Klinikum-Standort in Trachau hat jetzt einen hebammengeleitetem Kreißsaal

In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Trachau sind ab sofort Geburten in einem hebammengeleiteten Kreißsaal möglich. „In diesem alternativen Betreuungskonzept wird die Frau während der Geburt ganzheitlich und individuell ausschließlich durch eine Hebamme begleitet und überwacht. Zur Geburt selbst ist eine zweite Hebamme anwesend, sodass zu jeder Zeit eine 1:1 Betreuung gesichert ist“, erläuterte Claudia Pergande, leitende Hebamme am Städtischen Klinikum, das neue Angebot.

Schwangere könnten hier fernab einer klinischen Routine ihr Kind zur Welt bringen. Das Konzept stärke die Körperwahrnehmung und das Vertrauen in die eigene Geburtskompetenz. Auf Medikamente könne dabei weitestgehend verzichtet werden. Die Hebammen würden alternative Schmerztherapien nutzen, um den Geburtsvorgang zu begleiten. Im Falle einer Komplikation oder einer notwendigen weiteren medizinischen Versorgung kann die Hebamme jederzeit einen Arzt hinzuziehen. Mit dem neuen Angebot haben werdende Eltern eine weitere Alternative zur Geburt im Geburtshaus, der Geburt zu Hause oder in einem konventionell geleiteten Kreißsaal eines Krankenhauses.

Innerhalb der vergangen zwei Jahre hat das Team aus Hebammen und Ärzten das Konzept für einen hebammengeleiteten Kreißsaal entwickelt, da das Klinikum schon immer eine sehr individuelle Geburtshilfe bietet und die natürliche Geburt fördert. „Eine gesunde Schwangere mit Wunsch nach einer selbstbestimmten, natürlichen Geburt und einer unauffälligen Schwangerschaft sind die einzigen Voraussetzungen für eine Hebammengeburt“, sagte Claudia Pergande. „Zudem benötigen die werdenden Mütter zwei Termine in unserer Sprechstunde in der 32. und 36. Schwangerschaftswoche“, fügte sie hinzu. Grundlage für diese Wahlmöglichkeit sei ein Kriterienkatalog, welcher mit der Schwangeren ausführlich besprochen werde.

Studien und Erfahrungen mit diesem Konzept zeigen, dass gesunde Frauen in einem Hebammenkreißsaal ebenso sicher gebären wie in konventionellen Sälen unter ärztlicher Führung. Die Anzahl der Kaiserschnitte beziehungsweise der Einsatz von Schmerzmitteln seien unter diesem Betreuungskonzept geringer. „Wir möchten den Frauen ein Angebot machen, die eine hebammengeleitete Geburt wünschen, und dennoch das Know-How einer Geburtsklinik im Hintergrund wissen wollen“, erklärte Udo Nitschke, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Eine große Mehrzahl der Gebärenden wünsche sich eine interventionsfreie beziehungsweise interventionsarme Geburt, ohne auf die Notfallversorgung und die personelle Ausstattung einer Klinik verzichten zu müssen.

Die Kommentarfunktion wird 7 Tage nach Erscheinen des Beitrages geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren …

Feuer in der Wilder-Mann-Straße

Am Donnerstag hat es in einer Wohnung in Dresden-Trachau an der Wilder-Mann-Straße gebrannt. Nachbarn hatten den Notruf gewählt und Brandgeruch >>>

Pieschner Kinotipps ab 29. Februar

Mit freundlicher Unterstützung des Dresdner Kinokalenders präsentieren wir die Kinotipps der Woche für den Stadtbezirk Pieschen.

Bundesstart:

>>>
Doppelstreik bei Bus, Bahn und Fähre

Von Donnerstag bis Sonnabend werden erst Busse und Fähren, dann auch die Straßenbahnen bestreikt. Die Gewerkschaft Verdi will damit ihren >>>

Ab 1. März Deutschland-Semesterticket – für TU-Studenten wird noch verhandelt

Wie der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) heute mitteilt, können rund 5.000 Studierende von fünf Dresdner Hochschulen am dem kommenden Sommersemster >>>

Drei Frauen bei Unfall verletzt – 16.000 Euro Sachschaden

Bei einem Unfall in Trachenberge sind am Montagmorgen kurz nach 8 Uhr drei Frauen leicht verletzt worden. Die 59-jährige Fahrerin eines >>>