Mirko Unger will am 29. April mit der Lindenschänke Dresden neu starten

Am 29. April will Mirko Unger die Lindenschänke Dresden neu eröffnen. Der ehemalige Watzke-Geschäftsführer hat sich mit seiner „Genuss am Fluss Dresden GmbH“ selbständig gemacht und ist der neue Pächter des beliebten Ausflugsziels an der Elbe in Altmickten. Es sei höchste Zeit für einen Neuanfang der Lindenschänke gewesen, sagte Dirk Strempel, Eigentümer der Immobilie, auf Anfrage. Dafür habe er einen Partner mit neuen Ideen gesucht und gefunden, fügte er hinzu. Es sollte ein Neuanfang „drinnen und draußen“ werden. Während Unger sich um das „drinnen“ kümmert, investiert Strempel „draußen“.

Der neue Lindenschänke-Spielplatz bekommt jetzt noch einen Zaun. Foto: W. Schenk

So entstand vor der Lindenschänke ein neuer Spielplatz. 40 Tonnen Feldkies wurden aufgeschüttet. Rutschen, Schaukeln und eine große „Nautilus“ aus Holz zum Klettern stehen bereits. Jetzt wird zum Schutz der Kinder noch ein Zaun errichtet. Schließlich befinde man sich hier nahe der Elbe.

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Die Lindenschänke selbst ist eingerüstet und bekommt gerade einen neuen Anstrich. Die Sandsteinmauern der Terrasse sind zurück gebaut, ein neues Geländer bereits fertig montiert. Eine neue Sandsteintreppe führt von der Terrasse jetzt direkt in den Biergarten, der mit frischem feinen Split versehen wurde. In der Ecke, wo früher eine kleine Bühne war, wird es eine Weinpergola und Lounge-Mobiliar geben, erzählt Mirko Unger bei einem Rundgang über die Baustelle.

Neue Farbe für die Fassade – neuer Zaun für die Terrasse. Foto. W. Schenk

„Ich wollte etwas neues und vor allem etwas eigenes auf die Beine stellen“, sagt er im Gespräch. Mit 47 Jahren habe er ausreichend Erfahrung gesammelt. Die Lindenschänke kennt er aus vielen Jahren als Nachbar – er wohnt fast nebenan. Jetzt hat er sein Büro unterm Dach, dort wo früher die Personal-Umkleide war und kümmert sich seit Anfang des Jahres um alles was „drinnen“ zu erledigen ist.

Die Schankanlage mit allen Getränkeleitungen muss gereinigt und geputzt werden. Foto: W. Schenk

Bis zur Eröffnung in vier Wochen steht noch viel auf der To-Do-Liste. Die frisch geschliffenen Holzdielen in den Gasträumen müssen noch geölt werden, die alten Tischplatten bekommen gerade beim Tischler einen frischen Schliff. Die Sitzbänke entlang der Wände bleiben zunächst. Die Wände werden in altweiß gestrichen, die ans bayrische erinnernden Malereien verschwinden.

Die Lindenschänke ist ein Traditionsrestaurant mit mehr als 150-jähriger Geschichte. „Das wollen wir bei der Gestaltung im ganzen Haus und auch auf unserer Speisekarte zeigen“, betont Unger. Er war im Stadtarchiv und hat dort alte Motive und Fotos für die Wandgestaltung gefunden. Die Räume oben werden „Hedwig“ und „Hugo“ heißen und erinnern an das Besitzerehepaar Starke, das die Lindenschänke Anfang des 20. Jahrhunderts übernommen hatte. Auch beim Namen hat sich Unger festgelegt. Aus „Wirtshaus Lindenschänke“ wird nun die „Lindenschänke Dresden“. So zeigt es auch das neu entwickelte Logo. Bis Ende 2022 waren die Wirtsleute Andrea und Uwe Engert zwölf Jahre lang die Pächter. Sie werden am 1. April dieses Jahres mit dem Restaurant Trobischhof neu starten.

Michél Möbius, der als Küchenchef im Lindenschänke-Team angeheuert hat, kennt Mirko Unger aus gemeinsamen Watzke-Zeiten. Möbius war zwischendurch mehrere Jahre in Bayern, nach seiner Rückkehr 2015 dann Küchenchef in der Wurstküche und zuletzt im Watzke am Goldenen Reiter.

In seinem Büro unterm Dach zeigt Mirko Unger das neue Geschirr mit dem Lindenschänke-Logo. Foto: W. Schenk

Die Lindenschänke-Küche gefällt ihm sehr gut. Sie war vom Gastronomen Gerd Kastenmeier geplant worden, der von 1998 bis 2010 hier der Chef war und die sächsisch‐bayerische Küche etablierte. „Anordnung und Ausstattung sind perfekt durchdacht. Das kann man nur loben“, meinte Möbius. Auch wenn an den Details für die Speisekarte noch gefeilt wird, stehen klassische Gerichte bereits fest. Sauerbraten, Quarkkeulchen oder sächsische Kartoffelsuppe werden nicht fehlen. Auch einen „Linden-Sturmsack“ wird es geben. Das, so meint er lächelnd, sei ein Windbeutel, serviert mit eingekochten Aroniabeeren.

Serviert werden alle Gerichte auf neuem Geschirr, verziert mit einem blauen Rand und dem neuen Logo der Lindenschänke Dresden, in dem sich das Blau der Elbe ebenfalls wiederfindet.

Küchenchef Michél Möbius sucht noch Verstärkung in seinem neuen Reich. Foto: W. Schenk

Küchenchef Michél Möbius sucht noch Verstärkung in seinem neuen Reich. Foto: W. Schenk

Beim Bier hat sich der neue Lindenschänke-Chef für die Glückauf-Brauerei im sächsischen Gersdorf entschieden. Das sei in Dresden nicht sehr verbreitet. Acht verschiedene Bierstile, davon vier vom Fass, werden im Angebot sein. Nur beim Weißbier setze man mit dem Unertl auf eine kleine Brauerei in Bayern.

Das neue Team der Lindenschänke ist mit acht Leuten noch nicht komplett. Drei ehemalige Wirtshaus-Mitarbeiter haben sich gemeldet und wollen weiter dabei sein. Küchenchef Michél Möbius sucht noch Köche und weitere Mitarbeiter für sein Team. Im Service sind noch Stellen für Restaurantfachleute und Pauschalkräfte frei. Bei Betrieb mit Terrasse müssen rund 350 hungrige und durstige Gäste bedient werden, sagt Unger und hofft, dass seine Ideen für den Neuanfang in der Lindenschänke noch so manchen Neugierigen bei der Jobsuche anlocken.

Service:

Lindenschänke Dresden
Altmickten 1
Jobangebote im neuen Lindenschänke-Team

 

 

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5 Meinungen zu “Mirko Unger will am 29. April mit der Lindenschänke Dresden neu starten

  1. Übigauer sagt:

    Sehr, schön, endlich! der neue Lindenschänke-Pächter vermittelt einen ganz anderen Schwung als die müden Wirtsleute vorher, so viel Initiative, toll für die Linde, wir freuen uns

    • Ein Pieschner sagt:

      Der Spielplatz sieht super aus. Wurde langsam Zeit dass da mal was gemacht wird. Der alte war in letzter Zeit nur noch eine Verletzungsgefahr für die Kinder.

  2. Hans-Jürgen Marburg sagt:

    E Draum ! Bin schon mal an der Baustelle „lunschen“ gewesen. Schon der Spielplatz ist eine klasse Sache, da koennen sich Kinder und Eltern sicher entspannen. Mit der „Linde“ eroeffnet nun bald das vierte alte Dresdner Gasthaus -NEU- Augustiner, Trobischhof, Waldschloesschen und Lindenschænke. Bin sehr gespannt.
    ALLES GUTE den Gastgebern und ihrem Team !
    Auf das es immer eine volle „Linde“ wird.

  3. T. T. sagt:

    Die Nachbarn und Anwohner freuen sich und wùnschen von Herzen viel Glück und immer ein stark besuchtes Haus, nette, zufriedene Gäste sowie Personal.

  4. Der Hausgeist sagt:

    Ja auch ich … der Lindenschenken – Hausgeist, war schon mal schnüffeln. Wird echt toll und ich wünsche allen viel Erfolg beim neu Start.

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