Mit freundlicher Unterstützung des Dresdner Kinokalenders präsentieren wir die Kinotipps der Woche für den Stadtbezirk Pieschen in der UCI-Kinowelt im Elbepark
Bundesstart: On the Wave

26,21 Meter. So hoch war die Welle, die Sebastian Steudtner im portugiesischen Nazaré geritten ist – Weltrekord. Der Dokumentarfilm über den Ausnahme-Surfer bringt dieses Extrem nun auf die große Leinwand und macht aus einer sportlichen Leistung ein intensives Kinoerlebnis.
In beeindruckendem 4K und mit wuchtigem Sound begleitet der Film Steudtners Weg von Nürnberg über Hawaii bis an die Küste Portugals. Weggefährten und Surflegenden kommen zu Wort, spektakuläre Aufnahmen zeigen die Gewalt der Natur aus nächster Nähe. Doch es geht um mehr als Rekorde. Es geht um Rückschläge, Zweifel, Besessenheit – und um den Traum, das Unmögliche möglich zu machen. Ein Film, der mitten hineinführt ins Herz der Big-Wave-Szene.
Bundesstart: Hoppers

Wer hat sich nicht schon gefragt, was die eigene Katze wirklich denkt? Pixar greift genau diese Fantasie auf und macht sie in „Hoppers“ zur Realität. Dank eines wissenschaftlichen Experiments können Menschen ihr Bewusstsein in Roboter-Tiere übertragen. Die tierliebe Mabel nutzt die Chance und landet im Körper eines Bibers. Plötzlich versteht sie jedes Knurren, Zwitschern und Quieken.
Doch was als Abenteuer beginnt, bekommt schnell eine ernstere Note. Mabel erlebt hautnah, wie Tiere über Menschen sprechen und wie sehr ihr Lebensraum bedroht ist. Zwischen Humor, Tempo und typischem Pixar Herz erzählt der Film eine Geschichte über Perspektivwechsel und Verantwortung – und darüber, was passieren könnte, wenn Tiere wirklich eine Stimme hätten.
Bundesstart: The Bride! – Es lebe die Braut!

Mit „The Bride!“ verpasst Maggie Gyllenhaal dem Frankenstein-Mythos ein elektrisierendes Update. In einem fiebrigen Chicago der 1930er Jahre sucht das entstellte Monster Frank die exzentrische Dr. Euphronius auf, um sich eine Gefährtin erschaffen zu lassen. Als eine ermordete junge Frau neues Leben eingehaucht bekommt, entsteht jedoch kein gefügiges Geschöpf, sondern eine wilde, unangepasste Kraft, die die Stadt ins Wanken bringt.
Was als düsteres Monstermärchen beginnt, entwickelt sich zu einer anarchischen Liebesgeschichte zweier Ausgestoßener. Mit Christian Bale, Jessie Buckley und Annette Bening vor der Kamera entsteht ein stilisiertes, leidenschaftliches Drama über Freiheit, Rebellion und eine Liebe, die brennt.
Bundesstart: Mavka – Die wahre Legende

Alle vier Jahre steigen Waldnymphen aus einem geheimnisvollen See empor, um verlorene Seelen zu holen. Mavka ist eine von ihnen, mystisch, verführerisch und gefährlich. Als sie den jungen Biologen Lukian begegnet, soll sie ihn ins Verderben locken. Doch statt Kälte wächst in ihr ein Gefühl, das in ihrer Welt keinen Platz hat: Liebe.
Während Lukian sich ebenfalls zu ihr hingezogen fühlt, rufen die anderen Nymphen Mavka zurück und dulden keinen Verrat. Die Live-Action-Verfilmung erweitert das bekannte Mavka Universum um eine düstere, romantische Dimension und verbindet moderne Fantasy mit ukrainischer Mythologie. Ein visuell atmosphärischer Film über Identität, Freiheit und die Macht verbotener Gefühle.
Bundesstart: Monsieur Robert kennt kein Pardon

Nach über dreißig Jahren im Klassenzimmer geht Lehrer Robert Poutifard endlich in Rente und schmiedet statt Reiseplänen lieber Rachepläne. Drei ehemalige Schüler haben ihm einst das Leben schwer gemacht, nun will er es ihnen heimzahlen. Ein gefeierter Starkoch, ein Influencer-Zwillingspaar und eine Pop-Diva geraten ins Visier des verbitterten Pensionärs. Unterstützung bekommt er ausgerechnet von seiner Mutter, die sich als überraschend versierte Strippenzieherin im digitalen Raum entpuppt.
Regisseur Pierre François Martin Laval inszeniert diese Ausgangslage als bissige Komödie über alte Kränkungen und späte Vergeltung. Christian Clavier spielt den nachtragenden Ex-Lehrer mit herrlich trockener Konsequenz und zeigt, dass manche Rechnungen offenbar nie verjähren.
2. Woche: Ein fast perfekter Antrag
Baz Luhrmann bleibt im Elvis-Kosmos. Nach seinem aufwendig inszenierten Spielfilm folgt nun mit „EPiC: Elvis Presley in Concert“ ein Dokumentarfilm, der Konzertmomente und seltenes Archivmaterial verbindet. Während der Recherchen zu „Elvis“ stieß Luhrmann auf bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus dem Jahr 1969, darunter Proben und legendäre Shows aus Las Vegas. Ergänzt werden die Bilder durch Tonmitschnitte, in denen Presley offen über Ruhm, Druck und Erwartungen spricht. So entsteht kein klassischer Konzertfilm, sondern ein nahbares Porträt eines Künstlers auf dem Höhepunkt seiner Kraft – und zugleich im Schatten seines eigenen Mythos. Die Oscarverleihung ist noch Monate entfernt, doch nach Golden Globe und Critics Choice Award gilt Timothée Chalamet schon jetzt als Favorit. In „Marty Supreme“ wirft er sein sensibles Indie-Image über Bord und spielt einen ruhelosen Draufgänger, der permanent unter Strom steht. Marty Mauser verkauft Schuhe im New York der Fünfziger Jahre und träumt vom großen Durchbruch als Tischtennisprofi. Er spielt hart, wettet hoch und bewegt sich zwischen zwielichtigen Hinterzimmern und grellen Hallen, immer auf der Suche nach dem entscheidenden Moment. Regisseur Josh Safdie erzählt keine klassische Erfolgsgeschichte, sondern ein fiebriges Porträt eines Mannes, der alles riskiert. Mit einem exzentrischen Ensemble entsteht ein intensiver Film über Ehrgeiz, Ego und den schmalen Grat zwischen Triumph und Absturz. Seit 1996 treibt Ghostface sein Unwesen und auch drei Jahrzehnte später ist noch nicht Schluss mit Schrecken. Nach dem Reboot von 2022 kehrt die Reihe nun zu ihrer wohl bekanntesten Figur zurück: Neve Campbell ist wieder als Sidney Prescott dabei. Jahrelang entkam sie jedem Killer unter der Maske, diesmal gerät sie erneut ins Visier und auch ihre Familie bleibt nicht verschont. Ein jahrzehntelang unter der Erde verborgener Pilz wird plötzlich freigesetzt und breitet sich rasant aus. Bald gerät die Welt außer Kontrolle, denn der Erreger ist intelligent, tödlich und nahezu unaufhaltsam. Ein Team muss alles riskieren, um die Ausbreitung zu stoppen und die Menschheit zu retten. „Cold Storage“ verbindet rasante Action mit gruseligen Momenten und schwarzem Humor, während die Zeit gegen die Überlebenden arbeitet. Wer wird die Plage überstehen, wer nicht? Auf der Leinwand zeigt sich, wie eng Mut, Einfallsreichtum und Verzweiflung beieinanderliegen, wenn das Chaos erwacht. Bei all den aufwendigen Actionfilmen, die gerade in die Kinos kommen, ist es erfrischend, einen klassischen Thriller in begrenzter Umgebung zu erleben. In „Dead of Winter – Eisige Stille“ reist Barb (Emma Thompson) in den verschneiten Norden Minnesotas, um den letzten Wunsch ihres verstorbenen Mannes zu erfüllen. Am abgelegenen Bergsee wird sie Zeugin einer Entführung: Ein junges Mädchen wird von einem Ehepaar festgehalten. Ohne Telefonempfang beschließt Barb, selbst einzugreifen. Regisseur Brian Kirk schafft mit der einsamen Winterlandschaft, wenigen Charakteren und einer packenden Spannung einen Thriller, der über die gesamte Laufzeit fesselt, perfekt für Fans von intensivem, atmosphärischem Kino. Ein kunterbuntes Actionabenteuer voller Tempo, Witz und Herz erwartet die Zuschauer. Im Mittelpunkt steht Will, ein kleiner Ziegenbock mit großem Traum: Er will in den spektakulären Teamsport Roarball, bei dem sonst Löwen, Geparden und Nashörner dominieren, mitspielen. Zunächst wird er belächelt, doch mit Mut, Entschlossenheit und unerschütterlichem Optimismus kämpft er sich Schritt für Schritt in die Mannschaft. Die Matches sind rasend schnell, die Trainingssequenzen herrlich überdreht, und trotz des Getöses erzählt der Film eine warmherzige Geschichte über Zusammenhalt, Selbstvertrauen und die wahre Bedeutung von Stärke, manchmal reicht ein Herz voller Mut. Davis (Chris Hemsworth) ist ein Meisterdieb, der seine Überfälle entlang des Highway 101 so präzise plant, dass die Polizei an ein ganzes Kartell glaubt. Nur Detective Lubesnick (Mark Ruffalo) ist überzeugt, dass ein Einzelner dahintersteckt. Als Davis auf Sharon (Halle Berry) trifft, eine frustrierte Versicherungsmanagerin mit Insiderwissen, plant er seinen letzten großen Coup. Doch kann er ihr wirklich trauen? Währenddessen bringen der brutale Dieb Ormon (Barry Keoghan) und Strippenzieher Money (Nick Nolte) das Spiel ins Wanken. Ein stylisches Katz- und Maus-Duell mit Starbesetzung und viel Coolness. Hannes (Sebastian Bezzel) hält sich für den Fels in der Brandung: ehemaliger Erfolgsautor, Familienmensch, immer präsent. Doch genau diese Präsenz wird zunehmend zur Belastung. Als sein Verlag die Romanreihe einstellt, Ehefrau Sara (Anna Schudt) Abstand fordert und die Kinder längst ihr eigenes Ding machen, gerät Hannes’ sorgfältig gepflegtes Selbstbild ins Wanken. Statt loszulassen, klammert er sich fest und droht alles zu verlieren. Erst die Begegnung mit Vanessa (Judith Bohle) zwingt ihn, sich zu bewegen. Sönke Wortmann erzählt das als kluge, bitterkomische Gegenwartsgeschichte über Kontrollverlust, Eitelkeit und die Frage, wann Fürsorge zu viel wird. Emily Brontës „Sturmhöhe“ gilt als literarische Ikone, aber auch als Roman voller toxischer Figuren, mit denen man kaum mitfühlen kann. Genau das macht die neue Leinwandadaption von Emerald Fennell so spannend. Schon vor Kinostart sorgt »Wuthering Heights« für Kontroversen: Margot Robbie sei zu alt für Catherine, Jacob Elordi passe nicht zu Heathcliff, der im Buch als dunkelhäutig beschrieben wird. Der erste Teaser gießt zusätzlich Öl ins Feuer: schnelle Erotikmontage, Fantasiefragmente und ein Soundtrack von Charli XCX. Die Geschichte bleibt ein düsteres Liebesdrama über Obsession, Klassenschranken und gnadenlose Rache. Die große Frage ist nur: wird Fennell dem Roman treu bleiben oder ihn komplett neu erfinden? Ein turbulentes Unterwasser-Abenteuer startet im Februar. Im Mittelpunkt steht der junge Buckelwal Vincent, Nachfahre des letzten großen Walsängers. Dessen magischer Gesang schützte einst die Ozeane. Nach dem Verlust seiner Eltern zweifelt Vincent an sich. Als der Leviathan aus einem schmelzenden Eisberg entkommt und mit giftiger Tinte die Unterwasserwelt bedroht, muss Vincent handeln. Er will die Meere mit einem neuen Lied retten. Walter, ein pedantischer Schiffshalterfisch, und die Orca-Kämpferin Darya begleiten ihn. Gemeinsam stellen sie sich Gefahren und Überraschungen. Vincent überwindet seine Ängste und findet die Kraft für sein eigenes Lied. Er beschützt die Ozeane. James Sunderland (Jeremy Irvine) erhält einen Brief, der alles infrage stellt: Seine totgeglaubte Frau Mary soll noch leben. Getrieben von Hoffnung und Verzweiflung reist er nach Silent Hill und landet in einer düsteren Zwischenwelt aus Nebel, Angst und verdrängten Erinnerungen. Während James nach Antworten sucht, wird die Stadt selbst zum Gegner und zwingt ihn, sich einer Wahrheit zu stellen, die ihn an den Rand des Wahnsinns bringt. Regisseur Christophe Gans kehrt nach dem Film von 2006 zurück und inszeniert die Kultvorlage als intensiven Psychohorror, der weniger erschreckt als langsam unter die Haut kriecht. Was tun, wenn der Job die Hölle ist und der Chef gleich mit? Für Linda Liddle ist das Alltag. Gedemütigt und übergangen träumt sie von einem Ausweg. Der kommt abrupt, als ein Flugzeugabsturz sie ausgerechnet mit ihrem tyrannischen Vorgesetzten Bradley auf einer einsamen Insel stranden lässt. Zwei Menschen, die sich verachten, müssen plötzlich überleben. Doch aus Zweckgemeinschaft wird schnell ein perfides Machtspiel. Kontrolle, Abhängigkeit und blanke Angst ersetzen jede Hoffnung auf Rettung. Mit „Send Help“ liefert Sam Raimi einen nervenaufreibenden Überlebensthriller, der psychologischen Horror und schwarzen Humor gnadenlos miteinander verknüpft. Mit Woodwalkers 2 kehrt Katja Brandis’ erfolgreiche Gestaltwandler-Saga mit noch mehr Abenteuer und Gefühl ins Kino zurück. Carag, Holly, Brandon und Lou erleben ein neues Schuljahr an der Clearwater High, das alles verändert. Der Wald rund um das Internat ist bedroht und mit ihm das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Unterstützung verspricht die rätselhafte Schneewölfin Tikaani, doch ihre wahren Absichten bleiben ungewiss. Gedreht vor alpiner Kulisse verbindet der Film Fantasy, Spannung und eine starke ökologische Botschaft. Ein mitreißender Jugendfilm, der Herz und Haltung zeigt. Die Sommerferien beginnen und für Justus, Peter und Bob werden sie gefährlicher als geplant. Statt Roadtrip wartet ein neuer Fall: Ein Geheimbund namens Sphinx lockt die drei Detektive auf eine abgelegene Vulkaninsel. Dort sollen illegale Ausgrabungen, ein uralter Fluch und skrupellose Profiteure aufeinandertreffen. Zwischen Lavafeldern, Dschungel und Intrigen geraten die Freunde in ein Netz aus Rätseln und realen Gefahren. Spannend, groß inszeniert und mit starker Besetzung zeigt dieser neue Kino-Fall, wie abenteuerlich Die drei ??? auch heute noch sind. In der Komödie „Extrawurst“ wird aus einer scheinbar harmlosen Vereinsfrage schnell ein gesellschaftlicher Schlagabtausch. In einem Tennisclub soll abgestimmt werden, ob es künftig einen zweiten Grill geben soll, damit Vereinsmitglied Erol auch halal grillen kann. Was folgt, ist eine hitzige Debatte über Toleranz, Vorurteile, politische Korrektheit und das eigene Selbstbild. Regisseur Marcus H. Rosenmüller inszeniert das Ganze als pointierte Ensemblekomödie mit Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst, Anja Knauer und Fahri Yardim. „Extrawurst“ hält der deutschen Befindlichkeit den Spiegel vor, überspitzt, laut und bewusst unbequem, und findet dabei Humor genau dort, wo es manchmal wehtut. 
Walter liebt Zahlen, Bewertungen und klare Urteile. Der pensionierte Witwer verbringt seine Tage damit, Restaurants akribisch zu testen und alles fein säuberlich zu benoten. Kontrolle gibt ihm Halt. Doch als er zufällig seiner Jugendliebe Alice wieder begegnet, gerät sein geordnetes System ins Wanken. Vor über vierzig Jahren scheiterte sein Heiratsantrag, nun wagt er einen neuen Versuch und scheitert erneut. Alice, inzwischen Kunstprofessorin, verlangt echtes Interesse statt Punktevergabe. Also setzt sich Walter in ihr Seminar und merkt schnell, dass sich weder Kunst noch Gefühle in Kategorien pressen lassen. Marc Rothemund erzählt diese späte Liebesgeschichte als charmante, ironische Komödie über Kontrolle, Eitelkeit und die Kunst, sich noch einmal neu zu verlieben. 2. Woche: EPiC – Elvis Presley in Concert

2. Woche: Marty Supreme

2. Woche: Scream 7

Während vertraute Gesichter zurückkehren, fehlen andere Figuren der jüngsten Filme. Doch das Prinzip bleibt: Meta-Humor trifft auf brutale Slasher-Spannung. Die Reihe weiß längst um ihre eigenen Regeln und bricht sie trotzdem genüsslich. Natürlich darf Ghostface wieder erstaunlich lange wüten, bevor jemand ernsthaft zurückschlägt. Ein Wiedersehen mit alten Bekannten, neue Opfer und die Frage aller Fragen: Wer steckt diesmal unter der Maske? 3. Woche: Cold Storage

3. Woche: Dead of Winter – Eisige Stille

3. Woche: G.O.A.T – Bock auf große Sprünge

4. Woche: Crime 101

4. Woche: Die Ältern

4. Woche: Wuthering Heights – Sturmhöhe

4. Woche: Der letzte Walsänger

5. Woche: Return to Silent Hill

6. Woche: Send Help

6. Woche: Woodwalkers 2

7. Woche: Die drei ??? – Toteninsel

8. Woche: Extrawurst

Pieschener Kinotipps ab 5. März 2026





