Was aus Bierlaune in der Newtown Bar begann, ist heute ein gemeinnütziger Verein mit Inklusionsliga, Tischtennisturnieren und einem Konzertformat in Planung. Newtown United macht Sport, Kultur und Soziales in Pieschen und darüber hinaus für alle zugänglich. 
2016 saßen ein paar Leute in der Newtown Bar, tranken Bier und beschlossen, eine Freizeitfußballmannschaft zu gründen. Kein Verband, keine Satzung, kein festes Training. Einfach kicken war die Devise. Acht Jahre später ist Newtown United e.V. ein gemeinnütziger Verein mit eigener Hallenzeit in der Sporthalle der Oberschule Pieschen, einer selbst gegründeten Inklusionsliga und einem Programm, das weit über Fußball hinausgeht.
Vom Turnier zur Liga
Das bisher größte Projekt war der Oi! The Cup im Juni 2025. Das traditionsreiche Turnier entstand 2004 in Fürstenwalde an der Spree und wird jedes Jahr vom Siegerteam organisiert. Nach der 21. Auflage landete das Turnier wieder in Dresden – diesmal organisiert von Newtown United. Neun Mannschaften spielten auf Kunstrasen, am Abend gab es mit Unterstützung von Merkwürden e.V. ein Konzert.
„Hätte man von Anfang an gewusst, was alles dahintersteht, hätte man es, glaube ich, nicht gemacht“, sagt Eric und lacht. „Aber es hat sich übelst gelohnt.“ 
Aus diesen Erfahrungen entstand auch die Bunte Liga Dresden. Gemeinsam mit der Lebenshilfe Dresden, Meniskus Dresden, Partizan Dresden und Torpedo Hecht gründete Newtown United eine selbstorganisierte Freizeitliga, die inklusiv und bewusst niedrigschwellig angelegt ist. Gespielt wird ohne Schiedsrichter. Streit auf dem Platz regeln die Teams selbst – notfalls per Schnick, Schnack, Schnuck.
Die erste Saison läuft bereits. Der zweite Spieltag findet am 29. April von 18 bis 21 Uhr am Nachtflugweg 36 statt. Das Finale der Saison folgt am 27. Mai am selben Ort. Eine zweite Saison für die zweite Jahreshälfte ist bereits in Planung. Die Nachfrage ist groß.
Sport für alle
Sport bedeutet für Newtown United nicht nur Fußball. Beim Sankt Pieschen baute der Verein ein Blind-Kick-Feld aus Baustellenabsperrungen auf. Eine Person spielt mit verbundenen Augen, die andere dirigiert. Zeitweise standen rund 100 Menschen um das Feld.
„Ich hätte nicht gedacht, dass das so riesig ankommt“, sagt Sebastian. 
Ähnlich spontan entstand auch das Tischtennisturnier. Inzwischen hat es bereits zweimal stattgefunden. Beim zweiten Termin musste der Verein wegen der großen Nachfrage sogar einen Anmeldestopp verhängen.
Auch Zweifeldball gehört inzwischen zum Programm. Dabei zeigt sich: Mitmachen kann fast jede und jeder. Beim letzten Turnier hatten einige Teilnehmende sichtbar gut vorgefeiert – und genau das sei der Punkt, sagt Florian. Die Regeln seien einfach, der Sport leicht zugänglich und deshalb auch gut für inklusive Formate geeignet.
Loud and United
Das nächste große Projekt ist bereits geplant: Am 22. August veranstaltet der Verein im Roten Baum auf der Großenhainer Straße 93 einen Konzertabend unter dem Namen „Loud and United“.
Bands können sich für einen 30- bis 40-minütigen Slot bewerben. Der Verein stellt Technik, Bühne und verspricht „das beste Publikum Dresdens“. Auch eine Inklusionsband soll auftreten.
Der Verein beschreibt das Projekt so: „Seid zusammen laut und zeigt euch! Unter dem Slogan ‚Hör mal, wer da spielt‘ geben wir Bands und Soloacts eine Bühne – egal ob erster Gig oder schon Erfahrung. Zeigt, was ihr könnt, probiert euch aus und macht die Bühne zu eurer.“
Wer mitmachen möchte – auf dem Platz, hinter der Theke oder beim Aufbauen –, kann sich jederzeit melden. Der Verein lebt von Menschen, die sich einbringen wollen. Und manchmal wird aus einer Schnapsidee eben doch etwas Größeres. 
Newtown United e.V.
- Sport für alle: jeden Donnerstag, Robert-Matzke-Straße 14, 20.30 bis 22 Uhr, Anmeldungen erwünscht
- newtownunited.de





