Das Wohnensemble Marina Garden Dresden ist mit dem German Design Award 2026 ausgezeichnet worden. Der German Design Award wird jährlich vom Rat für Formgebung vergeben. Er zählt zu den internationalen Auszeichnungen für Architektur und Design. Die Preisverleihung fand im Februar 2026 auf der Messe „Ambiente“ in Frankfurt am Main statt. Teilnehmer zahlen für ihre Nominierung bis zu 590 Euro. Auch nach einem möglichen Gewinn fallen weitere Kosten an. 
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, gerade weil der German Design Award für gestalterische Qualität und internationale Sichtbarkeit steht. Für uns ist das eine enorme Bestätigung, mit Marina Garden in Dresden ein attraktives Quartier entwickelt zu haben, das Architektur, Wohnqualität und Nachhaltigkeit in besonderer Weise verbindet“, so Ján Horváth, Prokurist CTR Real Estate.
In der Begründung der Jury heißt es: „Die poetische Verbindung von Flusslandschaft und urbanem Raum prägt ‚Marina Gardens Dresden‘ in jeder Facette. Prägnante, auberginefarbene Fassaden setzen einen stilsicheren Akzent, während die polygonalen Baukörper harmonisch einen grünen Innenhof umschließen. Großzügige Loggien und durchdachte Freiflächen schaffen ein inspirierendes Wohnumfeld. Die konsequente Integration nachhaltiger Lösungen überzeugt und hebt das Quartier in besonderer Weise hervor.“
Entworfen und umgesetzt wurde Marina Garden von Barcode Architects und der Knerer und Lang Architekten GmbH. Im Juni 2024 war das Bauprojekt mit insgesamt 210 Wohnungen fertiggestellt worden (Pieschen-Aktuell vom 13. Juni 2024). Ursprünglich wollte die ehemalige Investorin Regine Töberich andere Bebauungspläne, aber in einem vom Stadtplanungsamt durchgeführten Werkstattverfahren setzte sich der Entwurf der Barcode-Architekten durch. Nach längerem Streit mit der Stadt verkaufte Töberich dann das Grundstück an die CTR-Group, die dann die Pläne von 2015 umsetzte. 
Noch 81 Wohnungen zu haben
Wie aus der Verkaufsliste von Marina Garden hervorgeht, sind derzeit noch 81 Wohnungen im Marina Garden zu haben. Die Preise sind auch für Dresdner Verhältnisse hoch. Die Preise für die noch verfügbaren Wohnungen starten bei 203.500 Euro für eine Einraum-Wohnung im Erdgeschoss und enden bei einer knappen Million Euro für eine Vierzimmer-Wohnung in der vierten Etage mit Elbblick. Details in der Preis-Übersicht von Marina Garden.
Das Quartier entstand als KfW-55-Effizienzhaus. Gebäudehülle und Technik sind auf einen nachhaltigen Betrieb ausgerichtet. Die Deckenkühlung erfolgt über Grundwasser. Die Heiztechnik nutzt ein hybrides System. Mittels verschiedener Maßnahmen wurden der Trinkwasserverbrauch und die Versiegelung reduziert. Begrünte Dächer, Regenwassermanagement und ein ressourcenschonendes Bepflanzungskonzept prägen die Anlage. Die Fassade besteht aus schwarzem Aluminiumblech. Ein erhöhter Schallschutz gehört zur Ausstattung. Jede Wohnung verfügt über eine Loggia oder Terrasse. Ein Teil der Wohnungen wird möbliert angeboten. 
Ein architektonisches Detail ist die Einbindung der denkmalgeschützten Sandsteinmauer zwischen der Grumbtschen Villa und den Neubauten. Sie verbindet historische Substanz mit moderner Formensprache. Nachhaltigkeit ist Teil des Konzepts. Dachbegrünungen und Regenwassernutzung zur Bewässerung der Innenhöfe gehören dazu. Energieeffiziente Technik kommt zum Einsatz. Carsharing, Fahrradstellplätze und E-Ladepunkte in der Tiefgarage ergänzen das Angebot.
Ján Horváth, Prokurist CTR Real Estate, erklärt, die Auszeichnung bestätige die Entwicklung eines Quartiers, das Architektur, Wohnqualität und Nachhaltigkeit verbinde.






Ist das der Award, über den der Spiegel gerade lang und breit berichtet, dass eine Auszeichnung quasi nur gegen Vorkasse stattfindet?
Na herzlichen Glückwunsch, bestimmt verdient.
Ja, spannender Bericht. Offenbar einer von vielen dieser Wettbewerbe.
Der DESIGN-Preis sollte an das Planungs- und Ausführungsteam gehen: Architekten, Landschaftsarchitekten, Baufirmen und nicht an die Investoren. Sie sind nur die Geldgeber, keine Gestalter oder Entwerfer.
Wir hatten zu der Pressemitteilung auch ein Foto mitgeschickt, auf dem die beteiligten Architekten mit dabei waren. Das liegt aber dann in der Hand der Redaktion, welches Foto letztendlich genommen wird. Wir nennen es „Pressefreiheit“ und das ist gut so!!
Die Auszeichnung ist peinlich. Niemand braucht das. Niemand kann sich die Wohnungen leisten, außer Reiche. Betonierte straßenbreite Laufwege. Schön ist was anderes. Ökologisch ist es höchstens auf dem Papier. Vor Ort ist es jedenfalls wenig grün und viel zu viel Asphalt.
Ich war heute dort und finde es ehrlich gesagt sehr schön und recht grün verglichen mit anderen Ecken in Pieschen. Natürlich ist es ein teures Wohnhaus, aber auch das muss es in Pieschen geben. Für jeden etwas macht das Viertel bunt.
Solch runde und dunkle Quartiere gibt es schon so Einige in anderen Städten (leider vergessen wo), dort sind sie meist auch höher. Die Vielzahl an „Architekturpreisen“ ist verwirrend und wenig valide, offenbar macht jede gewillte Bubble ihren Preis und nach deren Kenntnisstand.
Hier wurde jedenfalls was durchaus Schickes ans Elbufer gepflanzt/gebaut, aufgrund des immer noch hohen Leerstandes jedoch völlig am Bedarf vorbei, während viele Familien mit Kindern dringend und teils seit Jahren nach ihrer neuen erschwinglichen Bleibe suchen. Die Käufer hier, sofern sie keine Kapitalanlage machen, sind meist Gutverdiener, die es über die Steuerabschreibung gegen-kalkulieren, da fördert der Staat über die Jahre zehntausende Euro obendrauf für Leute die es eh schon dicke haben.
Gäbe es diese Abschreibungen nicht, würden auch diese Leute nicht kaufen bzw. kaufen können.
Völlig am Bedarf vorbei zu Bauen ist eine verfehlte Stadtentwicklung. Das geht zu Lasten aller Beteiligter. Der Markt regelt es eben so gar nicht selber.
Die steuerliche Abschreibung gilt nur wenn es als Kapitalanlage vermietet wird. Nebenbei ist das bei den teils unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden in Pieschen noch viel „attraktiver“.
Mir ist nicht klar warum es am Bedarf vorbei geht? Solange es am Ende bewohnt wird, ist doch der Bedarf da?!
Wenn es so viel Leerstand gibt, dann würde es ja auch entsprechend günstige Wohnungen geben, nach denen seit Jahren gesucht wird.
Ich halte es für besonders wichtig, dass auch „Yuppies“ im Viertel Wohnen.
Nur so wird Pieschen dem Anspruch nach Vielfalt gerecht.
Wenn das Ziel ist, Pieschen grüner, fahrradfreundlicher zu gestalten und die Infrastruktur zu reparieren, ist der Zuzug einer stärkeren Käuferschicht nunmal notwendig. Ein gutes Beispiel dafür ist der Bau des Schwimmbad Klotzsche – generell wäre das Pieschener Bad zuerst an der Reihe, stattdessen wird nun Klotzsche bevorzugt, da die dortigen Bewohner eine stärkere Lobby haben.
Naja, mitten im Klimawandel und zur Zeit der globalen Erwärmung schwarze Fassaden bauen…
Ich weiß ja nicht…
Die Bude muss ja im Sommer auch wieder gekühlt werden…
Solarpaneele konnte ich auf den Bildern auch nicht entdecken…
Bei modernen WDVS und Farben spielt das so gut wie keine Rolle mehr. Problemtisch ist eher, dass WDVS unter sehr dunklen Farben Risse bekommen können.
Na dann Glückwunsch, für die überteuerten und hässlichen Betonklötze im Viertel. Die ollen Backsteingebäude und der Puro Beach waren aber auch schäbig. Grüße aus dem Yuppieviertel Pieschen-Süd
Wieso muss man für die Nominierung selber zahlen?