Mit freundlicher Unterstützung des Dresdner Kinokalenders präsentieren wir die Kinotipps der Woche für den Stadtbezirk Pieschen in der UCI-Kinowelt im Elbepark
Bundesstart: Für immer ein Teil von dir – Reminds of him

Manche Filme brauchen kein großes Versprechen, sondern nur einen Moment, der unter die Haut geht. „Für immer ein Teil von dir“, basierend auf Colleen Hoovers Bestseller „Reminders of Him“, erzählt genau so eine Geschichte. Nach einem tragischen Unfall verliert Kenna ihre große Liebe und verbringt Jahre im Gefängnis. Als sie endlich frei kommt, will sie nur eines: ihre Tochter kennenlernen, die bei den Großeltern ihres verstorbenen Partners aufgewachsen ist. Doch die lassen sie nicht an das Mädchen heran. Zwischen Schuld, Hoffnung und einer neuen Liebe entfaltet sich ein emotionales Drama über zweite Chancen, Vergebung und die Frage, ob man die Vergangenheit wirklich hinter sich lassen kann.
Bundesstart: Good Luck, Have Fun, Don‘t Die

Was wäre, wenn die Zukunft längst entschieden ist, weil wir unser Handy einfach nicht mehr aus der Hand legen? In dieser wilden Sci-Fi-Komödie hat eine Künstliche Intelligenz bereits die Weltherrschaft übernommen. Doch ein Mann aus der Zukunft reist zurück, um alles zu verhindern. Sein Ziel ist ein unscheinbares Diner, an dem sich genau die Menschen befinden, die den Lauf der Geschichte verändern könnten.
Sam Rockwell spielt den etwas verwahrlost wirkenden Zeitreisenden, der diese Mission angeblich schon über hundert Mal versucht hat. Regisseur Gore Verbinski erzählt daraus ein überdrehtes, humorvolles Abenteuer über Technik, Verantwortung und die Frage, ob wir uns überhaupt retten lassen wollen. Denn vielleicht gefällt uns die Welt der Katzenvideos und absurden Internetrekorde einfach zu gut.
2. Woche: Hoppers

Wer hat sich nicht schon gefragt, was die eigene Katze wirklich denkt? Pixar greift genau diese Fantasie auf und macht sie in „Hoppers“ zur Realität. Dank eines wissenschaftlichen Experiments können Menschen ihr Bewusstsein in Roboter-Tiere übertragen. Die tierliebe Mabel nutzt die Chance und landet im Körper eines Bibers. Plötzlich versteht sie jedes Knurren, Zwitschern und Quieken.
Doch was als Abenteuer beginnt, bekommt schnell eine ernstere Note. Mabel erlebt hautnah, wie Tiere über Menschen sprechen und wie sehr ihr Lebensraum bedroht ist. Zwischen Humor, Tempo und typischem Pixar Herz erzählt der Film eine Geschichte über Perspektivwechsel und Verantwortung – und darüber, was passieren könnte, wenn Tiere wirklich eine Stimme hätten.
2. Woche: The Bride! – Es lebe die Braut!

Mit „The Bride!“ verpasst Maggie Gyllenhaal dem Frankenstein-Mythos ein elektrisierendes Update. In einem fiebrigen Chicago der 1930er Jahre sucht das entstellte Monster Frank die exzentrische Dr. Euphronius auf, um sich eine Gefährtin erschaffen zu lassen. Als eine ermordete junge Frau neues Leben eingehaucht bekommt, entsteht jedoch kein gefügiges Geschöpf, sondern eine wilde, unangepasste Kraft, die die Stadt ins Wanken bringt.
Was als düsteres Monstermärchen beginnt, entwickelt sich zu einer anarchischen Liebesgeschichte zweier Ausgestoßener. Mit Christian Bale, Jessie Buckley und Annette Bening vor der Kamera entsteht ein stilisiertes, leidenschaftliches Drama über Freiheit, Rebellion und eine Liebe, die brennt.
2. Woche: Mavka – Die wahre Legende

Alle vier Jahre steigen Waldnymphen aus einem geheimnisvollen See empor, um verlorene Seelen zu holen. Mavka ist eine von ihnen, mystisch, verführerisch und gefährlich. Als sie den jungen Biologen Lukian begegnet, soll sie ihn ins Verderben locken. Doch statt Kälte wächst in ihr ein Gefühl, das in ihrer Welt keinen Platz hat: Liebe.
Während Lukian sich ebenfalls zu ihr hingezogen fühlt, rufen die anderen Nymphen Mavka zurück und dulden keinen Verrat. Die Live-Action-Verfilmung erweitert das bekannte Mavka Universum um eine düstere, romantische Dimension und verbindet moderne Fantasy mit ukrainischer Mythologie. Ein visuell atmosphärischer Film über Identität, Freiheit und die Macht verbotener Gefühle.
2. Woche: Monsieur Robert kennt kein Pardon

Nach über dreißig Jahren im Klassenzimmer geht Lehrer Robert Poutifard endlich in Rente und schmiedet statt Reiseplänen lieber Rachepläne. Drei ehemalige Schüler haben ihm einst das Leben schwer gemacht, nun will er es ihnen heimzahlen. Ein gefeierter Starkoch, ein Influencer-Zwillingspaar und eine Pop-Diva geraten ins Visier des verbitterten Pensionärs. Unterstützung bekommt er ausgerechnet von seiner Mutter, die sich als überraschend versierte Strippenzieherin im digitalen Raum entpuppt.
Regisseur Pierre François Martin Laval inszeniert diese Ausgangslage als bissige Komödie über alte Kränkungen und späte Vergeltung. Christian Clavier spielt den nachtragenden Ex-Lehrer mit herrlich trockener Konsequenz und zeigt, dass manche Rechnungen offenbar nie verjähren.
3. Woche: Ein fast perfekter Antrag

Walter liebt Zahlen, Bewertungen und klare Urteile. Der pensionierte Witwer verbringt seine Tage damit, Restaurants akribisch zu testen und alles fein säuberlich zu benoten. Kontrolle gibt ihm Halt. Doch als er zufällig seiner Jugendliebe Alice wieder begegnet, gerät sein geordnetes System ins Wanken. Vor über vierzig Jahren scheiterte sein Heiratsantrag, nun wagt er einen neuen Versuch und scheitert erneut. Alice, inzwischen Kunstprofessorin, verlangt echtes Interesse statt Punktevergabe. Also setzt sich Walter in ihr Seminar und merkt schnell, dass sich weder Kunst noch Gefühle in Kategorien pressen lassen. Marc Rothemund erzählt diese späte Liebesgeschichte als charmante, ironische Komödie über Kontrolle, Eitelkeit und die Kunst, sich noch einmal neu zu verlieben.
3. Woche: Marty Supreme

Die Oscarverleihung ist noch Monate entfernt, doch nach Golden Globe und Critics Choice Award gilt Timothée Chalamet schon jetzt als Favorit. In „Marty Supreme“ wirft er sein sensibles Indie-Image über Bord und spielt einen ruhelosen Draufgänger, der permanent unter Strom steht.
Marty Mauser verkauft Schuhe im New York der Fünfziger Jahre und träumt vom großen Durchbruch als Tischtennisprofi. Er spielt hart, wettet hoch und bewegt sich zwischen zwielichtigen Hinterzimmern und grellen Hallen, immer auf der Suche nach dem entscheidenden Moment. Regisseur Josh Safdie erzählt keine klassische Erfolgsgeschichte, sondern ein fiebriges Porträt eines Mannes, der alles riskiert. Mit einem exzentrischen Ensemble entsteht ein intensiver Film über Ehrgeiz, Ego und den schmalen Grat zwischen Triumph und Absturz.
3. Woche: Scream 7

Seit 1996 treibt Ghostface sein Unwesen und auch drei Jahrzehnte später ist noch nicht Schluss mit Schrecken. Nach dem Reboot von 2022 kehrt die Reihe nun zu ihrer wohl bekanntesten Figur zurück: Neve Campbell ist wieder als Sidney Prescott dabei. Jahrelang entkam sie jedem Killer unter der Maske, diesmal gerät sie erneut ins Visier und auch ihre Familie bleibt nicht verschont.
Während vertraute Gesichter zurückkehren, fehlen andere Figuren der jüngsten Filme. Doch das Prinzip bleibt: Meta-Humor trifft auf brutale Slasher-Spannung. Die Reihe weiß längst um ihre eigenen Regeln und bricht sie trotzdem genüsslich. Natürlich darf Ghostface wieder erstaunlich lange wüten, bevor jemand ernsthaft zurückschlägt. Ein Wiedersehen mit alten Bekannten, neue Opfer und die Frage aller Fragen: Wer steckt diesmal unter der Maske?
4. Woche: G.O.A.T – Bock auf große Sprünge

Ein kunterbuntes Actionabenteuer voller Tempo, Witz und Herz erwartet die Zuschauer. Im Mittelpunkt steht Will, ein kleiner Ziegenbock mit großem Traum: Er will in den spektakulären Teamsport Roarball, bei dem sonst Löwen, Geparden und Nashörner dominieren, mitspielen. Zunächst wird er belächelt, doch mit Mut, Entschlossenheit und unerschütterlichem Optimismus kämpft er sich Schritt für Schritt in die Mannschaft. Die Matches sind rasend schnell, die Trainingssequenzen herrlich überdreht, und trotz des Getöses erzählt der Film eine warmherzige Geschichte über Zusammenhalt, Selbstvertrauen und die wahre Bedeutung von Stärke, manchmal reicht ein Herz voller Mut.
5. Woche: Die Ältern

Hannes (Sebastian Bezzel) hält sich für den Fels in der Brandung: ehemaliger Erfolgsautor, Familienmensch, immer präsent. Doch genau diese Präsenz wird zunehmend zur Belastung. Als sein Verlag die Romanreihe einstellt, Ehefrau Sara (Anna Schudt) Abstand fordert und die Kinder längst ihr eigenes Ding machen, gerät Hannes’ sorgfältig gepflegtes Selbstbild ins Wanken. Statt loszulassen, klammert er sich fest und droht alles zu verlieren. Erst die Begegnung mit Vanessa (Judith Bohle) zwingt ihn, sich zu bewegen. Sönke Wortmann erzählt das als kluge, bitterkomische Gegenwartsgeschichte über Kontrollverlust, Eitelkeit und die Frage, wann Fürsorge zu viel wird.
5. Woche: Wuthering Heights – Sturmhöhe

Emily Brontës „Sturmhöhe“ gilt als literarische Ikone, aber auch als Roman voller toxischer Figuren, mit denen man kaum mitfühlen kann. Genau das macht die neue Leinwandadaption von Emerald Fennell so spannend. Schon vor Kinostart sorgt »Wuthering Heights« für Kontroversen: Margot Robbie sei zu alt für Catherine, Jacob Elordi passe nicht zu Heathcliff, der im Buch als dunkelhäutig beschrieben wird. Der erste Teaser gießt zusätzlich Öl ins Feuer: schnelle Erotikmontage, Fantasiefragmente und ein Soundtrack von Charli XCX. Die Geschichte bleibt ein düsteres Liebesdrama über Obsession, Klassenschranken und gnadenlose Rache. Die große Frage ist nur: wird Fennell dem Roman treu bleiben oder ihn komplett neu erfinden?
7. Woche: Woodwalkers 2

Mit Woodwalkers 2 kehrt Katja Brandis’ erfolgreiche Gestaltwandler-Saga mit noch mehr Abenteuer und Gefühl ins Kino zurück. Carag, Holly, Brandon und Lou erleben ein neues Schuljahr an der Clearwater High, das alles verändert. Der Wald rund um das Internat ist bedroht und mit ihm das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Unterstützung verspricht die rätselhafte Schneewölfin Tikaani, doch ihre wahren Absichten bleiben ungewiss. Gedreht vor alpiner Kulisse verbindet der Film Fantasy, Spannung und eine starke ökologische Botschaft. Ein mitreißender Jugendfilm, der Herz und Haltung zeigt.
8. Woche: Die drei ??? – Toteninsel

Die Sommerferien beginnen und für Justus, Peter und Bob werden sie gefährlicher als geplant. Statt Roadtrip wartet ein neuer Fall: Ein Geheimbund namens Sphinx lockt die drei Detektive auf eine abgelegene Vulkaninsel. Dort sollen illegale Ausgrabungen, ein uralter Fluch und skrupellose Profiteure aufeinandertreffen. Zwischen Lavafeldern, Dschungel und Intrigen geraten die Freunde in ein Netz aus Rätseln und realen Gefahren. Spannend, groß inszeniert und mit starker Besetzung zeigt dieser neue Kino-Fall, wie abenteuerlich Die drei ??? auch heute noch sind.
9. Woche: Extrawurst

In der Komödie „Extrawurst“ wird aus einer scheinbar harmlosen Vereinsfrage schnell ein gesellschaftlicher Schlagabtausch. In einem Tennisclub soll abgestimmt werden, ob es künftig einen zweiten Grill geben soll, damit Vereinsmitglied Erol auch halal grillen kann. Was folgt, ist eine hitzige Debatte über Toleranz, Vorurteile, politische Korrektheit und das eigene Selbstbild. Regisseur Marcus H. Rosenmüller inszeniert das Ganze als pointierte Ensemblekomödie mit Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst, Anja Knauer und Fahri Yardim. „Extrawurst“ hält der deutschen Befindlichkeit den Spiegel vor, überspitzt, laut und bewusst unbequem, und findet dabei Humor genau dort, wo es manchmal wehtut.
Pieschener Kinotipps ab 5. März 2026
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