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Stadtbezirk Pieschen: Gesamtzahl der Straftaten rückläufig – keine Veränderung bei Gewaltdelikten

Die Anzahl der Straftaten im Stadtbezirk Pieschen ist rückläufig. Waren es 2017 noch 4.205, registrierte die Polizei 3.477 im Jahr 2018. Mit dieser aus ihrer Sicht positiven Nachricht, begann Berit Gabriel, Leiterin des Polizeireviers West, in der vergangenen Woche im Stadtbezirksbeirat Pieschen ihren Bericht über die Entwicklung der Kriminalität und ergänzte ihn gleich mit einer Einschränkung. Keine wesentlichen Veränderungen habe es in den vergangenen fünf Jahren bei der Zahl der Delikte im Bereich der Gewaltkriminalität gegeben.

Mit einem weiteren Fakt untermauerte die Polizeirätin den Rückgang der Straftaten insgesamt. Die Zahl der bekannt gewordenen Fälle pro 100.000 Einwohner sei von 7.859 im Jahr 2017 auf 6.435 im Jahr 2018 gesunken. Auch die Zahl der Diebstähle sei deutlich zurückgegangen, betonte sie und verwies hier auf die Entwicklung in einem Vergleichszeitraum von fünf Jahren. Sie habe sich bei schweren Diebstählen von 1.951 im Jahr 2014 auf 864 im vergangenen Jahr mehr als halbiert.

Die wichtigsten Zahl auf einen Blick:

  • Straftaten gesamt 2018: 3.477 (2017: 4.205)
  • Fälle pro 100.000 Einwohner 2018: 6.435 (2017: 7.859)
  • Aufklärungsquote 2018: 51,5 Prozent (2017: 51 Prozent)
  • schwerer Diebstahl 2018: 864 (2014: 1.951)
  • Diebstahl aus Böden/Kellern/Waschküchen 2018: 200 (2014: 675)
  • Fahrraddiebstähle 2018: 244 (2014: 512)
  • Autodiebstähle 2018: 48

Zu den Delikten im Bereich der Gewaltkriminalität würden Tötungsdelikte, Sexualdelikte wie zum Beispiel Vergewaltigung, Raubdelikte, gefährliche und schwere Körperverletzungen oder Körperverletzung mit Todesfolge gehören, erläuterte Berit Gabriel. „Hier sind die Fallzahlen nahezu gleich geblieben“, sagte sie. Den größten Anteil würden hier die gefährlichen und schweren Körperverletzungsdelikte ausmachen. Die Aufklärungsquote liege bei diesen Fällen mit bis zu 83 Prozent deutlich über dem Gesamtdurchschnitt. Viele Körperverletzungsdelikte würden sich im häuslichen Bereich abspielen, ergänzte sie.

Im Bereich der festgestellten Rauschgiftdelikte handele es sich oftmals auch um sogenannte Kontrolldelikte. Das bedeutet, dass sie erst bei einer Kontrolle durch Polizeibeamte entdeckt würden. So wollten zum Beispiel Anfang Mai Polizisten einem Unfallopfer den Unfallbericht überbringen. An der Wohnungstür des 21-Jährigen wehte ihnen dann aber ein typischer Cannabisgeruch entgegen. Während sich dies erst in der neuen Statistik niederschlagen wird, gehört die im vergangenen Jahr in Übigau von einem Touristen entdeckte Cannabis-Plantage zu den Zahlen aus dem Jahr 2018. Von den mehr als 30 festgestellten Rauschgiftdelikten beträfen 20 Cannabis, doppelt so viel wie im Vorjahr. Die entdeckten Crystal-Fälle seien dagegen rückläufig.

Das für den Stadtbezirk Pieschen zuständige Polizeirevier West ist das einzige in Dresden, das sich auf beide Elbseiten erstreckt, erklärte Gabriel. Von den insgesamt 180 Mitarbeitern seien rund 100 im Streifendienst unterwegs, 60 im Ermittlungsdienst. Zu den Polizisten im Streifendienst gehören auch drei Bürgerpolizisten, die im Stadtbezirk im Einsatz sind. Wenn nach 17 Uhr die Außenstelle des Polizeireviers Dresden-West in der Osterbergstraße nicht mehr besetzt sei, so Gabriel, würden Beamte aus dem Revier-Hauptsitz in der Julius-Vahlteich-Straße in Gorbitz ausrücken.

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