Bewerbungen für Stadtteilbeirat gesucht – Wahl am 15. November im Emmers

Änne Stange und Ricardo Schwarz sind wieder dabei, wenn am 15. November ein neuer Stadtteilbeirat für den Stadtteilfonds Pieschen Süd und Mickten gewählt wird. „Es war einfach toll zu sehen, wie viel Potenzial der Stadtteil hat“, sagte die Inhaberin des Café Gemüsetorte. Die Förderung von so vielen unterschiedlichen Ideen sollte einfach weiter geführt werden, findet sie. Außerdem sei durch die Treffen im Stadtteilbeirat ein Netzwerk mit Leuten entstanden, mit denen sie sonst kaum zusammen getroffen wäre. „Das hat mir sehr gut gefallen und darum will ich noch einmal kandidieren“, sagte Änne Stange. Sie bewirbt sich in der Kategorie „Ladenbesitzerinnen und Ladenbesitzer“.

Auch der Maler Ricardo Schwarz will es noch einmal wissen. „Ich sehe es nach wie vor als meine Aufgabe an, für ein reichhaltigeres Kulturleben im Stadtteil zu sorgen“, begründete er seine erneute Kandidatur. Es sei einfach schön, kreative Projekte mit anzuregen und dann auch voran zu bringen, sagte Schwarz, der in der Kategorie „Freiberufler und Freiberuflerinnen“ antritt.

Bewerbungen bis zum 5. November möglich

Bis zum 5. November können sich interessierte Bewohnerinnen und Bewohner aus den Stadtteilen Pieschen-Süd und Mickten noch als Kandidaten für den Stadtteilbeirat beim Verein Pro Pieschen bewerben. Für folgende Kategorien werden Kandidaten gesucht:

  • Jugendliche von 16 bis 25 Jahren
  • Senioren und Seniorinnen über 60 Jahre
  • Bewohner und Bewohnerinnen mit Migrationshintergrund
  • Bewohner und Bewohnerinnen mit Behinderung
  • Ladenbesitzer und Ladenbesitzerinnen
  • Freiberufler und Freiberuflerinnen
  • und alle anderen Bewohner und Bewohnerinnen und Berufstätigen

Alle Infos und Unterlagen über den Stadtteilbeirat, den Stadtteilfonds und Pro Pieschen gibt es hier. Die Wahl am 15. November findet von 18 bis 20 Uhr im Saal des Stadtteilhauses EMMERS auf der Bürgerstraße 68 statt.

Aus den Mitteln des Stadtteilfonds Pieschen Süd und Mickten werden Projekte von Vereinen, Initiativen oder Privatpersonen gefördert. Anträge können alle Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Vereine aus Pieschen-Süd und Mickten stellen. Der Stadtteilbeirat berät über die Anträge und entscheidet, welche nachhaltigen Projekte gefördert werden sollen.

Dabei kann es sich sowohl um Projekte handeln, die Investitionen erfordern – zum Beispiel die Verschönerung oder Zwischennutzung von Gebäuden und Freiflächen oder die Anschaffung von Ausstattungsgegenständen im öffentlichen Raum oder von Arbeitsgeräten für bürgerschaftliches Engagement – als auch um nicht investive Maßnahmen, wie zum Beispiel Feste, Kultur-, Freizeit- oder Bildungsangebote.

Der Stadtteilfonds Pieschen Süd und Mickten förderte von Oktober 2019 bis jetzt circa 40 Projekte. Einen Einblick über die geförderten Projekte kann man sich auf der Website von Pro Pieschen verschaffen.

4 Meinungen zu “Bewerbungen für Stadtteilbeirat gesucht – Wahl am 15. November im Emmers

  1. Christoph Böhm sagt:

    Gestattet sei der Hinweis, dass die Arbeit des Stadtteilfonds Pieschen maßgeblich durch die finanzielle Unterstützung des Stadtbezirksbeirates Pieschen ermöglicht wird. Der Stadtbezirksbeirat ist dabei ein städtisches Gremium, dass durch alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger im Stadtbezirk gewählt wird und dem Stadtteilfond finanzielle Mittel bereit stellt, welche aus den Steuereinnahmen der Landeshauptstadt Dresden finanziert werden.

  2. Dieter Schmitz sagt:

    Und dass entgegen der Stimmen derer die sich im Besitz der moralischen Wahrheit glauben. Die Wahlergebnisse, die zur derzeitigen Zusammensetzung des Stadtbezirksbeirates führten, machten die Verluste an gesellschaftlicher Kompetenz deutlich.

    Immerhin kam C. B. nach Gründung des Stadtteilfonds Pieschen zu der Erkenntnis: Jetzt können wir endlich beim Straßenfest Oschatzer Straße mitreden. Selbst die (seinerzeit) beteiligte AOK war in der Öffentlichkeit präsenter als die Bürgerpartei. Das, was die Politik versäumt, muss von Bürgern in Eigeninitiative geleistet werden.

    Welche Bedeutung Kunst und Kultur in Sachsen hat wurde vor wenigen Wochen deutlich. Da wurde ein Wettbewerb ausgelotet wer die schönsten Grußkartenmotive malen kann. Ein mehr an Anspruch muss nicht sein.

    Danke an die Mitglieder des Stadtbezirksbeirates Pieschen die den Bezug zur Lebenswirklichkeit (Realität) noch nicht verloren haben.

  3. Karl O. sagt:

    „Welche Bedeutung Kunst und Kultur in Sachsen hat wurde vor wenigen Wochen deutlich. Da wurde ein Wettbewerb ausgelotet wer die schönsten Grußkartenmotive malen kann.“
    Oh ja 🙂 als ich das laß dachte ich auch, wo sind wir nur gelandet.
    Dresden wollte allen ernstes mal Kulturhauptstadt Europas werden. LOL
    Wie haben wir uns geschämt, für die Verantwortlichen.
    Die Kulturlosigkeit dieser Stadt machte man letztens erst weltweit bekannt durch die skandalöse Entscheidungen um den Dirigenten und Intendanten eines der ältestesten Orchesters der Welt unserer Staatskapelle Dresden. Die immer noch amtierende Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) will mal „Neues und zeitgemäßes“ ausprobieren. Eine unfassbare Zerstörung von diesem Kulturschatz. Und das man der Dresdner Philharmonie ab 2016 jährlich 250000 Euro kürzte und dadurch den international renomierten Dirgenten Michael Sanderling aus der Stadt verjagte, haben wir auch dieser fragwürdigen „Kultur“ministerin zu verdanken. Man schüttelt weltweit in der Kulturprominenz nur mit dem Kopft über solche absurden Entscheidungen.
    „Kulturhauptstadt“ Was war das damals für eine peinliche Bewerbung.

    • Dieter Schmitz sagt:

      Lieber Karl O.,

      bei allem Respekt, Sie sollten die Messlatte mal nicht so hoch ansetzen. Wir sprechen an dieser Stelle von Hanni und Nanni. Und selbst dass ist, im Vergleich, durchdacht.

      Gehen Sie doch einmal zu einer Sitzung des Stadtbezirksbeirates Pieschen und hören Sie die weisen Worte einiger Vertreter. Sie werden nicht mehr daran glauben dass die Menschheit die führende Spezies auf diesem Planeten ist.

      (Passage gelöscht wegen Verstoß gegen die Netikette – W. Schenk)

      Das kommt vom Hochmut. Was folgt dürfte bekannt sein.

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