Werden für die Käferklause bald einen Verein gründen: Maria Exposito (l.) und Nike Nannt. Foto: W. Schenk

Oschatzer 20: „Käferklause“ soll ein Ort zum Austausch über Kunst werden

In der Oschatzer Straße 20 tut sich heute Ungewöhnliches. Die Schaufenster des ehemaligen Geschäftes mit der originellen Innenausstattung aus Holz und Glas, sind mit A4-Blätter beklebt. „Käferklause. 1.Entlarvung. Ab 16 Uhr“ ist dort zu lesen. Neun Studentinnen und Studenten der Hochschule für Bildende Künste haben sich hier eingemietet und wollen hier einen Kunstraum mit Ausstellungen, experimentellen Formaten und Performances schaffen. „Wir möchten gern abseits von Kunstverkauf und Galerien ein Angebot für den Austausch über Kunst schaffen“, sagt Nike Nannt, die Bildhauerei studiert.

Maria Exposito ist Studentin für Malerei und Zeichnen und hat das Projekt Anfang Juli bereits im Zentralwerk präsentiert. Dort gibt es das Format „Pecha Kucha Pieschen„. Pecha Kucha kommt aus dem Japanischen und bedeutet „dauernd quatschend“. Dafür ist aber keine Zeit – innerhalb von 6.40 Minuten können hier neue Projekte vorgestellt werden. Aus dem Japanischen, so erläutert Maria Exposito, kommt auch die Idee für den Namen „Käferklause“. In einer entsprechenden Erzählung („Musashimaru“ von Choukitsu Kurumatani) wird das Leben mit einem besonderen Haustier – einem Nashornkäfermännchen – beschrieben, eben in der Käferklause.

Heute sollen bis 22 Uhr nach und nach die Räume der Käferklause „entlarvt“ werden. Ab 16 Uhr begann alles zunächst draußen vor den Schaufenstern. Wie es weitergeht – davon kann man sich selbst überzeugen. Künftig will das Team der Käferklause regelmäßige Veranstaltungen anbieten, geplant ist ein wöchentlicher Rhythmus, meinte Maria Exposito und fügte hinzu. „So ein Raum hat uns gefehlt.“ Hier könnten sich die angehenden Künstlerinnen und Künstler sichtbarer machen, als hinter den Mauern ihrer Hochschule.

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