Abschied: Andrea und Uwe Engert müssen die Lindenschänke verlassen

Die Wirtsleute Andrea und Uwe Engert hatten es September angekündigt. Gestern war für sie der letzte Tag mit Gästen in ihrer Lindenschänke in Übigau. Nach zwölf Jahren hatte ihnen der Eigentümer der Immobilie völlig überraschend die Kündigung überreicht. Dennoch auf das Weihnachtsgeschäft zu setzen, wäre ein zu großes Risiko gewesen, hatten die Wirtsleute erklärt. Außerdem mussten die Lagerbestände abgebaut werden. Um bis zum Jahresende alles „besenrein“ übergeben zu können, ist auch noch einige Zeit erforderlich. So war es gestern Abend, am 30. November, für Stammgäste und Wirtsleute ein emotionaler Abschied. Schon am Montagabend hatte sich der CDU-Ortsverein Pieschen bei seiner Weihnachtsfeier in der Lindenschänke von Andrea und Uwe Engert verabschiedet. „Wir sind sehr traurig darüber und haben uns mit einem Präsent für die vielen Jahre bedankt, in denen wir so herzlich aufgenommen, unterstützt und verköstigt wurden“, sagte Benjamin Kemper, Vorsitzender des Ortsverbandes.

Zur gastronomischen Zukunft der beliebten Gaststätte an der Elbe gibt es noch keine bestätigten Informationen, aber verschiedene Anzeichen. Watzke-Geschäftsführer Mirko Unger hat zum Jahresende in seinem Unternehmen gekündigt. Dem Vernehmen nach soll er sich mit dem Eigentümer der Immobilie bereits auf ein neues Konzept und auch einen neuen Namen geeinigt haben. Peter Dyroff, der die Arbeit der Lindenschänke in den vergangenen zwölf Jahren als Pressesprecher begleitet hat, meinte, dass auch „Mitarbeiter im Brauhaus Watzke mit dem Hinweis gekündigt haben, dass sie ab 1. Januar mit Mirko Unger in den neuen Bierpalast ziehen werden“. Auch er war überrascht über die plötzliche Kündigung der Familie Engert und kommentierte den Wechsel so. „Dass sich der ach so feine Watzke-Geschäftsführer Mirko Unger in Kooperation mit Vermieter Dirk Strempel so entpuppen würde, hätte ich noch vor wenigen Monaten niemals in Erwägung gezogen“. Schließlich hatte Dyroff auch für Unger zu mehreren Gelegenheiten die Öffentlichkeitsarbeit bestritten.

Für Andrea und Uwe Engert beginnt nun das große Auf- und Ausräumen. Dann wird wohl ein wenig Urlaub folgen. Zeit, um die etwa 30 Jobangebote als Angestellte oder Selbständige intensiv zu prüfen. Angst vor der Zukunft hätten sie trotz der großen Enttäuschung zum Jahresende jedenfalls nicht.

6 Meinungen zu “Abschied: Andrea und Uwe Engert müssen die Lindenschänke verlassen

  1. Sandra G. sagt:

    Ich wünsche den beiden alles Gute und bedauere es sehr. Es würde mich freuen Sie anderswo wieder in einer Gastronomie anzutreffen 😊 Lg Sandra G.

  2. enomis sagt:

    es wird sicher nicht mehr so wie es mal war. Bin sehr traurig.

  3. Dieter sagt:

    Was für ein schlechter Beitrag. Nicht recherchiert und inhaltlich falsch. Den Pächtern wurde überhaupt nicht gekündigt. Sie hatten einen wissentlich auslaufenden Pachtvertrag. Immer nur jährlich. Der ganze Artikel schreibt von „kündigen“.

    Davon abgesehen war die Qualität und das Ansehen überhaupt nicht so einwandfrei wie propagiert. In öffnungsfreien Zeiten wurde das Personal auch gern mal in Kurzarbeit gelassen und man hat nicht geöffnet. Die Pflege vom Biergarten war auch nicht besonders ausgeprägt.

    Unter Gastronomen in Dresden gibt es auch eine bestimmte Meinung zu Herrn Dyroff – da sollte er sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Einladen lässt er sich zumindest immer gern 😉

    Sollte Herr Unger übernehmen, ist das ein normaler Pächterwechsel den man einem Eigentümer nicht verübeln kann. Zumal ja auch bekannt ist, dass Engerts auch in vorigen Stationen nur ein bedingt gutes Händchen hatten. Im Espitas ist man nicht traurig heut…

    Und das Märchen mit dem Bierpalast ist auch eine rein erfundene Ente. Zu viele Leute ohne Wissen tragen zu viel Neid herein und propagieren Unsinn.

    • Anne sagt:

      Im Espitas ist man also nicht traurig, kein Wunder da wird man erstmal einen Konkurrenten los. Vielleicht erstmal vor der eigenen Tür bzw. in der eigenen Lokalität kehren. So schlechten Service wie dort hatten wir in der Lindenschänke nie. Und noch nachtreten spricht auch nicht für einen sonderlich guten Charakter. Wir kommen auch weiterhin nicht zu Ihnen. VG

    • Maria sagt:

      Ich kann @Dieter nur recht geben!Hier werden die „armen“Engerts als Opfer hingestellt,als wenn es alles überraschend gekommen wäre.Wie @Dieter schon schrieb,wie das Personal zum Teil völlig allein gelassen wurde,die Aussendarstellung des Biergartens und viele andere Dinge,waren nicht der „hohe „gastronomische Anspruch den man hier darstellt!Und was Herrn Dyroff betrifft,er hat wieder mal kurz seine „kleinen 15 Sekunden“ Selbstdarstellung gehabt,ansonsten kriegt er ja auch recht wenig auf die Reihe!Möge der neue Pächter gern ein neues Schmuckstück aus der Lindenschänke machen,verdient hätte es diese tolle Gaststätte schon!!!!

  4. Tom Wolf sagt:

    Und nach wie vor wird mit Halb- und Unwahrheiten einem Etablissement nachgeweint, das dies gar nicht wert ist. Den Biergarten verkommen lassen, das Personal auf Verschleiß fahren und aus rein wirtschaftlichen Erwägungen einen jährlichenPachtvertrag eingehen, wohl wissend, dass man den auch jedes Jahr einbüßen kann – so wie es jetzt halt passiert ist.

    Soll Herr Unger sein Glück versuchen, ich glaube, dass das nicht funktioniert (keine Parkplätze und miserable ÖPNV-Anbindung), na ja, schau‘n wir mal.

    Und wozu so ein Lokal einen Pressesprecher braucht??

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