In der Nacht zum Sonntag ist die Feuerwehr zu einem Brand in einem ehemaligen Industriegebäude an der Kötzschenbroder Straße in Mickten ausgerückt. Das viergeschossige Gebäude wird unter anderem von mehreren Kunst-Ateliers genutzt. 
Die Feuerwehr und der Rettungsdienst wurden um 0.20 Uhr alarmiert. Zunächst hieß es, vor Ort sei kein Brand feststellbar. Beim Eintreffen des ersten Führungsdienstes zeigte sich jedoch eine deutliche Rauchentwicklung im Treppenraum des ersten Obergeschosses.
Ein Nutzer des Gebäudes berichtete den Einsatzkräften, dass er zuvor erstmals in diesem Jahr einen Kamin in Betrieb genommen hatte. Da der Brandherd zunächst unklar blieb und sich der Rauch im Gebäude ausbreitete, forderte die Feuerwehr weitere Kräfte an.
Brand in Zwischendecke entdeckt
Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz in das Gebäude. Sie suchten nach Personen, kontrollierten die Etagen und suchten nach dem Brandherd. Wegen des umfangreichen Atemschutzeinsatzes brachte die Feuerwehr zusätzliche Atemschutztechnik zur Einsatzstelle.
Gegen 1.13 Uhr fanden die Einsatzkräfte den Brand in einer Zwischendecke zwischen dem ersten und zweiten Obergeschoss. Dort schwelte ein etwa 20 mal 20 Zentimeter starker Holzbalken direkt neben dem Schornstein. Die Hitze hatte den Balken bereits erheblich beschädigt.
Die Feuerwehr löschte den Schwelbrand mit einem Strahlrohr. Anschließend kontrollierte sie sämtliche Etagen und Räume. Auch den Schornsteinschacht überprüften die Einsatzkräfte. Weitere Brandstellen fanden sie nicht.
Zwei Personen untersucht
Zwei Personen befanden sich bereits außerhalb des Gebäudes. Der Rettungsdienst untersuchte sie. Hinweise auf eine Rauchgasvergiftung gab es nicht. Ein Transport ins Krankenhaus war nicht erforderlich.
Der Brandrauch hatte sich bis in das zweite Obergeschoss ausgebreitet. Deshalb belüftete die Feuerwehr das Gebäude. Für die Kontrolle aller Bereiche mussten die Einsatzkräfte mehrere verschlossene Türen gewaltsam öffnen.
Anschließend führte die Feuerwehr Schadstoffmessungen in allen Etagen durch. Nach der Belüftung stellte sie keine erhöhten Schadstoffkonzentrationen mehr fest.
Während des Einsatzes kam es auf der Sternstraße zeitweise zu Behinderungen des Straßenbahnverkehrs. Insgesamt waren 62 Einsatzkräfte vor Ort. Sie kamen von den Feuer- und Rettungswachen Albertstadt, Übigau, Löbtau und Altstadt. Der Einsatz endete gegen 2.53 Uhr.




