Vagt Katrin Baugemeinschaft

Baugemeinschaften suchen noch Mitstreiter – Zuschlag für Grundstück in Pieschener Melodien erteilt

Das Grundstück an der Ecke Rosa-Steinhart-Straße / Hedwig-Langner-Weg in den Pieschener Melodien soll an eine Baugemeinschaft verkauft werden. Zuvor hatte Stadtverwaltung noch geprüft, ob das Areal auch für Vorhaben im sozialen Wohnungsbau in Frage komme. Diese Prüfung sei nun abgeschlossen, erklärte Marion Kempe, Geschäftsführerin beim Bauforum Dresden. Der Verein begleitet und berät die künftigen Bauherren. Gestern, so Kempe, habe die Stadtverwaltung nun darüber informiert, dass der Zuschlag an die Baugemeinschaft gehe werde.

Rosa Melodie Visualisierung

Die Idee für das Mehrfamilienhaus wurde von den Heizhaus-Architekten entwickelt. Quelle: heizhaus.architektur.stadtplanung

Auf dem Grundstück, das derzeit noch als wilder Parkplatz genutzt wird, soll ein Mehrfamilienhaus entstehen. Der Arbeitstitel für das Bauvorhaben lautet in Anlehnung an den Standort „Rosa Melodie“. Neun Parteien haben sich bereits gefunden und stehen fest. Für zwei weitere sei noch Platz. „Wir würden uns freuen, wenn sich noch Interessenten finden“, sagte Katrin Vagt. Sie ist eine der künftigen Bauherrinnen. Die Produkt Managerin in einem Softwareunternehmen will aus der Südvorstadt nach Pieschen ziehen. „Ich freue mich riesig über den Zuschlag für das Grundstück an unsere Baugemeinschaft. Ich bin in den letzten vier Monaten jeden Tag mit dem Fahrrad daran vorbei gefahren und habe mir gewünscht, dass es klappt“, sagte sie. Im Kreis der Baugemeinschaft fühle sie sich bereits jetzt gut aufgehoben.  Auch ohne die endgültige Zusage der Stadt sei sie bereits bei den Architekten gewesen, um die Planung ihrer neuen Wohnung voranzutreiben. „Ich möchte gern, dass meine Wohnung ein einziger offener Raum ist“, beschreibt sie ihre Vision. Die Inspiration für diese Idee hat sie sich in den USA geholt, wo sie anderthalb Jahre gearbeitet und gelebt hat. „Diese Art zu Wohnen hat mir sehr gut gefallen“, sagt sie.

Katrin Vagt hofft, dass sich noch ein oder zwei Mitstreiter für das gemeinschaftliche Bauprojekt finden. Das reduziere die Kosten für alle beteiligten Bauherren. Auf den rund 900 Quadratmetern Wohnfläche sei Platz für neun bis elf Parteien. Bei den bisherigen Treffen habe sich die Baugemeinschaft bereits auf eine Reihe von Eckpunkten für das Zusammenleben geeinigt. So seien ein Gemeinschaftsraum, ausreichende Abstellfläche für Fahrräder und zwei Stellplätze für Carsharing-Autos geplant. Die Anbieter von Teilauto seien sehr daran interessiert, habe sie erfahren, weil es im Stadtbezirk Pieschen noch sehr wenige Carsharing-Angebote gebe. Jetzt wartet erst einmal ein Berg an Formalitäten, die erledigt werden müssen.

Ein weiteres Grundstück in den Pieschener Melodien am Neudorfer Weg werde nicht an eine Baugemeinschaft gehen, sagte Bauforum-Geschäftsführerin Kempe. Hier habe die Stadt anders entschieden. Dort seien Wohnungen für fünf Parteien in einem Mehrfamilienhaus oder in Reihenhäusern geplant.

In der Konkordienstraße 15 dagegen werde eine Baugemeinschaft ein Haus für drei Parteien errichten. Zwei Familien hätten sich hier bereits als Bauherren gefunden. Sie suchen nun noch eine dritte Partei, um mit der Realisierung des Bauvorhabens beginnen zu können. Dabei, so Kempe, handele es sich um 118 Quadratmeter Wohnfläche im 2. Obergeschoss.

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