Neuer Verlauf für den Elberadweg in Mickten und Kaditz

Der Elberadweg bekommt in Mickten und Kaditz einen neuen Verlauf. Die Streckenführung über die Kötzschenbroder Straße, vorbei an den unfallträchtigen Auf- und Abfahrten der Autobahn A4, über den Riegelplatz und die Grimmstraße ist bald Geschichte. Möglich wird die Umverlegung des beliebten Radwanderweges durch den Neubau zwischen der Autobahnbrücke und Altkaditz. „Damit ist erstmals eine Anbindung an die Scharfenberger Straße und die Überquerung der Elbe auf dem unterstromseitigen Rad- und Gehweg auf der Autobahnbrücke möglich“, erläutert Rathaussprecher Karl Schuricht die Hintergründe auf Anfrage des Onlinejournals Pieschen Aktuell. Die etwa 280 Meter lange Anbindung des Elberadweges an den Geh- und Radweg auf der Autobahnbrücke erfolgt über eine Rampe.

Die neue Wegführung verläuft dann über die Route Böcklinstraße – Overbeckstraße – Scharfenberger Straße. Am Ende der Scharfenberger Straße mündet der Weg auf eine bereits bestehende Schotterpiste. Der Abschnitt von hier bis zur Autobahnbrücke soll ab November instand gesetzt werden, kündigte Schuricht an.

Elberadweg neuer Verlauf

Der neue Verlauf des Elberadweges nach Abschluss der Arbeiten zwischen A4-Brücke und Altkaditz. Grafik: W. Schenk

Mehr als 30 Wegweiser sollen entlang der neuen Strecke aufgestellt werden. Ein Schwerpunkt dabei ist der rund 200 Meter lange Abschnitt auf der Washingtonstraße zwischen der Overbeckstraße und der Scharfenberger Straße. Auch auf der Cottaer Elbseite werden die Radfahrer mit Hinweisschildern zwischen dem Elberadweg und der Autobahnbrücke geleitet.

Ende Juli hatten die Bauarbeiten am rechtsseitigen Elberad- und Wanderweg zwischen der A4-Autobahnbrücke und Altkaditz begonnen. Sie sollen bis zum 22. November dieses Jahres abgeschlossen sein. Danach werden Mitarbeiter des Straßen- und Tiefbauamtes entlang der neuen Route die Elberadweg-Schilder anbringen.

Elberadweg Scharfenberger Straße

Bei der Stadtentwässerung biegt die neue Streckenführung in Richtung Elbe ab. Foto: W. Schenk

Mit der Fertigstellung des anschließenden Abschnitts zwischen Autobahnbrücke und der Flügelwegbrücke ist frühestens 2024 zu rechnen. Die Landestalsperrenverwaltung hatte für den Baubeginn das Jahr 2022 anvisiert, „wenn das Genehmigungsverfahren zügig abgearbeitet wird“. Zwei Jahre sind hier als Bauzeit geplant.

3 Meinungen zu “Neuer Verlauf für den Elberadweg in Mickten und Kaditz

  1. Vollständig absurd. Zumindest aus meiner Sicht. Und ich nutze die Verbindung seit über zehn Jahren mit verschiedenen Radtypen.

    Jeder halbwegs normale Radfahrer würde es bevorzugen kreuzungsfrei und ohne Konflikte bzw. Gefährdung durch KFZ Verkehr durch die Flutrinne zu rollen und dann am Klärwerk entlang zur Autobahnbrücke geleitet zu werden. Das ist schneller und sicherer. Und es ließe sich noch weiter beschleunigen und das elbübergreifende Zusammenwachsen der Stadtteile befördern, wenn man den vorhandenen Korridor am Böschungsfuss der Autobahn nutzen könnte für die kürzeste Verbindung Brücke – Flutrinne.

    Natürlich wäre das planerisch anspruchsvoll. Natürlich ist das eine im Hochwasserfall ab jenseits der 7 Meter irgendwas (also echt selten) nicht nutzbare Fläche, aber in diesen Hochwasserlagen müssen viele Radwege an der Elbe umgeleitet werden und das findet dann auch die nötige Akzeptanz. Aber bereits diese Wegführung am Deich ist ja offenbar anspruchsvoll und komplexer als viele vermuten. Verkehrlich ist der Abschnitt redundant. Der Bypass durch die Flutrinne ist ab Briesnitz, Cossebaude oder Radebeul schneller, auch unausgebaut. Für Rennrad bleibt durch Altmickten & Altübigau zur Flügelwegbrücke und dann auf den linkselbischen Radweg der bessere Weg.

    Dieser Radwegführung für den Alltag wird es jedoch an Akzeptanz mangeln. Ihr fehlt die innere Logik. Das macht eine Fülle an Wegweisern nötig.

  2. Ich teile die Kritik des Vorredners „jub“. Und möchte noch ergänzen:
    Diese angedachte Streckenführung ist natürlich nur eine Übergangslösung, bis zunächst der Abschnitt bis Flügelwegbrücke steht. Dann fällt schonmal der blöde Abschnitt „durchs“ Klärwerk weg und man wird sodann direkt auf die Washingtonstraße geführt. Das ist aber immer noch keine annehmbare Lösung, da es weiter durch die doofe Scharfenberger ginge. Wie es an der Elbe gen Übigau weitergehen kann, ist derzeit vermutlich noch nicht fixiert, aber es wird verwaltungsseitig sicher Ansätze geben. Ich hoffe auf eine Lösung durch das alte Werftgelände. Dort müßten Wegerechte erlangt werden – eine nicht unübliche Sache und machbar. Das hätte den großen Vorteil, daß die „unlösbare Engstelle“ am Kranabschnitt ziemlich engräumig umfahren wird (nur über Rethel- und Böcklinstraße) und der Elberad- und -wanderweg weitgehend doch am Flusse verbleibt. Eine Führung entlang des Stadtring West ist definitiv No Go.
    Eine Asphaltbahn (und nur so gehts) in der Flutrinne lehnen sicher mehrere Seiten umweltrechtlich/umweltbehördlich ab, geht also nicht, ist eben so, ich sähe dort auch eine sehr vernünftige Lösung, und sofern man andernorts mal kräftig zum Ausgleich entsiegeln könnte.
    Im Übrigen ist dem Leser weder die Anfrage an die Stadt im Wortlaut bekannt und somit schwerlich einzuordnen, noch sind jeweilige Stadtsprecher die Auskunftgebenden bzw. Experten, denn sie geben lediglich die Antworten der Fachstelle wieder, da in unserem Rathausbetrieb nunmal dieser blöde „Dienstweg“ als schützender Umweg vorbestimmt wurde. Stadtsprecher müssen nicht wissen, worüber sie reden. Sie müssen nur gut Reden können und u.U. schlagfertig und gedeckt reagieren können, und immer nett Grinsen. Viel geeigneter wäre es, wenn die Presse generell die Fachämter kontaktieren dürfte, um dort die Experten direkt anzuhören. Das dürfen all unsere Presseorgane allerdings nicht (und Bürger schon gar nicht), denn es muß alles schön über das kommunale Zentral-Kontrollkomitee bei Schuricht&Co im Hause Hilbert (genannt Presseamt) gehen, also eine moderne weltoffene Kommunikationsstrategie für’s 21. Jh. Amen.

  3. Was in der Flutrinne als Hochwasserentlastungseinrichtung geht oder nicht dürfte viel mit den wasserbaulichen Sachverhalten zu tun haben. Ich denke da geht, etwas Wille und Kreativität vorausgesetzt, einiges. Für Radwege werden in Deiche aufwendige, zu verschliessende Scharten gebaut. Hier wäre die Funktion durch ein Asphaltband in keiner Weise beeinträchtigt. LSG oder FFH sollten damit klarkommen bei Ausgleichen.

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