Thema: Globus

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Im Streit um Standort für Globus SB-Markt gibt es angeblich neuen Standort

In die Suche nach einem alternativen Grundstück für einen Globus SB-Markt soll neue Bewegung gekommen sein. Nach einem Bericht auf der DNN-Onlineplattform werde intensiv über eine Fläche an der Bremer Straße verhandelt. Quelle für die Information ist eine Sprecherin des sächsischen Finanzministeriums. Sie habe entsprechende Gespräche bestätigt und wird mit den Worten zitiert „Wir sehen uns auf einem guten Weg“.

Weder von der Stadt noch von Globus werden die Informationen derzeit bestätigt. Das Areal an der Bremer Straße ist Eigentum des Freistaates Sachsen und wird seit 2015 als Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber genutzt. Gestartet als Zeltstadt stehen hier inzwischen Leichtbauhallen. Die Einrichtung bietet Unterkunft für bis zu 500 Personen und wird von European Home Care betrieben.

Ende September 2018 hatte sich der Einzelhandelskonzern aus Saarbrücken von der Suche nach Alternativstandorten für seine Pläne am Alten Leipziger Bahnhof verabschiedet und angekündigt, „komplett neu zu denken“. So wurde unter anderem erwogen, Einzelhandelsfläche und Wohnen miteinander zu kombinieren.

Zuvor hatte die Führung der Globus Holding auch die letzten beiden von 18 Vorschlägen der Stadt zu alternativen Standorten für einen Globus SB-Markt abgelehnt. Als Begründung wurde das zu hohe Risiko des Grundstückserwerbs ohne rechtliche Sicherheit für die Umsetzung der Ansiedlung eines SB-Marktes genannt. Statt dessen kündigte das Unternehmen an, für den Standort Alter Leipziger Bahnhof ein neues Konzept mit einer verringerten Verkaufsfläche von 5.500 bis 6.500 Quadratmetern vorzulegen und auch den Bau von Wohnungen zu prüfen.

Die Nachricht, dass nun doch wieder Bewegung in den Standortstreit gekommen sei, stieß bei den Grünen im Stadtrat auf Zustimmung. Deren Fraktionschef Thomas Löser begrüßte, „dass durch Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain weiter ernsthaft nach alternativen Standorten für das Unternehmen Globus gesucht wird“. Obwohl die Grünen weiterhin die Notwendigkeit eines Einzelhandelsstandortes für Dresden in dieser Größenordnung anzweifeln, würde in der Bremer Straße – im Gegensatz zum Alten Leipziger Bahnhof – die kleinteilige Einzelhandelsstruktur nicht bedroht und die verkehrliche Anbindung wäre ebenfalls besser., fügte Löser hinzu und betonte. „Für die Leipziger Vorstadt ist dann der Weg frei für ein neues Stadtgebiet mit Wohnbebauung, Nutzung durch Kreativwirtschaft und kleinteiligem Gewerbe. Das wäre ein echter Meilenstein der Stadtentwicklung in Dresden.“ Linke-Fraktionschef André Schollbach ergänzte, es sei zu begrüßen, „wenn der Freistaat die Suche nach einem alternativen Globus-Standort unterstützt“.

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