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Ordnungsamt will mit „Online-Knöllchen“ Papier und Porto sparen

Die Stadtverwaltung will beim Eintreiben von Verwarngeldern Papier und Portogebühren sparen. Statt auf den Brief der Bußgeldstelle zu warten, kann man ab kommenden Montag direkt auf das Knöllchen reagieren. Der Zugang zum entsprechenden Onlineservice befindet sich bereits auf dem Hinweiszettel, der meist hinter dem Scheibenwischer steckt. Mit einem QR-Code oder den Zugangsdaten zum Onlineservice knoellchen.dresden.de kann man sich dann umgehend über den erhobenen Vorwurf und das Bußgeld informieren. Die Daten, die der Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes erfasst, stehen sofort online zur Verfügung. Wenn innerhalb von sieben Tagen gezahlt wird, kann die Bußgeldstelle auf das Versenden des Briefes verzichten. Das Sparpotenzial ist erheblich. In diesem Jahr wurden von Januar bis August bereits 136.000 Anzeigen im ruhenden Verkehr aufgenommen, 2017 waren es insgesamt 264.000, erklärte eine Rathaussprecherin auf Anfrage.

„Das neue Verfahren vereinfacht den Verwaltungsaufwand und spart Portogebühren und Papier. Der Betroffene bekommt die Möglichkeit, sich noch vor Ort darüber zu informieren, was er falsch gemacht hat und kann die Parksünde schnell begleichen“, erklärt Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel. „Nutzer von Mietwagen haben dann außerdem den Vorteil, das Verwarnungsgeld direkt bezahlen zu können und sparen sich damit die zusätzliche Gebühr der Mietwagenfirma“, fügt er hinzu.

Die Zahlung des Bußgeldes könne per Kreditkarte, Giropay, SEPA-Überweisungsvordruck oder mittels Girocode erfolgen. Alle Angaben würden sicher mittels SSL-Verschlüsselung übertragen. Der Hinweiszettel ist in Deutsch und in Englisch verfasst. Informationen auf dem Online-Portal sind in sieben Sprachen verfügbar. Rund 22.000 Euro hat die Stadt in diesen Service investiert.

Der vom Ordnungsamt als „Online-Knöllchen“ bezeichnete Service ist der zweite Onlinedienst, der bei Ordnungswidrigkeiten anboten wird. Seit Februar 2018 gibt es die Online-Anhörung, die es den Betroffenen ermöglicht, Tatbestände und Fotos bei Ordnungswidrigkeiten einzusehen und mit wenig Aufwand online Anmerkungen zu machen und zu bezahlen.

3 Meinungen zu “Ordnungsamt will mit „Online-Knöllchen“ Papier und Porto sparen

  1. Da ja nun Porto, Papier Druckkosten und sicherlich der eine oder andere Mitarbeiter eingespart wird, wäre es doch gerecht auf das „Onlineticket“ einen Rabatt zu bekommen. Das wiederum lockt Sünder den Fall online abzuwickeln.

  2. Die Kennung klebt hinterm Scheibenwischer? Dann schnell noch das Kennzeichen eingeben und schon sehe ich wem das Auto gehört. Die Angaben zum Halter müssen auch bei online Knöllchen angegeben werden! Mit diesen Art verstößt die Landeshauptstadt Dresden gegen die Datenschutzgrundverordnung und somit wird es eher für die Stadt Dresden ein teurer Spaß mit Ihrem Onlinestrafzettel.

  3. ich wickle meine Geldgeschäfte nicht online ab. warum soll es keine Möglichkeit einer Überweisung gebe? den Vorgang als solchen begrüße ich durchaus, aber bitte mit Möglichkeiten für alle.

    noch einen Hinweis an die Redaktion dieser Plattform: solange ich diesen Text eintippe, kann ich ihn selbst kaum lesen-, er erscheint zu schwach. Fehler sind deshalb nicht erkennbar. kann man sowas ändern? der Text erscheint erst gut lesbar, wenn ich ihn absende. also zu spät.

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