Evakuierung Gewandhaus Hotel

Evakuierung wegen Fliegerbombe: 18 Hotels bieten Übernachtung zu Sonderpreisen

Am Dienstagmorgen ab 8 Uhr wird das Evakuierungsgebiet in Pieschen, Mickten, Übigau und in der Leipziger Vorstadt abgesperrt. Bis dahin müssen alle betroffenen Einwohner ihre Wohnungen verlassen haben. Sie sollten zudem auf eine Übernachtung außerhalb ihrer Wohnung vorbereitet sein. „Da ein genauer Zeitpunkt der Entschärfung nicht benannt werden kann, sind die betroffenen Anwohner gebeten, sich um eine Übernachtungsmöglichkeit von Dienstag auf Mittwoch zu bemühen“, erklärte ein Sprecher der Stadtverwaltung. „Der Abschluss der Entschärfung der Fliegerbombe und die Aufhebung des Sperrbereiches werden mittels Sirenendurchsagen der Feuerwehr, durch die Einsatzkräfte der Polizei per Lautsprecher oder auf andere geeignete Weise bekannt gegeben“, heißt es im gerade veröffentlichten Amtsblatt der Stadt.

Inzwischen haben 18 Hotels in ganz Dresden und Radebeul Übernachtungen zu Sonderkonditionen angeboten. Für Drei-Sterne-Hotels kostet die Nacht 29 Euro, für vier Sterne müssen 39 Euro und für fünf Sterne 49 Euro bezahlt werden. Die Preise verstehen sich pro Nacht im Doppelzimmer und inklusive Frühstück. Die Beherbergungssteuer muss im Hotel zusätzlich entrichtet werden, wird aber auf Antrag von der Stadt Dresden wieder zurück erstattet“, heißt es in der entsprechenden Mitteilung.

„Ohne die Unterstützung der Dresdnerinnen und Dresdner wäre ein erfolgreicher Tourismus nicht denkbar. Sie machen Werbung für unsere Stadt und empfehlen unsere Hotels für Freunde, Verwandte und Bekannte“, erklärt Thomas Gaier, Geschäftsführender Direktor des Hotels Schloss Eckberg und Vorsitzender der Hotelallianz Dresden. „Mit dieser Aktion wollen wir der Bürgerschaft ein wenig von der Unterstützung zurückgeben und hoffen auf eine rege Nutzung unseres Angebotes.“

Den Zeitpunkt für das Einchecken im Hotel müssen Interessierte aber individuell klären. So könne man zum Beispiel im Radisson Parkhotel Radebeul garantiert ab 15 Uhr sein Zimmer beziehen, hieß es von der Rezeption. Ein früherer Zeitpunkt hänge davon ab, wann die Zimmer gereinigt seien. Auch im Hotel Best Western Macrander in der Buchenstraße ist die normale Check-In-Zeit ab 15 Uhr. Ein früherer Zeitpunkt könne aber individuell geklärt werden. Auf jeden Fall, so ein Hotel-Sprecher, könnte das Gepäck schon vorher an der Rezeption abgegeben werden.

Die günstigen Konditionen würden nur für die Betroffenen im Evakuierungsgebiet gelten, betonte ein Rathaussprecher. Darum müsse beim Check-In der Ausweis vorgezeigt werden.

Teilnehmende Hotels bis zu drei Sternen:

  • Ibis Hotels Dresden (2x)
  • Achat Hotel

4-Sterne-Hotels

  • Hotel Villa Loschwitz
  • Bülow Residenz
  • Hotel Schloss Eckberg
  • Ringhotel Alt Dresden
  • Hotel Elbflorenz
  • Wyndham Garden
  • Westin Bellevue
  • Best Western Macrander
  • Courtyard by Marriott
  • Radisson Parkhotel Radebeul
  • Pullman Newa

5-Sterne-Hotels 

  • Bülow Palais
  • Vienna House QF
  • Gewandhaus Hotel
  • Hyperion Hotel
  • Kempinski Taschenbergpalais

Grund für die außergewöhnlichen Evakuierungsmaßnahmen ist der Fund einer möglichen Fliegerbombe. Experten des sächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes hatten diese bei einer Baugrund-Untersuchung auf dem Gelände am Messering unter einer asphaltierten Zufahrt entdeckt. Der unbekannte Gegenstand  liege etwa zwei bis drei Meter unter der Straßendecke. Es könnee sich um eine 250 oder 500 Kilogramm-Bombe, aber auch um einen völlig ungefährlichen Gegenstand handeln, hatte die Experten erklärt. Aufgrund der ungünstigen topografischen Lage betrage der Evakuierungsbereich bei einer 500 Kilogramm-Bombe etwa 1.500 Meter. In den Bereich würden rund 1.000 Objekte fallen, darunter auch zahlreiche Schulen und Kindergärten. 15.700 Menschen seien innerhalb des Evakuierungsgebietes gemeldet.

2 Meinungen zu “Evakuierung wegen Fliegerbombe: 18 Hotels bieten Übernachtung zu Sonderpreisen

  1. Und die übigauer sind bisher nicht offiziell informiert worden. Kein Faltblatt,keine Hausinformation,kein Brief von der Stadt….und das,obwohl es nun schon lange genug bekannt ist. Es gibt auch Menschen,die kaum soziale Kontakte haben und davon vielleicht nicht über Mundpropaganda erfahren haben.

  2. Für die Evakuierung muß erst keine bettenpauschale im hotel verlangt werden. Aber ohne Bürokratie geht bei uns nichts. SCHADE

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