Thema: Sachsenbad

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Stadtrat: Machbarkeitsstudie für Sachsenbad – Planungsmittel für Fähre Pieschen

Die Zukunft des Sachsenbades soll mit einer Machbarkeitsstudie untersucht werden. Dafür werden 125.000 Euro bereitgestellt. Das hat der Stadtrat heute mit dem Doppelhaushalt für die Jahre 2017/18 beschlossen. Auch bei einem zweiten in letzter Zeit intensiv diskutierten Projekt wollen die Stadträte für Klarheit sorgen. Darum wurden Planungsmittel in Höhe von 300.000 Euro für eine Fährverbindung zwischen Pieschen und dem Ostragehege in den Haushalt aufgenommen.

Überraschend klar ist die Aussage im Haushaltsbeschluss zur Zukunft des Sachsenbades. „Der Stadtrat strebt die Sanierung des Sachsenbades an. Für eine Machbarkeitsstudie werden Mittel zur Verfügung gestellt. Über mögliche weitere Investitionsmittel soll anhand der Ergebnisse dieser Studie und der realistischen Aussicht auf Fördermittel entschieden werden“, heißt es im Beschlusstext. „Das ist für uns eine gute Nachricht“, kommentierte Heidi Geiler von der Bürgerinitiative „Endlich Wasser ins Sachsenbad“ des Vereins Pro Pieschen die Entscheidung.  „Ich gehe davon aus, dass die Mittel für die Aktualisierung der Stesad-Studie von 2010 und eine Bedarfsanalyse für den Bad-Standort Pieschen eingesetzt werden“, sagte sie. Auf jeden Fall sei die Bereitstellung der Mittel ein Signal, dass mit der Rettung des Sachsenbades „ernst umgegangen wird“. „Für mich“, so Heidi Geiler, „ist das der erste Schritt zur Sanierung des Sachsenbades“. Grünen-Stadträtin Kati Bischoffberger hatte in den Haushaltsberatungen um diese Mittel gekämpft und ist nun froh, dass es nun sogar 125.000 Euro geworden sind. „Ich hatte das Gefühl, dass das Sachsenbad für viele schon abgeschrieben war“, sagte sie und ist sicher, dass die Sachsenbad-Petition und die anderen Aktionen der Bürgerinitiative Sachsenbad dafür gesorgt haben, dass Bewegung in das Thema kommt. Für die Linke-Fraktion hatte sich deren finanzpolitischer Sprecher Tilo Kießling für die Studie eingesetzt. „Wir wollen dieses Baudenkmal erhalten“, betonte er. Die Bürgerinitiative Sachsenbad engagiert sich für die Wiederbelebung des denkmalgeschützten Gebäudes als städtisches Bad und Zentrum für Gesundheit und Hydrotherapie.

300.000 Euro für Planung der Fähre Pieschen

Bei der von den Dresdner Verkehrsbetrieben eigentlich nicht gewollten Fährverbindung zwischen Pieschen und dem Ostragehege haben die Stadträte von Linke, Grünen und SPD nun erhebliche Mittel für Planungsarbeiten bereit gestellt. Schon Anfang September hatte der Stadtrat einen Prüfauftrag zur Fährverbindung beschlossen. Jetzt sind auch Gelder dafür da. Während die DVB bereits mehrfach erklärt hatten, dass die Fähre nicht kostendeckend zu betreiben sei, überraschte der ADFC Dresden vor einigen Wochen mit dem Vorstoß, die Fährnutzung „fahrgeldfrei“ zu machen und ein entsprechendes Versuchsprojekt zu starten. Schließlich, so die Radfahrexperten, seien Brückennutzungen auch kostenfrei.

„Die Wiederaufnahme des Fährbetriebes steht in unserem Kommunalwahl-Programm“, erklärte Kießling. Hintergrund sei die Bevölkerungsentwicklung in Pieschen und das Ziel, das Ostragehege zu beleben. Mit den Mitteln können die Planungen nun vorangetrieben werden. Dazu gehört auch eine Aktualisierung der Nutzerprogrognose und der Investitionskosten. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2011.

Ortsbeiräte sollen künftig über Gehwegsanierung entscheiden

Neu geregelt haben die rot-grün-roten Kooperationspartner auch den Umgang mit den Mitteln für die Reparatur von Gehwegen und für mehr Ordnung und Sicherheit. Hier sollen in den kommenden zwei Jahren die Ortsteilvertretungen die Schwerpunkte und den Einsatz der Gelder definieren.

Beschlossen wurden mit dem Doppelhaushalt auch die Umsetzung der Projekte, die aus dem Europäischen Sozialfond finanziert werden. Hier profitiert Pieschen bei Investitionen in das Fernwärmenetz. Mittel sind aber auch für die Erneuerung der Beleuchtung am Sportplatz in der Wurzener Straße eingeplant. Gesichert ist auch die Finanzierung des Grünzuges Gehestraße.

Die Pieschener Stadträtin Bischoffberger verwies darauf, dass der Ortsamtsbereich auch von den zusätzlichen Geldern profitieren werde, die die Kooperationspartner für den Winterdienst für Radwege, den Radwegausbau, den Erhalt von Spielplätzen, für Stadtgärtnern und Baumpflege oder die Förderung kleiner Kulturinitiative und Vereine bereit gestellt haben.

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