Thema: Stadtbezirksbeirat

Stadtbezirksbeirat Pieschen bewilligt rund 34.000 Euro für Förderung von Projekten

Der Stadtbezirksbeirat Pieschen hat gestern fünf Anträge auf Projektförderung in Höhe von insgesamt 33.991 Euro bewilligt. Für weitere Projekte stehen in diesem Jahr noch etwa 12.000 Euro zur Verfügung.

August Theater zieht um

Über den Umzug in die angestammte Spielstätte des August Theaters im Rathaus Pieschen haben wir hier bereits im Juli und vor wenigen Tagen berichtet. Gestern präsentierte Puppenspieler und Theaterleiter Grigorij Kästner-Kubsch die Pläne im Stadtbezirksbeirat. Der „technische Umzug“ erfolge derzeit. Dahinter verbirgt sich der in Eigenregie erledigte Einbau der gesamten Anlagen und der Umzug der verschiedenen Bühnenausstattungen für etwa 30 Inszenierungen. Aber das Publikum solle den Umzug ebenfalls erleben können, so Kästner-Kubsch. „Darum soll es auch einen öffentlichen, künstlerischen Festumzug durch den Stadtteil Pieschen geben, so dass es auch für spontan Interessierte und Passanten sichtbar und erlebbar wird.

Grigorij Kästner-Kubsch beschreibt den geplanten Umzug durch den Stadtteil. Foto: W. Schenk

Anzeige

Gogol Bordello am 16. Juli im Alten Schlachthof


Begleitet wird der Festumzug durch den Spielmannszug der Dresdner Verkehrsbetriebe.“ Er soll vom Kulturhafen Dresden in der Leisniger Straße über die Wurzener Straße, die Leipziger Straße und voraussichtlich durch die Hans-Fromm-Straße führen ins Rathaus Pieschen führen. Ein Fest mit einem bunten Theaterprogramm mit Kurzbeiträgen von Theaterkolleginnen und -kollegen und mit Livemusik, aber auch ein Kinderfestprogramm mit Basteln und Schminken werden gemeinsam mit dem Theater-Förderverein vorbereitet. Die Beiräte bewilligten eine Förderung des Projektes in Höhe von 7.070 Euro.

Lichterfest auf dem Leisniger Platz

Seit 2015 gibt es in der Adventszeit auf dem Leisniger Platz das Lichterfest. „Es ist inzwischen zur Tradition geworden. Diese möchten wir am Leben erhalten“, sagte Ingrid Arnold. Sie arbeitet in der Seniorenberatung der Stadt, hat ihr Büro in Pieschen und gehört zum Netzwerk Seniorenarbeit Pieschen, das sich 2013 zusammengefunden und die Organisation des Lichterfestes übernommen hat.

Wichtiges Highlight für das Netzwerk und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist das Anzünden der 600 Lichter rings um den im Winter eher dunklen und unscheinbaren Leisniger Platz. Am 6. Dezember soll es wieder so weit sein. Unter freiem Himmel wird es ein kleines weihnachtliches Kulturprogramm in festlicher Atmosphäre geben – das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern gehört auf jeden Fall dazu. Das Lichterfest sei nicht nur bei den Pieschner Seniorinnen und Senioren sehr beliebt, auch junge Menschen und Familien aus ganz Pieschen besuchen das Fest in der Adventszeit. Für das Sozialamt der Stadt bat Ingrid Arnold um die Unterstützung des Lichterfestes. Der Stadtbezirksbeirat bewilligte 2.289 Euro für das Projekt.

KulturKollektiv Dresden plant Kulturtage

Der Verein KulturKollektiv Dresden plant vom 16. bis 19. November ein Kulturfest mit etwa 15 verschiedenen Veranstaltungen. Dabei verfolgen die Organisatoren ein hohes selbstgestecktes Ziel. Sie wollen Künstlerinnen und Künstler aus der Hochschule für bildende Künste, aus der freien Szene und junge lokale Kunstschaffende zusammenführen. Die etablierte Kunstwelt und die oft unsichtbare Szene junger kreativer Menschen sollen so zusammengeführt werden, erläuterten die Organisatoren das Konzept, mit dem auch „Grenzen aufgebrochen werden sollen“. Das Zentralwerk in der Riesaer Straße mit dem dahinterstehenden Künstlerkollektiv sei dafür besonders gut geeignet. Alle Angebote werden kostenfrei sein, um jedem unabhängig vom Geldbeutel den Zugang zu ermöglichen. Angestrebt werde auch, Spenden für den Ausbau des Bunkers zu sammeln. Dort hätten sich während der Coronazeit junge Leute zusammengefunden, die den Ort nun weiter nutzen möchten. Der Stadtbezirksbeirat bewilligte 12.040 für das dreitägige Kulturevent.

Förderung für Heizungsanlage im Kleingartenverein „An der Eiche“

Mit einer Heizungsanlage möchte der Verein das im vergangenen Jahr in Eigenregie sanierte Vereinsheim ganzjährig nutzbar machen. Zudem soll die Bausubstanz damit langfristig erhalten werden. Bereits 2020 hatten die Vereinsmitglieder auf eigene Kosten den Anschluss an das städtische Gasnetz sichergestellt. An der Nutzung des Vereinsheimes hätten auch viele Partner und Gäste großes Interesse, erläuterte gestern Vorstandsvize Jan Müller. So sei die Kita Buddelflink regelmäßig vor Ort, Sportgruppen suchen Übungsräume, die Nachbarschaft Platz für Treffen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 17.000 Euro trage der Verein 8.000 Euro, 2.000 Euro seien Drittmittel. Die fehlenden 7.000 Euro bewilligte der Stadtbezirksbeirat gestern einstimmig als Förderung.

Stadtteilhistoriker Klaus Brendler plant Buchprojekt

Ein Buch mit ausgewählten Geschichten zur Geschichte von Industrie, Verkehr, Bau, Kirchen und Schulen, zu historischen Persönlichkeiten sowie zu Straßen und Plätzen des Stadtbezirkes Pieschen und seiner Stadtteile plant der Stadtteilhistoriker Klaus Brendler. Grundlage sollen die mehr als einhundert seit 2017 erschienen Beiträge in der Serie „Brendler’s Geschichten“ im Onlinejournal Pieschen Aktuell sein, die in den vergangenen 200 Jahren angesiedelt sind. Der Autor möchte damit ein gedrucktes Zeugnis der Geschichten zur Verfügung stellen und einen Beitrag zur Sicherung der Stadtteilgeschichte leisten.

Klaus Brendler stellt sein Buchprojekt vor. Foto: W. Schenk

Das Buch im Umfang von etwa 150 Seiten und einer Auflage von zunächst 250 Exemplaren werde Schulbibliotheken, die Stadtteilbibliothek Pieschen, Senioren-Treffpunkte und Vereine zur Verfügung gestellt. Ob darüber hinaus weitere Exemplare für den Verkauf gedruckt werden können, wie von Joachim Adolphi (Linke) angeregt, werde nach Abschluss des Projektes geprüft, sicherte Brendler zu. Der Stadtbezirkbeirat stimmte der Förderung in Höhe von 5.592 Euro einmütig zu.

Budget für Förderung fast ausgeschöpft

Aufgrund der vom Oberbürgermeister verhängten Haushaltssperre stehen vom ursprünglich genehmigten Budget in Höhe von 589.550 Euro in diesem Jahr nur 442.162,50 Euro zur Verfügung. 44 verschiedene Projekte mit einer Gesamtfördersumme von rund 400.000 Euro hat der Stadtbezirksbeirat bereits bewilligt. Von den verbliebenen etwas mehr als 40.000 Euro soll ein großer Teil für die Sanierung von Baumscheiben in der Kötzschenbroder Straße verwendet werden. Dazu gibt es aber noch keinen Beschluss. Etwa 12.000 Euro stehen noch für die Projekte zur Verfügung. Da die Mittel noch in diesem Jahr verbraucht werden müssen, sollten mögliche Antragsteller schnell über einen Antrag auf Projektförderung entscheiden.

Berichte aus dem Stadtbezirksbeirat Pieschen – eine Leistung der Redaktion von Pieschen Aktuell im Auftrag des Stadtbezirksamtes Pieschen der Landeshauptstadt Dresden.

Die Kommentarfunktion wird 7 Tage nach Erscheinen des Beitrages geschlossen.