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Botanische Führung über den Heidefriedhof – Baumkönigin zeigt Flatterulme

Eine botanische Führung über den Heidefriedhof erinnert am kommenden Sonntag an den Tag des Baumes. Dieser Tag will weltweit die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft ins Bewusstsein rücken und wird seit 1952 auch in Deutschland begangen. Die deutsche Baumkönigin 2019, Caroline Hensel, wird den Rundgang begleiten und Wissenswertes über den Baum des Jahres, die Flatterulme, berichten, heißt es in der Ankündigung aus dem Rathaus. „Wir haben im vergangenen Herbst eine Flatterulme gepflanzt“, sagte Friedhofsleiter Mario Fischer. Etwa anderthalb Stunden werde die Führung dauern, meinte er und fügt hinzu. „Die Wege sind lang, die Besucher meist sehr interessiert und es gibt viel zu erzählen.“ Gemeinsam mit dem Baumsachverständigen Rolf Brinkel wird Fischer die Pflanzengemeinschaft auf dem Heidefriedhof und deren Standortbedingungen erläutern.

Rolf Brinkel

Baumsachverständiger Rolf Brinkel steht als Gesprächspartner zur Verfügung. Foto: dresden.de

Die „Baum des Jahres Stiftung“ hatte Ende 2018 die Flatterulme zum Baum des Jahres 2019 erklärt. „Wer die buschigen Blüten der Flatter-Ulme einmal im Wind hat tanzen sehen, weiß woher die Art ihren Namen hat“, sagte Baumkönigin Caroline Hensel bei der Ausrufung im Berliner Zoo. „Wir brauchen Baumarten, die den Herausforderungen klimatischer Veränderungen gewachsen sind.“ Die Flatterulme könne bei der Revitalisierung von Bach- und Flussauen eine entscheidende Rolle einnehmen. Für Arten, die auf Ulmen angewiesen sind, sei die Flatter-Ulme zudem ein regelrechtes Rettungsfloß. Auch im urbanen Bereich gebe es geeignete Standorte, auf denen der Baum des Jahres 2019 als widerstandsfähiger, attraktiver Stadtbaum punkten könne. Viele Parks würden über Seen und wassergeprägte Bereiche, die ein geeignetes Biotop darstellen, verfügen. „ Nach Jahrhunderten der Lebensraumzerstörung ist es Zeit, die Flatter-Ulme neu ins Bewusstsein von Städteplanern und Forstleuten zu holen“, betonte Hensel.

Ein ganz besondere Flatterulme können Interessierte in Übigau bestaunen. Darauf verwies Stadtteilhistoriker Klaus Brendler und er schreibt.

Flatter-Ulme in Altübigau

Die Flatterulme in Altübigau ist ein Naturdenkmal. Foto: Brückner/Pieschen

„Die zwanzig Meter hohe und mit noch anderen Bäumen am 6. März 1868 auf dem historischen Dorfkern des Dresdner Stadtteils Übigau gepflanzte Flatterulme wurde vor zehn Jahren ihrer ‚Seltenheit und besonderen Ausprägung‘ wegen zum Naturdenkmal ernannt. Sie gehört damit zu den etwa fünfzig Einzelbäumen und Großsträuchern sowie den dreizehn Alleen und Baumreihen, die in der Stadt unter Naturschutz stehen.“

Service:

WAS: Botanische Führung über den Heidefriedhof
WANN: Sonntag, 28. April, 10.30 Uhr
WO: Heidefriedhof, Moritzburger Landstraße 299, Treffpunkt: Haupteingang
WIEVIEL: kostenfrei

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