Die AfD ist bei der Abstimmung zur Bundestagswahl nach den Zweitstimmen im Stadtbezirk Pieschen mit 17,9 Prozent stärkste Kraft geworden, gefolgt von den Grünen und der SPD. Blickt man in die fünf Stadtteile des Stadtbezirkes, liegen AfD und Grüne je zwei Mal und die SPD einmal vorn. Mit 27,2 Prozent konnten die Grünen in Pieschen-Süd den höchsten Wert bei den Zweitstimmen errreichen, gefolgt von der AfD mit 26.4 Prozent in Kaditz.
Wie Dresden im Bundestag vertreten ist
Dresden wird künftig mit sieben Frauen und Männern im 20. Bundestag vertreten sein. Lars Rohwer und Markus Reichel ziehen als Gewinner der beiden Direktmandate für die CDU in das Parlament ein. Torsten Herbst verteidigte für die FDP sein Mandat. Er stand auf der Landesliste seiner Partei auf Platz 1. Von den Grünen schafften es gleich zwei Bewerber aus Dresden über die Landesliste. Merle Spellerberg und Kassem Saher Taleh standen dort auf den Plätzen drei und vier. Spellerberg hatte auch im Wahlkreis Dresden II / Bautzen II kandidiert.
Katja Kipping (Linke) behält ihr Bundestagsmandat, weil sie auf Platz 1 der Landesliste steht. Zudem profitiert sie von einer Sonderregelung für die Bundestagswahl. Wenn eine Partei bundesweit drei Direktmandate erzielt, zieht sie in der Stärke ihres Zweitstimmenergebnisses in den Bundestag ein. Die Linke hatte mit 4,9 Prozent die Fünf-Prozent-Hürde knapp verfehlt. Leer geht dagegen die AfD Dresden aus. Sie kann keine Vertreter in den Bundestag schicken. Ihre Direktkandidaten verloren gegen die CDU-Konkurrenz. Weil sachsenweit zehn AfD-Kandidaten ihren Wahlkreis gewannen, zieht die Landesliste nicht. Nicht einmal für Jens Maier, der hinter Bundessprecher Tino Chrupalla auf Platz zwei steht.
Kreiswahlleiter dankt allen Helferinnen und Helfern
Die Wahl in Dresden verlief gestern ohne Pannen. Kreiswahlleiter Markus Blocher freut sich über die Unterstützung durch viele Dresdnerinnen und Dresdner und bedankte sich vor allem bei den mehr als 4.700 ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, „die es auch unter den besonderen Corona-Bedingungen auf sich genommen haben, die Wahlhandlung tagsüber und die Auszählung der Stimmen abends zu meistern“. Ebenso hob er das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Schulleitungen, die ihre Schulgebäude für die Briefwahlauszählung zur Verfügung gestellt hatten. Gegen 23.30 Uhr konnte gestern Abend das Ergebnis des letzten Wahlbezirks entgegengenommen werden. Damit stand dann das vorläufige Endergebnis für die beiden Wahlkreise Dresden I und Dresden II – Bautzen II fest.
Wie Sachsen im Bundestag vertreten ist
Aus ganz Sachsen haben es 38 Bewerberinnen und Bewerber in den Bundestag geschafft, einer mehr, als 2017.
- AfD – 10 Direktmandate, keiner über die Landesliste
- SPD – 1 Direktmandate, 7 über die Landesliste
- CDU – 4 Direktmandate, 3 über die Landesliste
- FDP – 5 über die Landesliste
- Bündnis 90/Die Grünen – 4 über die Landesliste
- Die Linke – 1 Direktmandat, 3 über die Landesliste
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