Harkortstraße Radweg

Wichtiger Lückenschluss für den Radverkehr: Harkortstraße wird asphaltiert

Die Tage des Kopfsteinpflasters in der Harkortstraße sind gezählt. Die Straße bekommt eine Asphaltdecke. Das hat der Bauausschuss des  Stadtrats gestern Abend beschlossen. Der entsprechende SPD-Antrag zum radverkehrsgerechten Umbau der Harkortstraße fand breite Zustimmung. Schon 2017 war der Straßenabschnitt im vom Stadtrat beschlossenen Radverkehrskonzept als Problemstelle erkannt und in die Priorität 1 einsortiert worden. Am Bischofsplatz und in der Fritz-Reuter-Straße sind ähnliche Gefahrenstellen für Radfahrer inzwischen von der Stadt beseitigt worden.

Anfang des Jahres hatte eine Onlinepetition für Radwege auf der Harkortstraße 153 Unterstützer gefunden. „Das gegenwärtige Kopfsteinpflaster der Harkortstraße ist nicht sicher befahrbar und zwingt damit die Radfahrer, rechtswidrig die Fußwege oder den Gleisbereich der Straßenbahn zu nutzen“, hatten die Einreicher ihr Ansinnen begründet und den Anstoß für den SPD-Antrag geliefert. „Der Zustand ist einer wichtigen Radroute unwürdig. Die Zustimmung zu unserem Antrag schafft hier nun schnelle Abhilfe“, erklärte Pieschens SPD-Stadtrat Stefan Engel, Mitglied im Bauausschuss und fügte hinzu. „Nur durch eine attraktive Infrastruktur können wir mehr Menschen zum Umstieg auf das Rad bewegen. Wir brauchen durchgängige und komfortable Radverkehrsrouten.“

Der 170 Meter lange Abschnitt in der Harkortstraße soll nun 2021 zusammen mit dem Knotenpunkt Liststraße saniert werden. Auch die im SPD-Antrag enthaltene Forderung nach der Schaffung von Radfahrstreifen wurde durch den Bauausschuss bestätigt. Die Asphaltierung wird mit Kosten von etwa 140.000 Euro verbunden sein. Laut Aussage der Stadtverwaltung im Bauauschuss werde dieser Betrag im Haushaltsentwurf für die Jahre 2021/22 berücksichtigt.

10 Meinungen zu “Wichtiger Lückenschluss für den Radverkehr: Harkortstraße wird asphaltiert

  1. DAT sagt:

    ENDLICH!

    meine güte, was hat mich das gestört

    jeden morgen dort die Augen auf den Rückspiegel fixiert – weil alle paar Wochen ein Spinner in seiner Blechdose ankommen wird und mich vom Asphaltstreifen schubsen will – weil ich mach das ja „falsch“.

  2. AnnePopanne sagt:

    Auf dem Fußweg haben die Radfahrer genauso wenig was verloren (ich bin Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger). Ich finde es gut dass die Straße da endlich mal gemacht wird, damit man sich als Radfahrer nicht immer zwischen beiden „Falschs“ entscheiden muss…

  3. Rainer Witz sagt:

    Endlich! Ich habe volles Verständnis dafür, wenn die Fahrradfahrer dort auf dem Asphaltstreifen fahren und bleibe in angemessenem Abstand da hinten dran (oder überhole, so viel Verkehr ist da ja auch wieder nicht). Das dies nun angemessen behoben wird, ist eine gute Sache für alle Beteiligten.

  4. Adalbert sagt:

    Also erstmal: Was ihr seid ist total Wurscht 😉
    Zweitens: Danke Stefan!
    Drittens: Ich wünsche mir mehr Rücksicht von den selbstverschuldet gestressten Verkehrsteilnehmern. Was ist los mit euch? Beobachtet mal die Leute im Verkehr ein wenig – ist lustig.

  5. Regina Ritter sagt:

    Viele Kinder aus dem Schulkombinat an der Erfurterstrasse nutzen den Radweg am Campus und dann diese katasrophale Situation.
    Muß denn wieder erst ein Kind verunglücken, ehe die Strasse gesichert wird.????

  6. Peter Richter sagt:

    Endlich! Immerhin sieht das auch schon >30 Jahre dort so aus, bzw. seit ~15 Jahren mit saniertem Schienenbereich. Und da die Querstraße, im Bild links vor der Brücke, auch nicht besser ausschaut, der erste fahrbare, legale Radweg dort, dann.
    Ein äußerst sinnvoller Beitrag zur Verkehrssicherheit an dieser Stelle.

  7. GC sagt:

    Großartig, endlich wird diese Lücke im Radnetz beseitigt! Wäre interessant ob zusätzliche Radschutzstreifen vorgesehen sind.

    • Stefan Engel sagt:

      Die Schaffung von Radfahrstreifen haben wir der Stadtverwaltung in einem zweiten Beschlusspunkt vorgeschlagen. Solche „verkehrsrechtlichen Anordnungen“ sind aber letztendlich Sache der Stadtverwaltung.

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