„Die Sonne stirbt in den Bergen.“ So beginnt das Werk der mexikanischen Künstler Bela Álvarez und Oscar Juárez. Beide leben in Deutschland und knüpfen von hier aus Bande zu ihren Wurzeln. In Tlacochahuaya im Bundesstaat Oaxaca setzen sie sich mit dem Tod eines geliebten Menschen auseinander. 
Fotografie und Stickerei stehen im Zentrum der Ausstellung. Die Bildserie zeigt die Zeit der Vorbereitung. Schalen, Brotstücke und leere Stühle verweisen auf „Präsenz in der Abwesenheit“. Danach folgen Aufnahmen der Begräbnisrituale. Sie machen die Gemeinschaft sichtbar.
Die Stickereien greifen die Ben’Zaa-Kosmogonie auf. Ben’Zaa ist der Eigenname des zapotekischen Volkes und bedeutet „Wolkenvolk“. Thematisiert werden der Untergrund, die Bedeutung der Erde, die Dominanz der Berge und der Himmel. Das Werk verweist zudem auf Guelaguetza. Gemeint ist Kooperation ohne Erwartung einer Gegenleistung.
Die Ausstellung ist noch bis 15. Mai 2026 zu sehen. Der Werkraum ist nach Vereinbarung per Mail zugänglich. Zudem ist er durch das Fenster an der Gehestraße jederzeit einsehbar.
Fotostickerei-Workshops mit Bela Álvarez
Begleitend zur Ausstellung bietet Bela Álvarez zwei Fotostickerei-Workshops an. Ziel ist die Auseinandersetzung mit Erinnerung und Familienarchiv. Die Technik soll Fotografien eine neue Bedeutung geben. Vergangenheit und Gegenwart werden mit einem roten Faden verbunden.
Die Workshops finden am Sonnabend, 25. April 2026, und am Sonnabend, 9. Mai 2026, jeweils von 15 bis 17.30 Uhr statt. Die Teilnahme kostet 30 Euro. Material ist inklusive, Fotos sind mitzubringen. Eine Anmeldung per Mail an info@fantastisch.mx
ist erforderlich.
„Die Sonne stirbt in den Bergen“
- GEH8, Gehestraße 8, 01127 Dresden
- geh8.de





