Die Leidenschaft für das Tanzen begleitet Lisa Bruns und Carsten Trzaska seit vielen Jahren. Gemeinsam betreiben sie nebenberuflich die Tanzschule „Bachadda“. Bruns arbeitet als Ärztin, Trzaska bei der Deutschen Bahn. Besonders Salsa und lateinamerikanische Tänze begeistern sie. Vor rund zehn Jahren entdeckten sie zudem Bachata für sich. „Wir haben Bachata einfach lieben gelernt“, sagen die beiden. 
Aufbau einer Dresdner Tanz-Community
Damals besuchten sie ein- bis zweimal im Monat Bachata-Festivals. Tagsüber nahmen sie an Workshops teil, abends an Tanzpartys. Für intensive Privatstunden reisten sie sogar nach Madrid zu spezialisierten Bachata-Lehrern. Vor zehn Jahren sei die Bachata-Szene in Dresden noch klein gewesen. Das Kursangebot habe man an einer Hand abzählen können. 2018 gründeten Bruns und Trzaska schließlich „Bachadda“. Der Name verbindet Bachata mit dem Dresdner Kürzel „DD“. Seitdem bieten sie Bachata-Kurse an verschiedenen Standorten in Dresden an. Nach ihrer Einschätzung ist die Szene in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen, auch durch ihre eigene Initiative.
Flexibles Buchungssystem und Tanzpartys am Wochenende
Mit regelmäßigen Tanzpartys unter dem Titel „Noche de Bachata“ und Kursen unter der Woche entstand über die Jahre eine feste Tanzcommunity. Für die Grundlagenkurse am Donnerstag gibt es ein flexibles Buchungssystem, sodass Teilnehmer auch spontan einzelne Termine besuchen können. „Dadurch haben wir jede Woche eine neue Vielfalt an tanzbegeisterten Leuten im Studio“, erzählen die beiden. Für die Fortgeschrittenenkurse „Bachata sensual advanced“ bieten sie Fünfer- und Zehnerkarten an. Neben ihrem Studio auf der Liststraße nutzt „Bachadda“ weitere Tanzstudios in der Neustadt und in Johannstadt. „Wir sind froh, dass es mittlerweile eine aktive Bachata-Szene in Dresden gibt“, betonen die Inhaber. Gleichzeitig seien sie bei Community-Veranstaltungen auf Unterstützung angewiesen. „Es kommen immer viele Leute mit vielen Wünschen, aber helfen, das wollen die wenigsten.“

Sinnlicher Tanzstil aus der Dominikanischen Republik
Bachata ist ein lateinamerikanischer Paartanz. Die Musik verbindet Gitarrenklänge mit Bongos und weiteren Instrumenten. Seit den 1990er Jahren wird Bachata auch im Radio gespielt. Zuvor galt die Musik als verrucht und war vor allem in schwierigen sozialen Verhältnissen verbreitet. Charakteristisch für den Tanz sind Hüftschwung und Schulterbewegungen. (1) „Bachata ist ein gefühlvoller und trotzdem energiegeladener Tanzstil“, sagt Bruns. Wichtig sei die Verbindung zwischen den Tanzenden. „Denn es geht nur damit.“ Es gibt feste Grundschritte, die jedoch individuell interpretiert werden können. Beim Tanz übernimmt immer eine Person die führende Rolle als „Leader“, die andere die folgende Rolle als „Follower“. Diese Rollen seien unabhängig vom Geschlecht frei verteilbar. Der Tanz verbindet ruhige und langsame Bewegungen mit plötzlichen Figurenwechseln und dynamischen Elementen. Bruns und Trzaska unterscheiden zwischen „Bachata traditionell“ und „Bachata sensual“. Während die traditionelle Form stärker schrittbasiert ist, arbeitet Bachata sensual mit fließenden und wellenartigen Körperbewegungen. Den Grundrhythmus geben meist Bongos und die Güira vor, ein metallenes Reibeinstrument. Dazu erklingen häufig gefühlvolle Gitarrenmelodien.
(1) Quelle: www.latinsalsa.de/tanzstile/tanzschritte/Bachata/grundschritt
Bachadda
- Carsten Trzaska und Lisa Bruns
- Standorte u.a. Liststraße 8, 01127 Dresden
- Kurse am Donnerstag: Bachata Einsteigerkurs von 19.30 Uhr bis 20 Uhr, von 20 bis 20.30 Uhr Social Tanz, von 20.30 Uhr bis 22 Uhr Bachata sensual advanced
- bachadda.de sowie instagram.com/bachadda
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