Thema: Wahlen 2014

CDU-Spitzenkandidaten für Stadtrat

CDU Dresden hat 82 Kandidaten für Stadtratswahl bestimmt

Die Dresdner CDU hat am Sonnabend ihr Personal für die Wahl zum Stadtrat 2014 nominiert. Unter den 82 gewählten CDU-Mitgliedern sind 25 Frauen. Der Ortsvorsteher von Schönfeld-Weißig, Hans-Joachim Behr, ist als einziger Bewerber mit 35 Prozent der Stimmen durchgefallen und trat zu einem möglichen zweiten Wahlgang nicht mehr an.

„Mit unseren Spitzenkandidaten Angela Malberg, Gunter Thiele, Christa Müller, Steffen Kaden, Peter Krüger, Klaus-Dieter Rentsch, Dietmar Hassler, Anke Wagner, Ingo Flemming, und Jan Donhauser setzen wir zum einen auf die Erfahrung langjähriger Stadträte und zum anderen mit Veit Böhm (Pieschen) und Gottfried Ecke (Klotzsche) auf neue Köpfe. Gerade Gottfried Ecke wird als jetziger Ortsamtsleiter von Klotzsche und Pieschen einen großen Erfahrungsschatz in die neue Fraktion einbringen können“, zeigte sich Kreisvorsitzender Christian Hartmann zufrieden mit dem Wahlergebnis. Auch auf den meist aussichtsreichen zweiten Listenplätzen hätten sich die CDU-Mitglieder für eine Mischung aus bewährten und neuen Köpfen entschieden. So stellen sich mit Georg Böhme-Korn (Mockritz/Plauen), Helfried Reuther (Gruna/Seidnitz) und vier weiteren Stadträten ebenso sechs neue Kandidaten, darunter Daniela Walter (Loschwitz/Schönfeld-Weißig), Heike Ahnert (Leuben/Laubegast/Zschachwitz) und Annett Grundmann (Plauen/Gorbitz) im Mai 2014 zur Wahl .

Hartmann erläuterte den rund 180 Delegierten auf der Messe Dresden den Entwurf des Kommunalwahlprogramms. Eckpunkte wie stabile Grund- und Gewerbesteuern, ein neues Wohnkonzept, ein Tourismus-Masterplan, Neubau und Ausbau von Schulen, Ausbau von Breitbandzugängen und WLAN-Zonen in der Stadt, Förderung der Gründerkultur im Technologiesektor und der Kreativwirtschaft sollen in den kommenden Monaten in den Ortsverbänden und öffentlich diskutiert werden. Zum Streit um die Hafen-City bezog Hartmann klare Position: „Die CDU Dresden unterstützt den Bau der Hafen-City als neuen Stadtteil von Dresden. Hochwasserschutz und Wohnen an der Elbe schließen sich nicht aus, auch nicht in Dresden.“  Das Wahlprogramm für die Jahre 2014 bis 2019 will die Union am 21. März auf einem Parteitag verabschieden.

Die Delegierten hatten sich für die Auswahl ihrer Bewerber viel Zeit genommen. Jeder der 82 Kandidaten stellte sich kurz vor. In wenigen Fällen gab es Konkurrenz um die Listenplätze – so in den Wahlkreisen Altstadt und Gruna/Seidnitz. Im Altstadt-Wahlkreis wollte Joachim Stübner den auf Platz 2 gesetzten Hans-Joachim Brauns verdrängen, scheiterte aber in der Kampfabstimmung mit 86 zu 67 Stimmen. Stübner droht mit Listenplatz 3 das Aus im Stadtrat. Brauns war vom CDU-Kreisvorstand für die Altstadt-Liste vorgeschlagen worden, nachdem er in Schönfeld-Weißig nicht nominiert worden war. Im Wahlkreis Gruna/Seidnitz verdrängte Michael Heidrich Andreas Atzenbeck von Platz 3 auf Platz 4.

Für einen Paukenschlag sorgte die Abstimmung über die Kandidaten im Wahlkreis 5 (Loschwitz/Schönfeld-Weißig). Der auf Platz 2 gesetzte Hans-Jürgen Behr erhielt nur 35 Prozent der Stimmen und erklärte, dass er auf einen zweiten Wahlgang verzichte. Behr war in die Kritik geraten, nachdem unter einem Kita-Neubau illegal entsorgter Asbest gefunden wurde. Behr, der Geschäftsführer der Baufirma war, bestritt, von dem Asbest gewusst zu haben. Die Grünen hatten seine Suspendierung als Ortsvorsteher gefordert. Auf den Platz von Behr rückte Daniela Walter in der Liste vor, auf Platz 3 wurde Hermann Kulzer neu aufgestellt. Dagegen hatten die Delegierten keine Einwände mehr und stimmten zu. Alle Abstimmungen fanden in geheimer Wahl statt. Die Reihenfolge der Wahlkreise für die Abstimmung wurde nach dem Zufallsprinzip bestimmt – Glücksfee an der Lostrommel war Oberbürgermeisterin Helma Orosz.

Der Vorsitzende der Stadtratsfraktion, Georg Böhme-Korn, will auf jeden Fall auch als Pensionär im Stadtrat bleiben. „Die Arbeit macht viel Spaß. Inzwischen besitzt man so viel Hintergrundwissen, das ist kaum zu überbieten“, sagte er im Gespräch. „Wie können wir die Stadtwerke sicher durch die Energiewende bringen“, sei zum Beispiel eine der besonders reizvollen strategischen Herausforderungen. Als Ruheständler hätte er in zwei Jahren viel mehr Zeit für die Stadtratsarbeit und wolle diese gern investieren. Mit rund 70 Prozent der Stimmen setzte die Parteibasis Böhme-Korn erneut auf die Kandidatenliste für die Stadtratswahl.

Die CDU ist im Dresdner Stadtrat mit 23 Sitzen derzeit die größte Fraktion. Die Wahlen zum Stadtrat finden am 25. Mai 2014 statt.

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