Bei tropischen Temperaturen startete am Freitag das neueste Stück der Comödie Dresden am Schloss Übigau – Die unendliche Geschichte nach dem Buch von Michael Ende. Ein zauberhaftes Stück am Märchenschloss. 
Wo sich im vergangenen Jahr noch Eisschollen türmten, stapeln sich nun Bücher, das Schloss hat sich in ein Antiquariat verwandelt und mittendrin steht Bastian Balthasar Bux, auf der Flucht vor seinen fiesen Schulkameraden. Sein Ausflug in die „Unendliche Geschichte“ bildet den Kern des Stücks: Er trifft nicht nur Glücksdrachen, Felsenbeißer und Rennschnecken, sondern lernt Freunde kennen und erfährt zugleich die Gefahren der Macht. 
In der poetischen, warmherzigen Bühnenfassung von Moritz Seibert und Timo Rüggeberg folgt das Publikum dem Außenseiter Bux auf seine Reise in die Welt von Phantásien. Diese wird vom alles verschlingenden Nichts bedroht, während die Kindliche Kaiserin an einer mysteriösen Krankheit leidet. Der junge Atréju macht sich auf die Suche nach einem Menschenkind, das ihr einen neuen Namen geben kann – und je tiefer Bastian ins Buch eintaucht, desto mehr drängt sich ihm die Frage auf, ob er selbst dieses gesuchte Kind ist.
Vom Bonner Welterfolg zur Dresdner Open-Air-Premiere
Die Bühnenbearbeitung feierte 2017 ihre Uraufführung am Jungen Theater Bonn und zählt dort bis heute zu den erfolgreichsten Produktionen überhaupt. Für Dresden inszeniert nun Nina Damaschke nach Seiberts Originalinszenierung – sie lässt im typischen Comödien-Stil Humor und sächsische Mundart einfließen, ohne dass es dabei zu albernem Klamauk wird.
Aufwendige Ausstattung und ein Cast voller Dresden-Debüts
Für Bühnenbild, Kostüme, Großfiguren und Körperpuppen zeichnet Ella Späte verantwortlich, die unter anderem die Zwingerfestspiele unter Dieter Wedel ausgestattet hat. Zahlreiche fantastische Wesen Phantásiens, darunter das Pferd Artax und der Glücksdrache Fuchur, entstehen so für die Bühne. Das ehrwürdige Schloss, das übrigens in diesem Jahr stattliche 300 Jahre alt wird, gibt die passende märchenhafte Kulisse. 
Im Ensemble feiern viele Mitwirkende ihr Debüt in Übigau: Der Dresdner Philipp Rahn übernimmt die Hauptrolle des Bastian, Joachim Stehle spielt Atréju, Larissa Grosenick die Kindliche Kaiserin und Philipp Andriotis unter anderem den Felsenbeißer. Linda Neuschulz und Hannah Jaitner, beide mit Dresden-Bezug, sind ebenfalls Teil der Besetzung. Kein Unbekannter am Elbschloss ist Daniel Tille, der schon als Caspar David Friedrich in der Uraufführung von „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ überzeugte und nun als Glücksdrache Fuchur abhebt.
Das Premieren-Publikum ließ sich begeistern und applaudierte trotz der brütenden Hitze minutenlang. 
Tickets und Infos
Karten gibt es ab 31 Euro an der Theaterkasse im World Trade Center (Montag bis Freitag, 13 bis 18 Uhr), telefonisch unter 0351 866 410 sowie online unter www.comoedie-dresden.de. Das Elbschloss Übigau befindet sich in der Rethelstraße 47, 01139 Dresden. Die unendliche Geschichte wird in dieser Saison noch bis zum 27. Juli gezeigt, danach wandert CDF wieder übers Nebelmeer.





