Nach Unfall mit Todesfolge: Anklage gegen Lkw-Fahrer – rote Ampel ignoriert

Ein knappes Jahr nach einem schweren Unfall an der Autobahn-Anschlussstelle Wilder Mann hat die Staatsanwaltschaft Dresden jetzt beim Amtsgericht Dresden Anklage gegen einen 59-jährigen Deutschen erhoben. Ihm wird fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

Am 30. Juli 2020 war der 59-Jährige mit einem Lkw Iveco gegen 14.20 Uhr auf der Moritzbürger Landstraße stadtauswärts unterwegs. Die Anklage wirft ihm vor, eine rote Ampel ignoriert zu haben. An der Bundesautobahn Anschlussstelle Wilder Mann habe er „das seit mindestens 15 Sekunden geschaltete Rotlicht mit einer Geschwindigkeit von über 60 km/h überfahren. Dies soll für den Beschuldigten voraussehbar und vermeidbar zur Folge gehabt haben, dass er im Kreuzungsbereich mit einem entgegenkommenden Pkw frontal zusammenstieß“, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft. Die Feuerwehr musste die in dem VW Polo eingeklemmten Personen mit hydraulischen Rettungsgeräten befreien. Der 79-jährige Fahrer habe schwere Verletzungen erlitten. Die in dem Auto mitfahrende 77-jährige Ehefrau war bei dem Zusammenprall so schwer verletzt worden, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Der leicht verletzte Lkw-Fahrer hatte sich allein aus dem Fahrerhaus befreit.

Der nicht vorbestrafte Beschuldigte befinde sich nicht in Untersuchungshaft, da keine Haftgründe nach der Strafprozessordnung vorliegen. Das Amtsgericht Dresden werde nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden. Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Dresden bestimmt.

 

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