Thema: Sachsenbad

Ruine des Sachsenbades - Foto: J. Frintert

Sachsenbad: Neuer Stadtbezirksbeirat will Pläne sehen

Vor drei Jahren, im Mai 2021 entschied der Stadtrat, das Sachsenbad an die Berliner Montis Real Estate GmbH, zu verkaufen. Doch bis heute ist bei der Dresdner Stadtverwaltung kein Bauantrag eingegangen. Zwar gab es im März vergangenen Jahres eine positiv beschiedene Bauvoranfrage (Pieschen-Aktuell vom 24. April 2023), doch bis jetzt hat es der Investor offenbar nicht geschafft, bei der Stadtverwaltung den Bauantrag einzureichen.

Wie Tag24 berichtet, läuft die Frist für die Antragstellung im Sommer aus, allerdings seien Verwaltung und Investor im Gespräch über eine Fristverlängerung.

Piraten fordern Einsicht in die ‘Akte Sachsenbad‘

Heute hat nun der neugewählte Stadtbezirksbeirat der Piraten, Jens Hänsch eine Anfrage zum Kauf des Sachsenbads an die Dresdner Stadtverwaltung gestellt. Er fordert nun Einsicht in die Unterlagen des Verkaufs sowie die bisherige Kommunikation zwischen Käufer und Verkäufer. „Der Verkauf des Sachsenbads war ein Politikum weit über die Grenzen Pieschens hinaus“, so Hänsch. Dass der Investor und die Stadtspitze nun im stillen Kämmerlein über eine Fristverlängerung verhandeln würden, ohne die Bürger und den Stadtrat einzubeziehen, erachtet erals ein Unding. „Zum Glück gibt uns die Informationsfreiheitssatzung das Recht, Informationen zu diesem Vorgang einzuholen und damit Transparenz zu schaffen“, so der Rechtsanwalt. Die Verwaltung müsse auf diese Anfrage nun unverzüglich antworten, spätestens innerhalb eines Monats.

Anzeige

Gogol Bordello am 16. Juli im Alten Schlachthof


Verlangt Einsicht in die Unterlagen zum Sachsenbad - der neugewählte Stadtbezirksbeirat Jens Hänsch (Piraten) - Foto: Piraten

Verlangt Einsicht in die Unterlagen zum Sachsenbad – der neugewählte Stadtbezirksbeirat Jens Hänsch (Piraten) – Foto: Piraten

Zum Thema

3 Meinungen zu “Sachsenbad: Neuer Stadtbezirksbeirat will Pläne sehen

  1. Ulrich Dammer sagt:

    Hallo,
    den Herrn Hänsch kann man nur unterstützen, bei seiner Anfrage.
    Bei diesem Projekt davon aus zugehen das es mit einer Berliner Firma ohne Probleme abgeht, ist wohl von Anfang an eine Fehlannahme gewesen.
    Das Unvermögen und das Desinteresse der Zuständigen an einer Schwimmhalle in einem Wohngebiet für einfache und mittlere Einkommen kann kaum offensichtlicher werden wie an diesem Beispiel. Das ganze Gerede vom Neubau einer Schwimmhalle wo auch immer hier, nur Nebelkerzen um von dieser Tatsache ab zu lenken und die Bürger ruhig zu stellen.
    Vielleicht irre ich mich, wer weiß, vielleicht kommt die Stadt morgen mit einem tollen Plan um die Ecke, ich würde mich freuen.
    Ulrich Dammer

  2. Panther sagt:

    …. verantwortlich für diese Situation (und weitere) ist Herr Hilbert persönlich ! Es war seine brillante Idee einen Bürgerentscheid durchzuführen.
    Das dieser zu fast 100% FÜR das Sachsenbad und GEGEN einen Verkauf ausfiel hatte der unsportliche OB wohl nicht erwartet.
    Ein unhaltbarer Zustand für alle Bürger incl. den Älteren & Kindern im größten Stadtbezirk und eine Klatsche für den Verein mit den hellen Köpfen.
    Wir hoffen die Piraten entern das sinkende Schiff ;)

  3. Fischer sagt:

    Das Sachsenbad wurde mal aus sozialen Gründen errichtet. Danke, Herr Hilbert, dass es nun Jahrzehnte vor sich hin gammelt. Real Estate, das sagt doch schon alles.