut gemacht, was hätten Sie anders gemacht? Homeoffice, E-Learning, Corona-Einmalhilfen, Mundschutz, Notbetreuung, Systemrelevanz, Intensivstation, Isolation, Quarantäne und viele Stichworte haben das Leben anders werden lassen. Ida Amiri alias Lotta Malea hatte ihre Gefühle in ein Gedicht gefasst.

Schreiben Sie Ihre kurze oder längere Geschichte auf und schicken sie diese an redaktion[at]pieschen-aktuell.de. Teilen Sie uns eine Mail-Adresse oder Telefonnummer mit, falls es Rückfragen gibt. Gern können Sie auch ein Foto mitschicken – samt Autorenangabe.

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8 Meinungen zu “Großenhainer Straße 5-7: Autobahn GmbH und Amazon ziehen in neues Bürogebäude

  1. DAT sagt:

    yay, neue Nachbarn!

    Leider moralisch noch fragwürdiger als die Asozialen die sonst hier so wohnen. (die meisten sind natürlich freundliche, umgängliche Leute – aber die fallen natürlich nicht auf)

  2. Henny sagt:

    Es ist die Autobahn GmbH und nicht AG.

  3. Der Meinung war ich auch, auf dem Klingelschild steht aber eindeutig Autobahn AG.

  4. Andreas sagt:

    „auf dem Klingelschild steht aber eindeutig Autobahn AG“

    Da hat wohl dann der „Hausmeister“ gepennt: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Autobahn_GmbH_des_Bundes

  5. Ja, ich habe es jetzt auch im Text korrigiert. Und das Klingelschildfoto eingefügt. Danke für’s autmerksame Lesen.

  6. Mandy Murx sagt:

    Sächs.Zeit.-Oldiredakteur Hilbert, Peter sah es als notwendig an, jene Zuzugsfirmen in seinem Artikel bedeckt zu halten. Die Rede ist dort (online, 4.1.21,9uhr) lediglich von „eine Gesellschaft des Bundes sowie ein börsennotiertes internationales Unternehmen“, als handele es sich um u.U. stasi-nahe Geheimdienststrukturen. Dank der noch lokaleren Lokalitätspresse hier bei Winfried&Co. erfahren wir es dennoch und unumwunden, was auf gute Arbeitsteilung innerhalb der Lokaljournaille hindeuten könnte, allerdings zu doppeltem Leseaufwand führt, sofern man nicht gelegentlicher vor-Ort-Klingelschildpassant bzw. vor-Ort-Klingelschildpassantin ist. ..räusper…
    Ich bin erleichtert, daß es nun doch nicht der Mossad, Agenten ihrer Majestät oder gar Schäuble4.0-Adepten sind.

  7. JÜRGEN NAUMANN sagt:

    Die SZ ist ja nicht die einzige „große“ Tageszeitung in Dresden. In der DNN konnte man es schon vor Tagen lesen, wer dort einzieht.

  8. Meinjanur sagt:

    Im selben Gebäude wie Amazon? Na wie praktisch und vorausschauend: Wenn unsere Regierung, allem voran Herr Scheuer, so weitermacht braucht es wohl nur noch ein Klingelschild.
    In (zukünftigen) Zeiten leerer Staatskassen liegt ein ÖPP „Amazon Highway“ mit dem Krisengewinnler so nahe wie jetzt bereits die Klingeltasten

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