Obdachloser Mann im Keller eines Abbruchhauses in Pieschen erfroren

Aktualisierung 12. Februar: Bei dem tot aufgefundenen Obdachlosen handelt es sich nach Angaben, die die Dresdner Staatsanwaltschaft heute machte, um einen 82-jährigen Mann. Er sei zwischen dem 25. Januar und dem 4. Februar an Unterkühlung und akuter Herzinsuffizienz gestorben. Anzeichen für Fremdverschulden habe es nicht gegeben.

11. Februar:

Die Untersuchung der Umstände, unter denen in der vergangenen Woche ein obdachloser Mann erfroren ist, dauern noch an. „Das Todesermittlungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen“, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt, Pressesprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft. Der Mann war am 4. Februar von Passant:innen im Keller eines abgebrochenen Hauses im Stadtteil Pieschen gefunden worden. Nähere Ortsangaben machte die Staatsanwaltschaft nicht. Es sei davon auszugehen, dass der Tod durch Erfrieren eintrat. Derzeit gebe es keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Dresdner Straßenzeitung Drobs hatte am Dienstag auf ihrer Facebookseite über den erfrorenen Mann berichtet und appelliert: „Bitte haltet weiter die Augen offen. Denkt auch an Schuppen in Hinterhöfen, alte Werkstätten und Industriebrachen oder auch Gartenlauben. Sie bieten bei den aktuellen Temperaturen über einen längeren Zeitraum ohne Wärmequelle keinen ausreichenden Schutz gegen Erfrieren.“

In Dresden gibt es derzeit acht Übergangswohnheime für wohnungslose Menschen mit knapp 400 Plätzen. In der Mohnstraße 43 hat der von der Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie Dresden betriebene Tagestreff Schorsch geöffnet. Weitere Hinweise zur Unterstützung für wohnungslose Menschen im Winter und unter Corona-Bedingungen gibt es hier.

 

3 Meinungen zu “Obdachloser Mann im Keller eines Abbruchhauses in Pieschen erfroren

  1. Ronny sagt:

    Das ist Deutschland. Alle die Kohle in den A… schieben (Politiker und Einwanderer), aber für eigene Volk nichts tun.

    • Schweesdo Onie sagt:

      Hervorragend, „Ronny“ mit welcher Eloquenz Sie Ihr Mitgefühl mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft ausdrücken. Und geradezu bewundernswert, wie Sie Ihre tief empfundene Menschenfreundlichkeit nicht wie eine Standarte vor sich her tragen wie ein x-beliebiger Gutmensch, sondern durch nur auf den ersten Blick dümmlich wirkende Ergänzungen relativieren. Wer hinter das prollige Gepöbel sieht, erkennt eine feine Seele, die zutiefst an den mannigfaltigen Ungerechtigkeiten unserer Gesellschaft leidet! Bravo!

  2. gina sagt:

    Es ist schlimm das so etwas geschehen kann ,aber es gibt Menschen die jegliche Hilfe ablehnen und für die ist trotz aller Hilfsangebote das die logische Konzequenz.
    Wer mir Herzlosigkeit unterstellt solle wissen das es das gibt .

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