Stadtteilbeiratswahl 2022 - Foto: Pro Pieschen e.V.

So haben Pieschen und Mickten gewählt – Ergebnisse der Stadtteilbeiratswahl

Der Stadtteilverein Pro Pieschen e.V. hatte am Samstag, dem 14. Mai 2022, von 15 bis 18 Uhr dazu eingeladen, acht Personen als Bürgervertretung in den Stadtteilbeirat Pieschen und Mickten zu wählen. 15 Kandidat*innen hatten sich zur Wahl gestellt. Vom 6. bis 13. Mai 2022 hatten die Wählerinnen und Wähler zudem die Gelegenheit zur Briefwahl. Insgesamt 159 Menschen, die im Fördergebiet Pieschen und Mickten wohnen, arbeiten oder lernen, beteiligten sich und warfen 153 gültige Stimmzettel in die Urne, davon 98 per Briefwahl und 55 im Wahllokal vor dem Stadtteilbüro auf der Oschatzer Straße, wo viele die Gelegenheit nutzten, bei Livemusik, Kaffee und Keksen mit den anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten ins Gespräch zu kommen. Kinder hatten die Möglichkeit, das Wählen schon einmal auszuprobieren.

Gruppe Bürger*innen

Acht von 15 Kandidatinnen und Kandidaten ziehen in den Stadtteilbeirat ein
In der Gruppe „Bürger*innen (nicht näher spezifizierte natürliche Personen)“, wo drei Bewerberinnen
und Bewerber um zwei Plätze rangen, erlangte Lisa León Pellegrin mit 100 Stimmen Platz 1, knapp gefolgt von Bettina Lehmann, die mit 90 Stimmen Platz 2 belegt. Friedemann Lipkow steht mit 71 Stimmen als potenzieller Nachrücker im Falle des Ausscheidens eines Mitglieds zur Verfügung.

Gruppe Ladenbesitzer*innen

Mit deutlicher Mehrheit wählten die Pieschner*innen, Micktener*innen, Übigauer*innen und Alt-
trachauer*innen die Vertretung der „Ladenbesitzer*innen“. In dieser Gruppe wurde der bisherige Beiratsplatz von Änne Stange mit 123 Stimmen bestätigt, gefolgt von 22 Stimmen für Maria Buchmüller. Ebenfalls ein klares Ergebnis gab es bei den „Jugendlichen im Alter von 16 bis 27 Jahren“. Diese vertritt zukünftig Annalena Selbach, die mit 84 Stimmen vor Jonathan Sommermeyer mit 55 lag. Für die „Freiberufler*innen“ geht René Kaufmann dank 80 Stimmen in den Stadtteilbeirat, gefolgt von Mitbewerber Ricardo Schwarz mit 63.

Gruppe Bewohner*innen mit Migrationshintergrund

In der Gruppe der „Bewohner*innen mit Migrationshintergrund“ hatte nur Angelika Anna Gogol kandidiert, die 138 Stimmen erhielt und in den Stadtteilbeirat einzieht. In der Gruppe der „Bewohner*innen mit Behinderung“ gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Frank Mario Banitz, der mit 71 Stimmen zum Stadtteilbeirat gewählt wurde und Marika Menzer, die mit 70 Stimmen nur um eine Stimme hinter ihm lag.

Gruppe Senior*innen

Ebenfalls spannend blieb es bis zum Schluss der Auszählung in der Gruppe der „Senior*innen ab vollendetem 60. Lebensjahr“: Hier konnte sich Dr. Konrad Schneider mit 67 Stimmen gegen Angela Finsterbusch mit 63 Stimmen und Frank Scheffler mit 11 Stimmen durchsetzen. Auf die Plätze 9 und 10 wurden bereits am 8. März 2022 im Stadtbezirksbeirat Pieschen Raphael Grübler und Dr. Joachim Adolphi gewählt, die bis zur nächsten Wahl zweier Entsendeter des Stadtbezirksbeirats weiterhin die Schnittstelle zwischen Stadtteilbeirat und nächsthöherem Entscheidungsgremium herstellen.

Der neue Stadtteilbeirat besteht außerdem aus…

Ergänzt wird die gewählte Bürgervertretung im Stadtteilbeirat durch weitere zehn Vertreterinnen und Vertreter wichtiger Institutionen im Stadtteil: Den Trägern von Kinder- und Jugendarbeit, Senioren- und Integrationsarbeit, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Wohnungsunternehmen sowie das Stadtbezirksamt Altstadt. Die Einrichtungsvertreterinnen und -vertreter konnten sich bewerben und wurden durch den Stadtteilverein in ihr Amt berufen. Das sind Antje Wildeboer, Fachberaterin in der
Kinder- und Jugendhilfe, Anja Fochtmann vom Förderzentrum Makarenko, Britta Sommermeyer von
der Kreativen Werkstatt Dresden, Paul Elsner von der GEH8 Kunst Raum Ateliers, Torsten Munk von der Sächsischen Wohnungsgenossenschaft Dresden, Gisela Merkel-Manzer von der Laurentiuskirchgemeinde, Regina Hadem vom Allgemeinen Sozialen Dienst Pieschen, Maria Schulze vom Hausprojekt Mangelwirtschaft Übigau und Thomas Grundmann vom Stadtbezirksamt Pieschen. Noch zu besetzen ist der Platz für eine Einrichtung der Seniorenvertretung.

Bereits zum zweiten Mal wurden nun Bürgervertreterinnen und -vertreter in den 2019 eingerichteten 20-köpfigen Beirat gewählt, der viermal im Jahr gemeinsam über aktuelle Themen der Stadtteilentwicklung berät, sich für die Interessen des Stadtteils einsetzt und über die Verwendung der Mittel des Stadtteilfonds Pieschen und Mickten mit einem Gesamtvolumen von jährlich ca. 40.000 Euro entscheidet. Das Modellprojekt im Rahmen der „Zukunftsstadt Dresden 2030+“ soll Beteiligung, Engagement und Zusammenarbeit auf Stadtteilebene fördern und hat eine Verbesserung der Lebensqualität in den Stadtteilen zum Ziel – seit zwei Jahren erfolgreich erprobt in Johannstadt und in Pieschen-Süd/Mickten, während sich eine Initiative in Gruna gerade auf den Weg begibt.

Der neue Stadtteilbeirat konstituiert sich zeitnah

Zur konstituierenden Sitzung trifft sich der neue Stadtteilbeirat Pieschen und Mickten im Juni, sobald
die erforderlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind. Nach einer Einführung in die Arbeit des Stadtteilbeirats werden die zu beratenden Themen gesammelt und vermutlich auch schon erste Beschlüsse über die Förderung von Projektanträgen gefasst.

3 Meinungen zu “So haben Pieschen und Mickten gewählt – Ergebnisse der Stadtteilbeiratswahl

  1. U. Jacob sagt:

    Liebe Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Pieschen-Aktuell,
    bisher konnte man ihre Beiträge recht gut lesen. Aber nun beginnen Sie den allumgreifenden und schon teilweise wieder rückläufigen Gender-Wahn-Blödsinn mitzumachen. Auch in Ihrem Text liest es sich nun wunderbar. Zu vorlesen eignet sich folgende Textstelle am besten: „… Mit deutlicher Mehrheit wählten die Pieschner*innen, Micktener*innen, Übigauer*innen und Alttrachauer*innen die Vertretung der „Ladenbesitzer*innen“.-…,“ Wer da keinen Knoten beim lesen und vorlesen bekommt.
    Zu guter Hoffnung kann man bei Ihnen wieder im 8. Abschnitt kommen wen es bei Ihnen heißt „….Bereits zum zweiten Mal wurden nun Bürgervertreterinnen und -vertreter …“. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Verfasser oder die Verfasserin dem Leser es doch ermöglichen will, einen Text wieder flüssig zu lesen.

    Bitte schreiben Sie Ihre Beiträge wieder wie schon seit jeher gewohnt. Ihre Leser werden es Ihnen danken.

  2. Rainer Witz sagt:

    Dieser Abschnitt ist nun unter Vorbehalt und ohne jeden Vorwurf gemeint:

    Leider fand ich die Wahlunterlagen erst letzten Samstag (14.05) in meinem Briefkasten. Dies mag nun daran liegen, dass Sie erst so spät eingeworfen wurden oder ich evtl. nicht jeden Tag in den Briefkasten geschaut habe, das kann ich nun nicht mehr beurteilen. Eine Woche früher (oder noch früher) wäre vermutlich zielführender gewesen, ich hätte gerne gewählt.

    Den Gewählten wünsche ich viel Spaß an der neuen Aufgabe, gutes Gelingen und positive Reaktionen. Ich freue mich über jeden, der unseren Stadtteil lebenswerter macht, ob es jetzt mir persönlich etwas bringt oder auch nicht.

    @U.Jacob: Ich bevorzuges es auch, wenn der Lesefluß nicht so gestört wird. Fiel mir auch inzwischen im Kinderradio auf, wo es heißt „Mit uns werdet ihr schlauer als eure Lehrer (halbe Sekunde Pause) innen.“
    Meine Kinder verziehen da auch immer die Stirn und schauen schräg „Papa, warum reden die so komisch“.
    Es ist halt „vogue“ den generischen Maskulinum zu ignorieren oder versuchen zu verdrängen. Gibt dazu sicher einen Haufen Diskussionen. Aber können Sie sich einen spannenden Krimi oder Roman voller „*innen“ und „-innen“ vorstellen?

  3. Marie Müller sagt:

    Geschlechtergerechte Sprache weist darauf hin, dass Diejenigen, die diese Sprache benutzen, sich auch für Anliegen, Ansichten und Lebensrealitäten von Menschen interessieren, die keine Männer sind. Sprache verändert sich kontinuierlich. Konservative Menschen sollten das anerkennen und nicht alles mit „Wahnsinn“ verunglimpfen, was ihnen nicht gefällt. Die sture Weiterbenutzung des generischen Maskulinums trotz des Wissens, dass sich Abermillionen Menschen davon nicht mitgenannt fühlen und wie Studien nachgewiesen haben durch deren Anwendung auch weniger mitgedacht werden, zeigt dass gesellschaftliche Machtverhältnisse ignoriert und damit nur die eigenen Privilegien verteidigt werden, gegen die Interessen anderer Geschlechter.

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