S-Bahn-Haltepunkte: Bahn verspricht Abstellplätze für Fahrräder noch 2020

Noch in diesem Jahr soll sich die Situation Radfahrer an den Haltepunkten Pieschen und Trachau deutlich verbessern. Die Bahn hat angekündigt, dass im Oktober 2020 mit den Bauarbeiten für Abstellanlagen für Fahrräder begonnen wird. „Die Planungen schreiten weiter voran, zu den jeweiligen Flächen werden noch finale Sachverhalte abgestimmt“, hatte das Leipziger Büro der DB Station&Service AG heute auf eine Anfrage von SPD-Stadtrat Stefan Engel geantwortet.

Am Haltepunkt Pieschen ist eine Grünfläche an der Riesaer Straße für die überdachte Abstellanlage vorgesehen. 32 Fahrräder sollen hier künftig Platz finden. Bereits im vergangenen Jahr war dafür der Zaun versetzt worden. Zum genauen Standort der 43 Fahrrad-Stellplätze am Haltepunkt Trachau gab es noch keine Antwort.

„Radabstellplätze in Pieschen und Trachau sind schon lange überfällig. Tausende Fahrgäste nutzen die S-Bahn, aber sichere Abstellmöglichkeiten gibt es bisher nicht“, erneuerte Stefan Engel seine Kritik. „Eigentlich sollte die Bahn daran auch selbst ein Interesse haben: Schließlich wird die Nutzung der Bahn damit noch attraktiver und der Einzugsbereich der Bahnhöfe vergrößert sich.“ Kommen die Abstellmöglichkeiten im Oktober tatsächlich, werde sich schnell herausstelle, ob sie dann auch ausreichen.

Vor wenigen Tagen hatte der ADFC Sachsen eine Studie über das Fahrradparken an Sachsens Bahnhöfen veröffentlicht. Von den 26 Bahnhöfen in Dresden haben 19 gar keine oder nur sehr mangelhafte Fahrradabstellanlagen – die Haltepunkte Pieschen und Trachau gehören dazu.

7 Meinungen zu “S-Bahn-Haltepunkte: Bahn verspricht Abstellplätze für Fahrräder noch 2020

  1. Dass die Fahrrad-Abstellplätze immer noch nicht da sind ist für mich schwer nachvollziehbar.
    Und an Ronny: Es gibt meiner Meinung nach in Pieschen viel zu viel öffentliche PKW-Parkplätze und zu wenige Kontrollen gegen Falschparker. Ich verstehe auch nicht woher diese Anspruchshaltung vieler PKW Fahrer kommt, dass diese unbedingt einen Stellplatz in ihrer Straße erwarten – bezahlt vom Steuerzahler und zu Lasten von Grünflächen und Aufenthaltsqualität in den Wohnvierteln.

  2. Ich gebe Ronny recht. Jahrelang wurde uns immer erzählt, wir müssen unbedingt mobil sein und jetzt, wo man es ist, muss man zusehen, wohin man sein Fahrzeug stellt. Und selbst wenn ich in DD arbeite, ist der Weg bis zu meiner Arbeitsstelle so dermaßen bescheiden für Fahrrad ausgebaut, dass ich gut und gern darauf verzichte. Und über die Zustände im ÖPNV; hier allem voran die Linie 64 ist auch nicht seit gestern erst bekannt. Überfüllt, überhitzt und ich zahle im Monat mehr für eine Fahrkarte, als für eine Tankfüllung. Ich sehe es also ebenso, was wir brauchen ist ein ordentliches Konzept zum Parken, ggf. mit Parkhäusern. Nur daran wurde nie gedacht und jede freie Lücke mit einem Wohnhaus vollgeklatscht.

    • > ich zahle im Monat mehr für eine Fahrkarte, als für eine Tankfüllung

      wie wir ja alle wissen ist eine Tankfüllung auch genau das was man monatlich an Kosten durch die regelmäßige Nutzung eines PKW hat. Stellplatz? Kostenlos vor der Haustür! Wartung? Braucht man nicht! Anschaffung? Ist bestimmt ein Erbstück! Versicherung? Passiert doch eh nie was, wir sind ja alle überdurchschnittlich gute Autofahrer!

      Mit so Vergleichen rechtfertigt sich es natürlich prima zu fordern dass der Stellplatz gefälligst gemeingesellschaftlich bezahlt unmittelbar vor der Haustüre sein muss – sollen doch die ÖPNV-Benutzer laufen! Die stehen doch auf weit entfernte Haltestellen!

  3. Liebe Linna,
    ich wünsche mir für meine Kinder, dass sie sicher auf der Straße radeln können und so auch ihre Freunde im Nachbarstadtteil besuchen können. Wenn man mal in den Niederlanden war, weiß man, dass das mit der richtigen Verkehrsplanung machbar ist. Du sagst ja selber, dass die Radwege ausgebaut werden müssen. Das geht sicher nicht, indem man mehr Parkflächen schafft. Vielleicht auch mal einen Fahrradclub unterstützen, der sich dafür einsetzt?

  4. indem man mehr Parkflächen schafft. Vielleicht auch mal einen Fahrradclub unterstützen, der sich dafür einsetzt

    Ein Fahrradclub der für mehr Parkflächen eintritt….den unterstütze ich gerne. 🙂

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