Thema: Sachsenbad

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Sachsenbad: Petitionsausschuss setzt Termin für Studie und fordert Projektgruppe

Nachdem der Stadtrat in der vergangenen Woche Gelder für eine Sachsenbad-Machbarkeitstudie bereit gestellt hat, sind gestern im Petitionsausschuss weitere Weichen gestellt worden. Einstimmig haben sich die Stadträte dort für eine Frist bis zum Juni 2017 ausgesprochen. Dann soll die Studie vorliegen. Außerdem, so der verabschiedete Antrag, soll eine Projektgruppe Sachsenbad gebildet werden. Deren Aufgabe bestehe in der „Koordinierung und Beschleunigung“ der Machbarkeitsprüfung, mindestens vier Stadträte sollen ihr angehören. Grünen-Stadträtin Kati Bischoffberger verwies vor allem auf die Einstimmigkeit des Beschlusses. „Das war ein klares Bekenntnis zum Denkmal Sachsenbad“, sagte sie. Schließlich sei der Haushalt 2017/18, mit dem die 125.000 Euro für die Studie bereit gestellt wurden, gegen die Stimmen von CDU, FDP/FB und AfD verabschiedet worden. „Ich freue mich sehr, dass die Ideen der Bürgerschaft Berücksichtigung in der Kommunalpolitik finden. Das Beispiel zeigt einmal mehr, dass es sich lohnt, wenn sich Bürgerinnen und Bürger für ihre Anliegen engagieren“, kommentierte sie den gestrigen Beschluss. Anlass für die Ausschussberatung war die Petition „Sachsenbad retten“ gewesen, die am 9. September 2016 als e-Petition auf dresden.de gestartet worden war. Im Verlauf von vier Wochen hatten sich 4.018 Unterstützer eingetragen.

Der Petitionsausschuss will nun weiterhin prüfen lassen, ob im Sachsenbad „ein zeitgemäßes öffentliches Bad eingerichtet werden kann. Die Kosten sind mit einem Neubau mit gleichen Nutzungsangeboten zu vergleichen“. Sollte ein zeitgemäßes Bad nicht möglich sein, plädiert der Antrag dafür zu „prüfen, ob unter Bewahrung der denkmalpflegerisch bedeutenden Raumstrukturen in dem Gebäude ein teilweise frei finanziertes Bad mit Schwerpunkt Gesundheit, Gesundheitsprävention und Therapie eingerichtet werden kann“. Dazu würden auch Angebote für Seniorenschwimmen und Schwimmunterricht gehören. In seiner Stellungnahme zu der Petition habe Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) zugesagt, sich mit hoher Priorität für das Einwerben von Fördermitteln für eine Sanierung einzusetzen.

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