Der Stadtbezirksbeirat Pieschen kam am Dienstag, 14. April 2026, zu seiner 21. Sitzung zusammen. Die Marathon-Sitzung begann um 18 Uhr und endete erst kurz vor Mitternacht. Neben zahlreichen Projektförderungen stand auch das Gelände am Alten Leipziger Bahnhof auf der Tagesordnung. 
Kinder- und Jugendbeteiligung auf der Tagesordnung
Die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Dresden, Anke Lietzmann, stellte den Handlungsleitfaden zur Kinder- und Jugendbeteiligung auf Stadtbezirksebene vor. Dies gibt es als Modellprojekt in Blasewitz und der Neustadt. Dabei können sich junge Menschen aktiv mit ihren Ideen und Vorstellungen in ihrem Stadtraum einbringen. Um mehr solche Möglichkeiten auch in anderen Stadtbezirken zu schaffen, hat die Stadt einen Handlungsleitfaden herausgegeben: „Politik zum Anfassen“ – weitere Informationen dazu auf dresden.de/kinderbeteiligung.
Holger Kunig (Grüne) fragte nach einer Vision der Beteiligung. Lietzmann: „Unsere Vision ist es, Kinder und Jugendliche so oft wie möglich einzubeziehen, das könnte auf Stadtbezirksgröße auch ein Kinderparlament sein.“ Rolf Poppe (AfD): „Es gibt den Buga-Ausschuss, sind Sie dort mit integriert? Beziehen Sie die Schulen in Ihre Arbeit mit ein?“ Lietzmann: „Ja, wir sprechen die Schulen an.“ In dem Buga-Ausschuss sei sie zwar nicht integriert, würde aber regelmäßig informiert.
Grundstück der ehemaligen Kita an der Weinbergstraße
Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen will verschiedene Liegenschaften in das Eigentum der Stadt Dresden überführen. Im Stadtbezirk Pieschen betrifft das die Liegenschaft Weinbergstraße 2 in Trachenberge. Das Flurstück mit einer Fläche von 11.988 Quadratmetern wird mit einem Verkehrswert in Höhe von
2.160.000 Euro aus dem Sondervermögen des Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen herausgelöst. Für das Objekt besteht kein kommunaler Eigenbedarf und kein Entwicklungsinteresse. Es soll deshalb umgehend meistbietend zum Verkauf ausgeschrieben werden. Die Stadtbezirksbeiräte stimmten der Vorlage mit 13 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen und drei Gegenstimmen zu.
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Bebauungspläne am Alten Leipziger Bahnhof
Es geht um den rund 27 Hektar großen Bereich zwischen Leipziger und Hansastraße. Vor rund zwei Jahrzehnten hat die Deutsche Bahn dort den Betrieb als Güterbahnhof eingestellt. Danach wollte Globus auf dem Gelände einen Einkaufsmarkt errichten. Diese Pläne fanden in der Stadt keine Zustimmung. Aktuell verhandelt die Stadtverwaltung immer noch über eine Austauschfläche. Im März 2024 wurde der Siegerentwurf eines städtebaulichen Wettbewerbs vorgestellt (Pieschen-Aktuell vom 20. März 2024). Die Lage auf dem Grundstück ist kompliziert. Es gibt insgesamt zwölf Eigentümer, kein städtisches Eigentum. Für die Gestaltung wurde ein breites Beteiligungsverfahren durchgeführt, mit Begleitgruppen aus Politik und Zivilgesellschaft. Seit der Präsentation des Siegerentwurfs wurden vom Stadtplanungsamt die Bebauungspläne vorbereitet, Gespräche mit den Eigentümern und der Deutschen Bahn geführt und die Planungen entsprechend überarbeitet. Im Juni soll es eine weitere Info-Veranstaltung geben. 
Heidi Geiler (Grüne): „In welcher Art und Weise ist die weitere Beteiligung geplant und wie sind die Zeitpläne, gibt es Pläne, die Hanse 3 und den Gedenkort zu erwerben?“ Christina Eppers vom Stadtplanungsamt erläuterte: „Es gibt zum einen die Info-Veranstaltung im Juni, außerdem kann man Stellungnahmen abgeben. Später soll die Begleitgruppe wieder zusammenkommen.“ Stefan Patschger ebenfalls vom Stadtplanungsamt ergänzte: „Die Stadt bemüht sich um eine Einigung mit Globus. Konkreter lässt sich das aktuell noch nicht sagen.“
Jens Hänsch (Piraten): „Wie weit sind die Einigungen im Bereich Nord?“ Patschger: „Das wird parallel zu den Bebauungsplanverfahren abgestimmt. Jetzt brauchen wir erst einmal den Beschluss, um den politischen Willen zu verdeutlichen.“ Hänsch: „Wann könnten denn da Gebäude stehen?“ Patschger: „Nach dem Beschluss dauert es mindestens drei Jahre bis zum Abschluss der ersten Planungen.“
Pia Barkow (Linke): „Wie wird mit Lautstärke und der Kulturspange umgegangen?“ Zur Erläuterung: Im nördlichen Bereich zur Erfurter Straße hin ist überwiegend Wohnbebauung geplant. Daran angrenzend im Süden soll die sogenannte Kulturspange mit den Eventlocations rund um den Alten Schlachthof bestehen bleiben. Patschger: „Wir haben uns für den Entwurf mit den meisten Freiräumen entschieden, man kann das durch Zuordnung der Nutzungen regeln, an lärmintensiveren Flächen wird dann eher Gewerbe, an ruhigeren Stellen Wohnen platziert.“
Rolf Poppe (AfD) wollte wissen, wie viel Geld bereits in das gesamte Projekt geflossen sei. Dies sei ein Fass ohne Boden und die Umsetzbarkeit stehe auf sehr wackligen Füßen. Eine Lösung werde man nur finden, wenn man den Eigentümern Klarheit geben könne. Patschger: „Bei so einem zentralen wichtigen Standort ist das komplexe Verfahren durchaus gerechtfertigt, um ein demokratisches Ergebnis zu erzielen, das alle Interessen bestmöglich berücksichtigt.“ Die privaten Eigentümer würden sich intensiv an den Planungen beteiligen, so der Stadtplaner.
Jonas Schädlich (Linke): „Was ist mit dem Wagenplatz und dem Puschkin?“ Patschger: „Der Wagenplatz soll integriert werden, der Plan ist, auch den Club Puschkin im Gebiet zu halten.“ In einem Ergänzungsantrag regten Jens Hänsch (Piraten) und Rebecca Overmeyer (SPD) an, dass die Ergebnisse des Wettbewerbsverfahrens weiter zu qualifizieren sind, dabei unter anderem der „Grüne Boulevard“ zu stärken sei. Mit 14 Ja-Stimmen und fünf Enthaltungen wurde der Ergänzungsantrag angenommen, die gesamte Vorlage für den Bereich Nord wurde mit 13 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen angenommen, im Bereich Süd stimmten elf Räte bei sieben Gegenstimmen und einer Enthaltung zu.
Zwei Bauvoranfragen Mickten
Es geht um zwei Neubauprojekte zwischen der Sternstraße bzw. An der Flutrinne und der Flößerstraße. In beiden Fällen soll der erst kürzlich von der Bundesregierung beschlossene Bauturbo zum Einsatz kommen. Es gibt schon ein älteres Planungsrecht, das umgeschrieben werden soll. Geplant sind Mehrfamilienhäuser in Form einer Blockrandbebauung. Im westlichen Projekt soll auf 29.000 Quadratmetern Wohnraum entstehen, davon 2.530 Quadratmeter geförderter Wohnungsbau. Der jetzige Bauherr will im Vergleich zur Planung von 2001 mehr Wohnungen bauen und den Bereich Dienstleistung und Handel reduzieren. Damit passt er sich an die benachbarten Neubaugebiete an. Außerdem sollen mehr Etagen entstehen, auch dabei orientiert sich das Projekt an den Nachbarquartieren. Geplant sind Häuser mit maximal sieben Geschossen. Ähnlich sieht es bei der östlichen Fläche aus, dort sollen 22.500 Quadratmeter entstehen, davon 1.410 Quadratmeter geförderter Wohnungsbau. 
In beiden Fällen wird es einen städtebaulichen Vertrag geben, der den Anteil Wohnnutzung, Dienstleistung, Handel, Verpflichtung eines Anteils an gefördertem, mietpreis- und belegungsgebundenem Mietwohnraum und die Berücksichtigung der Gestaltungskommission festlegt.
Der Investor ist die Haspa Peb, eine Tochter der Hamburger Sparkasse, bauen wird die Otto Wulff GmbH, ein Hamburger Bauunternehmen. Geplant sind seniorengerechte Wohnungen, Mietwohnungen und Eigentumswohnungen. Daniel Josten, Projektentwickler bei Otto Wulff, ist zuversichtlich, im April 2027 den Bauantrag einzureichen und hofft, dass Ende des Jahres eine Baugenehmigung vorliegt. 2029 könnten dann die ersten Wohnungen fertig sein.
Pia Barkoww (Linke): „Wie viele Sozialwohnungen werden das und wie sieht es mit dem Anteil an barrierefreien Wohnungen aus?“ Außerdem fragte sie, ob der Investor etwas an die Stadt zurückgeben könne, da er nun mit dem Bauturbo Geld und Zeit sparen könne. Josten: „Es werden insgesamt etwa 50 bis 60 geförderte Wohnungen, die Ausgestaltung richtet sich nach der Förderlinie, das können bis zu 4-Raum-Wohnungen sein.“ Bezüglich barrierefreier Wohnungen erklärte er, dass der Planungsstand noch nicht soweit fortgeschritten sei. Anette Theiß vom Stadtplanungsamt erläuterte, dass der Vorplatz zwar keine öffentliche Fläche, aber begehbar und benutzbar für die Öffentlichkeit sei.
Uwe Sochor (SPD): „Bleiben Sie Eigentümer?“ Nein, sagte Josten, wir entwickeln nur. Sophia Jansen (Grüne): „Wird auch Wohnraum im Erdgeschoss geplant, ist eine Fassadenbegrünung vorgesehen?“ Theiß: „Wir haben es in dem Gebiet mit Hochwasser zu tun, das heißt, das Erdgeschoss ist schon etwas höher.“ Fassadenbegrünung soll berücksichtigt werden. Benjamin Kemper (CDU): „Was bringt der Bauturbo?“ – Theiß: „Früher hätte man die Abweichungen über einen neuen Bebauungsplan mit drei bis vier Jahren geregelt. Jetzt ist es so, wenn der Antrag eingereicht wird, müssen wir innerhalb von drei Monaten entscheiden. Wenn sich der Stadtrat nicht bis Ende April entscheidet, dann wäre die Zustimmung erteilt.“
Jonas Schädlich (Linke): „Können Sie abschätzen, was das für die Kosten bedeutet? Immerhin geht es jetzt schneller. Wie werden denn die künftigen Mietpreise aussehen?“ Josten: „Das lässt sich jetzt noch nicht sagen, auch nicht, was spätere Eigentümer an Miete verlangen werden.“
Rebecca Overmeyer (SPD): „Wie sieht es mit intensiver Dachbegrünung aus?“ Josten: „Wir berücksichtigen das im Verfahren, aber so konkret ist das noch nicht.“ Theiß: „Sie können heute schon deutliche Unterschiede zu Planungen aus den 90ern sehen. Das wird mitgedacht, aber wir haben hier einen alten Bebauungsplan. Wir werden sehen, wie das in dem Fall entwickelt wird.“
Pia Barkow (Linke) reichte einen Ergänzungsantrag ein, um zu bewirken, dass es für die Einsparungen durch den Bauturbo einen Benefit für die Dresdner Bevölkerung geben solle. Theiß: „Der Vertrag zwischen Investor und Stadt steht schon, der Stadtrat kann dem nur gesamt oder gar nicht zustimmen.“ Der Ergänzungsantrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Gesamtvorlage erhielt eine deutliche Mehrheit von 16 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme.
Zwei Bäume für die Döbelner Straße
Susann Richter vom Amt für Stadtgrün stellte das Projekt vor. An der Döbelner Straße, Ecke Trachauer Heideweg, sollen zwei Hopfenbuchen gepflanzt werden. Für die Pflanzung wären rund 15.000 Euro aus dem Budget des Stadtbezirksbeirates Pieschen für das Jahr 2026 nötig. Die Mittel decken Planung, Bodengutachten, Bauleistungen sowie Pflegekosten ab. Die Pflege umfasst drei Jahre Anwuchs- und Entwicklungspflege sowie weitere sieben Jahre Jungbaumpflege.
Die Hopfenbuche wird 10 bis 15 Meter hoch und bildet eine bis zu 12 Meter breite Krone aus. Die Idee zur Baumpflanzung kam aus der Nachbarschaft, Benjamin Kemper (CDU) hatte das in einen Vorschlag des Stadtbezirksbeirates eingebracht. Die Räte stimmten geschlossen für die Vorlage.
Nola Note – eine Reise um die Welt.
Christine Mädler und Daniel Scheufler stellten das Projekt der Musikschule „Goldenes Lamm“ vor. Es richtet sich an Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Es vermittelt Musik spielerisch in Verbindung mit Theater und Tanz. Zentrale Figur ist „Nola Note“, die Kinder mit Geschichten und Liedern an Musik heranführt. Von Februar bis Juni 2026 arbeiten rund 150 Schülerinnen und Schüler an der Umsetzung. Höhepunkt sind Aufführungen Ende Juni. Ergänzend gibt es ein Instrumentenkarussell und Schnupperstunden. Ziel ist der Zugang zu kultureller Bildung trotz der Kürzungen. Veranstaltungsort ist die Leipziger Straße 220 in Dresden. Es wird eine Förderung in Höhe von 6.000 Euro beantragt. Weitere Infos zu dem Projekt: www.msgl.de
Tino Jasef (Freie Wähler): „Wie steht es denn generell um die Musikschule?“ Scheufler: „Es gab eine große Solidaritätskampagne, die hat geholfen. Außerdem gibt es inzwischen eine Möglichkeit, mit Honorarkräften zu arbeiten.“ Heidi Geiler (Grüne): „Wie ist die Kapazität, wie ist die Religionspädagogik ausgerichtet?“ Scheufler: „Nola Note ist eine weltanschaulich neutrale Ausrichtung, wir haben um die 500 Plätze.“ Die Förderung wurde einstimmig angenommen.
Neue Fenster fürs Bootshaus
Den SV TuR gibt es seit fast 80 Jahren. Der Verein plant die Erneuerung der Fenster im Bootshaus an der Scharfenberger Straße in Übigau. Betroffen sind Erdgeschoss, Obergeschoss und das Treppenhaus. Die bestehenden Holz-Verbundfenster stammen aus dem Jahr 1973 und sind stark verschlissen. Sie sind energetisch unzureichend und undicht. Künftig sind dreiteilige Fenster mit mittiger Dreh-Kipp-Öffnung vorgesehen. Die inneren Fensterbänke erneuert der Verein selbst. Das historische Mosaikfenster im Treppenhaus bleibt erhalten. Es zeigt Kanuten und einen Fisch. Zum Schutz ist ein innenliegendes Fenster geplant. Die Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit der Stadt Dresden als Eigentümerin. Der Verein beantragt eine Förderung von 19.000 Euro. Einstimmig angenommen. 
Trachenfest
Das Trachenfest in Dresden-Trachau findet seit 2012 jährlich statt, in diesem Jahr ist es für den 9. Mai geplant. Veranstalter ist der Verein Hufewiesen Trachau e.V. Die Veranstaltung zieht rund 1.500 bis 2.000 Besucher an und gilt als fester Bestandteil im Stadtbezirk Pieschen. Im Mittelpunkt stehen familienfreundliche Angebote und regionales Handwerk. Höhepunkt ist die Trachenparade, bei der Kinder eigene Modelle präsentieren. Das Fest verzichtet auf Eintritt, Alkohol und große Anbieter. So bleibt es niedrigschwellig. Es fördert Begegnung, stärkt den sozialen Zusammenhalt und unterstützt die Identifikation mit dem Stadtteil. Beantragt ist eine Förderung in Höhe von 8.270 Euro. Benjamin Kemper (CDU) gab zu bedenken, dass das für ein 6-Stunden-Fest eine ziemlich hohe Förderung sei. Sophia Jansen (Grüne) sagte, dass es schon wichtig sei, gerade ein solch etabliertes Fest zu fördern. Mit neun Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen angenommen. Jens Hänsch (Piraten), der den Antrag vorstellte, nahm nicht an der Abstimmung teil. 
Offenes Werk – eurOMA und eurOPA
Am 10. Mai 2026 soll im Zentralwerk Dresden-Pieschen das „Offene Werk – eurOMA und eurOPA“ stattfinden. Die Veranstaltung will den Austausch zwischen Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren fördern. Ziel ist die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements und die Anerkennung der Beteiligten. Künstlerinnen und Künstler leiten Workshops und erhalten Honorare. Im Mittelpunkt steht gemeinsames Gestalten von Stadtteilgeschichte. Ein Indoor-Trödelmarkt erinnert an den früheren Eurobasar. Bewohnerinnen und Bewohner gestalten Stände und kreative Beiträge. Das Angebot umfasst Kunstaktionen, Schreiben, Musik und weitere Mitmachformate. Beantragt ist eine Förderung in Höhe von 5.400 Euro. Die Räte stimmten mit knapper Mehrheit von neun zu acht Stimmen für die Förderung.
Instandsetzungsmaßnahme im Eingangsbereich des Kinder- und Jugendhauses Emmers
Das Kinder- und Jugendhaus Emmers in Dresden-Pieschen ist eine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Täglich nutzen bis zu 50 junge Menschen im Alter von 8 bis 27 Jahren die Angebote. Dazu zählen Projekte wie Hip-Hop, Musik, Zirkus, Capoeira sowie Werkstätten und ein offener Treff. Das Gebäude wurde 2004 und 2005 saniert. Nun sind Instandhaltungsmaßnahmen nötig. Im Eingangsbereich ist ein Sandsteinelement gerissen und muss ersetzt werden. Auch die verwitterte Holztür wird aufgearbeitet. Ziel ist der sichere Zugang und der Erhalt der historischen Fassade. Die Räte stimmten bei einer Enthaltung der Förderung in Höhe von 4.259,58 Euro zu.
Kommunaler Wärmeplan
Stadtbezirksamtsleiter Thomas Grundmann erläuterte, dass sich seit der Vorstellung im Oktober 2025 kaum etwas verändert habe. Die Räte stimmten der Vorlage mit 14-Ja-Stimmen und drei Enthaltungen zu.
Haushaltssatzung
Der aktuell genehmigte Haushalt der Stadt reicht nicht aus. Zwischenzeitlich wurde eine Haushaltssperre verhängt. Die finanzielle Situation der Stadt ist schlecht, vor allem durch gestiegene Sozialleistungen bei gleichzeitigem Rückgang der Zuweisungen durch das Land. Nun gibt es einen sogenannten Nachtragshaushalt. Mehr Details dazu im Ratsinformationssystem der Stadt Dresden. Auf Seite 42 der 236 Seiten starken Vorlage geht es um die Reduzierung der Stadtbezirksmittel. Bisher war das Budget aufgrund der Haushaltssperre um 50 Prozent reduziert, falls die Haushaltssatzung so beschlossen wird, fällt die Reduzierung etwas geringer aus, nur um 27 Prozent. Damit würden für das Jahr 2026 statt rund 245.000 Euro ca. 358.000 Euro zur Verfügung stehen. Auch gekürzt wird das Budget für Ordnung und Sauberkeit von 160.000 Euro auf 145.000 Euro, die Aufwendungen der Verwaltungen sollen um 20.300 Euro gekürzt werden und das Budget für Alters- und Ehejubiläen um 5.000 Euro.
Ergänzungsantrag Jens Hänsch (Piraten): Der Stadtbezirksbeirat fordert, wie ursprünglich geplant, auf 9 Euro festzusetzen. „Bei uns bringen die Förderungen sehr viel, im Vergleich zum Gesamthaushalt der Stadt ist das aber ein verschwindend geringer Anteil. Außerdem ist es unfair, da bei den Ortschaften nicht gekürzt wird.“ Uwe Sochor (SPD): „Was passiert, wenn wir das beschließen?“ Thomas Grundmann: „Das dient der Meinungsbildung des Stadtrates, der muss dann entscheiden.“ Kemper (CDU): Ich kann das nicht unterstützen. Sophia Jansen (Grüne): „Wir müssen auch ein Zeichen setzen.“ Ergänzungsantrag mit neun zu vier Stimmen bei vier Enthaltungen angenommen. Die Gesamtvorlage wurde dann auch mit neun zu vier zu vier angenommen.
Straßenreinigung
Die Räte stimmten der Vorlage der Stadtverwaltung geschlossen zu. Details im Ratsinformationssystem der Stadt Dresden.
Stadtbezirksbeirat Pieschen
- Sitzung am 14. April 2026: Tagesordnung, alle Dokumente, Abstimmungsergebnisse (nach der Sitzung)
- Stadtbezirksbeirat Pieschen – Mandatsträger, Vertreter, Sitzungen
- Alle Infos aus dem Stadtbezirksbeirat Pieschen im Dossier „Stadtbezirksbeirat“.
Berichte aus dem Stadtbezirksbeirat Pieschen – eine Leistung der Redaktion von Pieschen Aktuell im Auftrag des Stadtbezirksamtes Pieschen der Landeshauptstadt Dresden.




