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Neugestaltung der Neuländer Straße

Seit Februar 2026 baut die Stadtentwässerung Dresden einen neuen Entwässerungskanal in der Neuländer Straße. Die Stadt will die laufenden Arbeiten nutzen, um gleichzeitig Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung umzusetzen. Am Dienstagabend stellte Jan Jähnig vom Straßen- und Tiefbauamt die Pläne im Stadtbezirksbeirat Pieschen vor. Die Baumaßnahme soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

In Höhe der Rahnstraße soll die Neuländerstraße eine sogenannte Gehwegvorstreckung bekommen. Foto: J. Frintert
In Höhe der Rahnstraße soll die Neuländerstraße eine sogenannte Gehwegvorstreckung bekommen. Foto: J. Frintert

Die Arbeiten gehören zum Projekt Industriesammler Nord im Bauabschnitt 1.3. Mit den geplanten Umbauten reagiert die Stadt auf Forderungen von Anwohnern nach mehr Verkehrsberuhigung. Durch die Verbindung mit der laufenden Kanalbaustelle können die Änderungen zügig umgesetzt werden. Ein späterer grundhafter Ausbau der Straße muss dafür nicht abgewartet werden.

Vier neue Einbauten geplant

An vier Stellen der Neuländer Straße plant die Stadt Veränderungen. In der Nähe der Einmündung Rahnstraße sowie auf Höhe des Spielplatzes entstehen Gehwegvorstreckungen. Sie dienen als barrierefreie Querungshilfen.

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Auf Höhe der Hausnummern 73 bis 75 sowie 107 bis 109 werden Fahrbahneinengungen gebaut. Zudem gestaltet die Stadt die bereits vorhandenen Querungsstellen am Baumwiesenweg barrierefrei um.

Geplante Verkehrsberuhigungsmaßnahmen auf der Neuländer Straße. Grafik: Straßen- und Tiefbauamt
Geplante Verkehrsberuhigungsmaßnahmen auf der Neuländer Straße. Grafik: Straßen- und Tiefbauamt

Wechselseitiges Parken als weitere Maßnahme

Zusätzlich plant die Stadt wechselseitiges Parken entlang der Straße. Die Parkbereiche sollen mehrfach die Straßenseite wechseln. Dadurch soll die Geschwindigkeit des Fahrzeugverkehrs weiter sinken. Die Detailplanung für diese Maßnahme läuft bereits.

Anmerkungen einer Anwohnerin und Fragen der Räte

Eine Anwohnerin fragte nach dem Parken und der Radverkehrsführung. Sie befürchtet durch das wechselseitige Parken eine größere Dooring-Gefahr — also das unerwartete Aufstoßen von Autotüren, das Radfahrende gefährdet. Jähnig erklärte, Radfahrende würden im Mischverkehr geführt; ein separater Radstreifen sei mangels Platz nicht möglich. Einen baulich hergestellten Fußweg gebe es bislang nicht, daran werde sich vorerst nichts ändern.

Jonas Schädlich (Linke) kritisierte, dass Parkplätze entstehen, aber kein Fußweg. Jähnig verwies auf fehlende Haushaltsmittel.

Jens Hänsch (Piraten) fragte nach alternativen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen. Jähnig sah dafür keinen Spielraum: Die Werkzeuge fehlten, um das gesamte Straßennetz anzupassen.

Holger Kunig (Grüne) erkundigte sich nach Baumpflanzungen. Laut Jähnig scheitert das an der schmalen Fahrbahn und der bereits dichten Baumstruktur im Umfeld.

Björn Lehninger (Team Zastrow) regte Pflanzkübel als Alternative zum alternierenden Parken an. Jähnig verwies erneut auf die Kosten.

Das Landeskriminalamt (LKA), das gemeinsam mit dem Landesamt für Verfassungsschutz seinen Sitz an der Neuländer Straße hat, meldete sich ebenfalls zu Wort. Ein Mitarbeiter informierte den Beirat, dass auf dem Gelände derzeit ein Parkdeck errichtet werde, das im Frühsommer 2027 fertiggestellt sein soll. Das werde die Parksituation im gesamten Bereich entspannen.

Die Bauarbeiten auf der Neuländer Straße sollen bis Ende 2026 umgesetzt werden. Die Kosten liegen bei rund 270.000 Euro.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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