Leipziger Str 112 Edekamarkt

Stieleiche bleibt: Edeka hat Pläne für Markt und Wohnungen überarbeitet

Die Einzelhandelsgruppe Edeka hat ihre Pläne für das Grundstück in der Leipziger Straße 112 überarbeitet. Wichtigste Änderung: Die Stieleiche bleibt stehen. Im ersten Entwurf, der Ende 2019 von der Gestaltungskommission Dresden kritisiert worden war, hieß es noch: Die Eiche muss weichen.

Edeka möchte auf dem 2.900 Quadratmeter großen Areal eine Tiefgarage, einen Einkaufsmarkt und auf dessen Dach Wohnungen errichten. Die derzeit noch stehenden Gebäude sollen abgerissen werden. Pfennig As, eine Zahnarztpraxis, mehrere Vereine und eine Spielothek waren bereits 2018 und 2019 nach Kündigung durch den neuen Eigentümer ausgezogen. Nur die Pieschener Filiale von Domino’s Pizza ist noch geblieben und nutzt den ansonsten brachliegenden Parkplatz.

Leipziger Straße: Eingangsbereich und Wohnbebauung auf dem Dach des Edekamarktes. Visualisierung: Architekten Pötzsch

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In den von Edeka und dem Dresdner Architekten Alexander Pötzsch überarbeiteten Plänen, die im November 2022 erneut der Gestaltungskommission vorgestellt wurden, ist ein erhöhter Stadtplatz konzipiert, der die Stieleiche einrahmt und als Entree von der Leipziger Straße aus fungieren soll. Die Tiefgarage mit 64 Stellplätzen soll von der Leipziger Straße aus erschlossen werden. Einige Stellplätze seien für eine Doppelnutzung konzipiert. Auf der Tiefgarage ist der Edekamarkt geplant. Man habe sich für einen Markt mit etwa 1.000 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie einem Bäcker inklusive Café im Vorkassenbereich entschieden.

Die bestehenden Gebäude, hier an der Bürgerstraße, sollen abgerissen werden. Foto: W. Schenk

Auf dem Dach des Edekamarktes sind drei verschiedene Typen von Wohnhäusern geplant: Geschosswohnungsbau, ein Laubenganghaus und Stadthäuser. Die Wohnhäuser sollen sich nahtlos in die Umgebungsbebauung in der Leipziger Straße und in der Bürgerstraße einfügen. Für Fußgänger und Radfahrer werde eine begrünte Verbindung zwischen Leipziger Straße und Bürgerstraße geschaffen. Dem Wunsch der Gestaltungskommission, die bestehenden Gebäude in die Planung mit einzubeziehen, war auch der überarbeitete Entwurf nicht gefolgt. Dennoch erteilte die Kommission dem Projekt ihre „grundsätzliche Zustimmung“.

Der Dachgarten auf dem Edeka-Markt soll begrünt werden. Visualisierung: Pötzsch Architekten

Man habe sich über die erhoffte, positive Resonanz gefreut, erklärte Tobias Schmidt, Gebietsleiter Expansion der Edeka Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen. „Auf Grundlage des parallel bei der Stadtverwaltung eingereichten Vorbescheides könne nun ein endgültiger Bauantrag vorbereitet werden“, sagte Tobias Schmidt, Gebietsleiter der Expansion der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen.

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8 Meinungen zu “Stieleiche bleibt: Edeka hat Pläne für Markt und Wohnungen überarbeitet

  1. Edgar sagt:

    Ja das Areal sieht runtergekommen aus. Schön wenn dort endlich eine qualitative Verbesserung entsteht. Aber muss es schon wieder ein Supermarkt sein. Zieht bestimmt noch mehr Verkehr nach sich und Einkaufsmöglichkeiten gibt es bereits im Überfluss in der Gegend.
    Eine kombinierte Gestaltung der Fläche aus Freizeit-, Sozial und Wirtschaftsbauwerken wäre Zeitgemäß und wünschenswert. Gut wenn die Eiche erhalten bleibt, aber wenn sie ringsherum zubetoniert wird fürchte ich, wird sie nicht lange überleben.

  2. Jürgen Naumann sagt:

    Ob die Eiche die Baumanßnahmen überlebt? – Schauen wir mal ….

  3. Aram H. sagt:

    Immerhin, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

  4. Frank sagt:

    Grünflächen braucht Pieschen…

  5. Angela Finsterbusch sagt:

    Ich finde einen zusätzlichen Konsumtempel an dieser Stelle völlig überflüssig. Es ist doch nicht mehr Geld unter den Leuten, die gehen dann ev. statt zu Lidl, Netto oder REWE oder in die paar kleinen Läden, die es noch gibt, hier hin. Was bringt das?

  6. luttl sagt:

    na an Lebensmitteln und vor allem Backwaren dürfte es dann ja in dem Gebiet nicht mangeln….
    die Bewohner der neuen Hafencity haben beim Lebensmitteleinkauf ja nicht so viel Glück und Auswahl
    aber immerhin wird es kein Einzelhandelsflachbau

  7. Marie Müller sagt:

    Sanierung statt Abriss: Rohstoffmangel und Klimakrise verlangen verantwortungsvolles Bauen fordern. Aber der Standard ist immer noch unnötigerweise der Abriss. Weil neu Bauen billiger zu sein scheint. Die Baubranche ignoriert einfach weiter, dass es längst weltweiten Mangel an Kies und Bausand gibt (https://taz.de/Kiesabbau-in-Deutschland/!5909002/) und dass sie durch ihre falschen Entscheidungen wesentlich an der Klimakrise beteiligt sind: https://globalabc.org/sites/default/files/inline-files/2020%20Buildings%20GSR_FULL%20REPORT.pdf

  8. Ich sagt:

    Ich wäre für ein großes Parkhaus für ALLE Anwohner in Reichweite. Grade Pieschen hat Parkplätze dringend nötig!

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