Im Zentralwerk an der Riesaer Straße 32 stehen im November Konzerte, Theater, Lesungen und Tanzveranstaltungen auf dem Programm. Zum Jahrestag der Novemberpogrome gibt es ein Gedenkkonzert und eine Filmvorführung. Außerdem kommen tschechische Rockbands nach Pieschen und ein Theaterprojekt beschäftigt sich mit den Angehörigen krebskranker Menschen. 
Rundgang zur Geschichte des Zentralwerks
Am Sonnabend, 7. November, beginnt um 11 Uhr ein geführter Rundgang zur Geschichte des Geländes. Während der NS-Zeit befand sich hier das Goehle-Werk der Zeiss Ikon AG, die damals größte Rüstungsproduktionsstätte Dresdens. Auch Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wurden dort eingesetzt.
Seit 2015 nutzen die Kultur- und Wohngenossenschaft Zentralwerk und der Zentralwerk-Verein das Gelände. Der Rundgang beschäftigt sich mit der Geschichte von der NS-Zeit über die DDR bis zur heutigen Nutzung.
Eine Anmeldung ist ausschließlich über die Volkshochschule Dresden möglich.
Ebenfalls am 7. November findet ab 14 Uhr die vierte Muay-Thai-Gala im Henny-Brenner-Saal statt. Die Kampfsportveranstaltung richtet sich auch an Zuschauer ohne Vorkenntnisse.
Gedenkkonzert zur Pogromnacht
Am Sonntag, 8. November, erinnert der Dresdner Kammerchor mit dem Konzert „Vom Leben singen“ an die Novemberpogrome von 1938. Beginn ist um 17 Uhr im Henny-Brenner-Saal. 
Im Mittelpunkt stehen Lieder aus dem „Deutsch-Jüdischen Liederbuch“ von Abraham Zvi Idelsohn aus dem Jahr 1912. Dazu erklingen neue Arrangements sowie Werke des Komponisten Géza Frid. Lesungen aus den Erinnerungen der Dresdner Zeitzeugin Henny Brenner ergänzen das Programm.
Neben dem Dresdner Kammerchor wirken der Chor des Lößnitzgymnasiums Radebeul und der Chor des Gymnasiums Coswig mit. Das Konzert gehört zum Themenjahr „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“.
Tickets kosten je nach Kategorie 5, 9, 12 oder 15 Euro. Karten gibt es über Reservix und beim Dresdner Kammerchor.
Film und Gespräch am 9. November
Am Montag, 9. November, zeigt das Zentralwerk den Dokumentarfilm „Der Rhein fließt ins Mittelmeer“ des israelischen Filmemachers Offer Avnon. Die Vorführung beginnt um 18 Uhr im Kleinen Saal.
Avnon lebte zehn Jahre in Köln. Als Sohn eines Holocaust-Überlebenden setzt er sich in seinem Film mit der deutschen Geschichte und den Nachwirkungen der Shoah auseinander. Seine Reise führt durch Deutschland und Polen bis nach Israel. Dabei begegnet er Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven.
Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit Offer Avnon statt. Dabei soll es auch um die Möglichkeiten des Films als Form des Erinnerns gehen.
Die Veranstaltung wird gemeinsam von der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Zentralwerk organisiert. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
Rock aus Tschechien und Dresden
Am Freitag, 13. November, steht die „Czech-German Stoner Rock Kitchen“ auf dem Programm. Ab 20 Uhr spielen drei Bands im Kleinen Saal.
Acid Row aus Prag verbinden Stoner Rock mit Punk, Doom, Psychedelic Rock und Grunge. Die Dresdner Band Lasse Reinstroem bewegt sich zwischen Psychedelic Rock, Krautrock und Alternative. Mit Edith aus Mittelböhmen kommt eine weitere tschechische Formation hinzu. Das Trio spielt Noise Rock und Post-Punk mit zwei Bassgitarren, Schlagzeug und tschechischem Gesang.
Die Veranstaltung wird von Oh My Music! organisiert und von der Euroregion Elbe/Labe unterstützt. Tickets sind über Eventim erhältlich.
Vier Bands bei der Energetic Female Bandnight
Am Sonnabend, 14. November, beginnt um 19 Uhr die „Energetic Female Bandnight“ im Foyer. Vier Bands aus Dresden und Umgebung stehen auf der Bühne. Gemeinsam ist ihnen die weibliche Gesangsstimme, musikalisch unterscheiden sie sich deutlich.
Velvet Rumble verbinden Punk, Rock und Grunge. Degerwald spielen verträumten Indie-Rock und Dream-Pop. Myviolet setzen auf melodischen Rock mit harten Gitarrenriffs und ruhigeren Passagen. Athame bewegen sich zwischen Occult Rock, Psychedelic und Doom.
Mit dem Konzert wollen die beteiligten Bands die Vielfalt der Dresdner Rockszene zeigen. 
Offene Lesebühne im Foyer
Am Dienstag, 17. November, findet um 19 Uhr das nächste Dresdner TresenLesen statt. Bei der offenen Lesebühne können Autorinnen und Autoren eigene Texte vorstellen. Willkommen sind Geschichten, Gedichte und andere selbst verfasste Beiträge.
Wer auftreten möchte, kann sich über die Facebook-Seite des TresenLesens oder per E-Mail an dresdentresenlesen@web.de anmelden. Der Eintritt ist frei.
Theater über Angehörige krebskranker Menschen
Am Donnerstag, 19. November, feiert die theatrale Performance „Und wie geht es dir?“ des Ensembles La Vie im Kleinen Saal Premiere. Beginn ist um 20 Uhr. Eine weitere Aufführung folgt am Sonntag, 22. November, um 18 Uhr.
Das Projekt beschäftigt sich mit den Erfahrungen von Menschen, deren Angehörige an Krebs erkrankt sind. Während sich die Aufmerksamkeit häufig auf die Erkrankten und ihre Behandlung richtet, geraten die Belastungen der Angehörigen leicht aus dem Blick.
Die Performance stellt Fragen nach Verantwortung, Überforderung und den eigenen Bedürfnissen. Entstanden ist sie in Zusammenarbeit mit dem Erzählraum-Verein und dem Zentralwerk.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Sie ist unter Telefon 0351 85185252, per E-Mail an kontakt@ensemble-lavie.de oder über die Online-Anmeldung möglich.
Bassklarinette bei 4tel12
Am Sonntag, 22. November, lädt das Ensemble El Perro Andaluz um 11.15 Uhr zur Konzertreihe „4tel12“ ein. Im Proberaum des Ensembles im Souterrain des Zentralwerks stellt Klarinettist Albrecht Scharnweber die Bassklarinette vor.
Zu hören sind Werke für Bassklarinette und Elektronik. Gespräche und Erläuterungen ergänzen das Konzert. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
Farbwerk-Disco und Tanztee
Am Donnerstag, 26. November, findet um 17 Uhr die nächste Farbwerk-Disco im Henny-Brenner-Saal statt. Die inklusive Tanzveranstaltung für Menschen mit und ohne Behinderungen stimmt diesmal auf die Weihnachtszeit ein. Der Eintritt kostet 3 Euro. Weitere Informationen zur Barrierefreiheit gibt es unter farbwerk-kultur.de.
Am Sonntag, 29. November, beginnt um 15 Uhr der Tanztee mit Marc Hartmann und seinem Tanzorchester. Im Henny-Brenner-Saal gibt es Standardtanz zu Livemusik. Dazu werden Tee, Kaffee, Kuchen und Sekt angeboten.
Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis. Empfohlen werden 5 bis 15 Euro.
Ausstellung und regelmäßige Termine
Die Ausstellung „Aus der Hand gefallen“ von Christian Manss ist noch bis zum 31. Dezember im Henny-Brenner-Saal zu sehen. Der Künstler arbeitet mit Malerei, Druckgrafik, Fotografie und Installationen. Die Ausstellung ist zu Veranstaltungen im Saal geöffnet. Weitere Besichtigungen sind nach Anmeldung unter kabinett@zentralwerk.de möglich. Dafür ist ein Vorlauf von mindestens drei Tagen erforderlich.
Jeden Montag spielen die Jazzfanatics ab 21 Uhr im Foyer. Ihr Programm reicht von Bebop und Hardbop bis zu Fusion und Funkjazz. Einlass ist ab 20 Uhr.
Dienstags findet von 19 bis 22 Uhr der offene Vereinsabend des Zentralwerks im Foyer statt. Mittwochs wird von 19 bis 20.30 Uhr gemeinsam gesungen. Der Chor trifft sich im Kabinett, Eingang Riesaer Straße 32 links.
Zentralwerk Dresden – Kontakt und Infos
- zentralwerk.de
- Riesaer Straße 32, 01127 Dresden
- E-Mail: verein@zentralwerk.de, Telefon: 0351 20869381




