Hufewiesen-Pläne jetzt öffentlich einsehbar – Adler Real Estate plant 340 Wohnungen

Das Berliner Wohnungsunternehmen Adler Real Estate will in den nächsten sechs bis sieben Jahren rund 340 Wohnungen in Trachau bauen. Sie sollen entlang der Leipziger Straße im Abschnitt zwischen Pettenkoferstraße und Hildesheimer Straße in zweiter Reihe errichtet werden. 99 Millionen Euro will das Unternehmen hier investieren. Das geht aus den Geschäftsberichten von Adler Real Estate für die ersten beiden Quartale 2019 hervor. Die Wohnbebauung wird inklusive der dazugehörenden Straßen und Plätze ein Drittel der Hufewiesen in Anspruch nehmen.

„Der weitaus größere Teil wird vom derzeitigen Eigentümer an die Landeshauptstadt Dresden veräußert und zu einem öffentlich zugänglichen Park mit Naherholungscharakter weiterentwickelt“. So steht es im Entwurf zum „Bebauungsplan Nr. 3028, Dresden-Trachau Nr. 6, Hufewiesen Alttrachau“, der heute von der Stadt veröffentlicht wurde und dessen detaillierte Planungen nun alle einsehen können.

„Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes wird im westlichen Teil des Plangebietes eine Abrundung der vorhandenen offenen Blockrandbebauung entlang der Leipziger Straße angestrebt. Die bestehenden Straßenabschnitte Hildesheimer Straße, Veteranen- und Jubiläumsstraße werden aufgenommen und fortgeführt“, heißt es in dem Planungsdokument, das das Ergebnis einer längeren Abstimmung zwischen der Stadt und den Bauplänen der Adler Real Estate ist. Dazu gehöre auch ein Anteil „für den mietpreisgebundenen Wohnraum“. Die Größenordnung wird in den Planungsunterlagen noch nicht genannt.

Für die Gestaltung des öffentlichen Grüns in eine breite Bürgerbeteiligung geplant. Foto: W. Schenk

Nähere Auskünfte gibt es dagegen zur künftigen Anordnung der Wohnhäuser. Vorgesehen sind „zwei Blöcke mit hausweiser Parzellierung in geschlossener Bauweise“ mit Durchgängen und Lücken zur Parkseite. „Die im Durchschnitt viergeschossige Blockrandbebauung wird in Teilen zur Akzentuierung wichtiger städtebaulicher Platzsituationen um ein Geschoss erhöht, oder zur Hofbelichtung um ein Geschoss reduziert. Die Einzelbaukörper am unmittelbaren Parkrand sind hauptsächlich dreigeschossig geplant“, heißt es im der Beschreibung.

Im Norden der Hufewiesen, nahe am Haltepunkt Trachau, sind Gewerbeflächen geplant.

Auf acht Hektar – die gesamte Fläche ist zwölf Hektar groß – wird „eine Art Landschaftspark entstehen“. Für dessen Gestaltung ist eine breite Bürgerbeteiligung vorgesehen. Den Auftakt dafür bildet eine Informationsveranstaltung am 22. November 2019. Die Planungsunterlagenn verweisen auf den besonderen Status der Grünfläche. „Auf Grund ihrer flächenmäßigen Ausdehnung ist sie für Freizeitaktivitäten besonders geeignet und wird entsprechend von der Bevölkerung angenommen werden. Grünflächen dieser Ausdehnung und Qualität sind erst wieder in relativ weiter Entfernung am Elbufer oder in der Dresdner Heide zu finden. Im überwiegend dicht bebauten, umgebenden Siedlungsraum nimmt dieser unbebaute Bereich eine Sonderrolle ein.“

Bis zum 20. Dezember liegt der Bebauungsplan 3028 nun öffentlich aus und kann sowohl im Internet als auch im World Trade Center eingesehen werden. Dort ist auch erklärt, wie die Stellungnahmen zu den Plänen abgegeben werden können. Pieschens Stadträtin Kati Bischoffberger (Grüne) war an der Ausarbeitung des Kompromisses mit den Bauherren aus Berlin beteiligt. „Bis jetzt war die Zusammenarbeit zwischen Stadtrat, Umweltamt, Stadtplanungsamt, Investor und Bürger*innen von einem konstruktiven Miteinander geprägt. Das erste Überfliegen der Pläne macht mich hoffnungsfroh. Sie entsprechen den ausgehandelten Vorstellungen“, kommentierte sie heute die Planungsunterlagen. „Die Idee, das am Trachauer S-Bahnhof geplante Parkhaus als „Park and Ride“-Parkplatz zu nutzen, überrascht mich freudig“, fügte sie hinzu.

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2 Meinungen zu “Hufewiesen-Pläne jetzt öffentlich einsehbar – Adler Real Estate plant 340 Wohnungen

  1. Also wieder Grünfläche roden.
    Und wie ich die einschätze werden für die 340 Wohnungen höchstens 200 Parkplätze gebaut werden, weil braucht ja keiner einen 🙁

  2. grünlandlaudator nepumuk 6. November 2019 at 17:34 -

    Cool, da kann man von der Tiefgarage die 100m bis zum Parkhaus am S-Bahn-Halt „kfz-flanieren“. Dabei sind 200 Kfz-Plätze schon ca. 190 zuviel, da im Zuge der „Digitalisierung und KI“ etc., also dem bestmöglichen Ersatz der verlängerten „sächsischen Werkbank“ durch Robotik in Ost/Fernost, wir dann unser mühsam ergammeltes bed.loses Grundeinkommen viel lieber per Fahrrad umherspazieren fahren.

    Ansonsten hübsches Postplatz-Quartier (wohl kulka’scher Nackschheit), gut daß die heutigen illegalen Party-, Müll- und Campierstellen im Unterholz auf der Baufläche liegen. Aber warum nur fünfgeschossig? Schon mit ca. 800 Neuanwohnern und Neutramplern wird dem Rest der Hufe der finale Pferdetritt verpaßt. Die Fake-Beteiligung zum B-Plan ist wurscht, eher stört mich das Geeier um die Naturfläche. Es sollte Natur(schutz)fläche bleiben – möglichst ohne Nutzansprüche des menschlichen Drumrum.

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