Stadtteilbeirat Pieschen-Süd und Mickten: 43.000 Euro Projektmittel noch verfügbar

Für die Förderung von Projekten aus dem Stadtteilfonds für Pieschen-Süd und Mickten stehen noch rund 43.000 Euro zur Verfügung. Bisher hat der Stadtteilbeirat drei Projekte genehmigt – eins im Februar und zwei weitere auf seiner gestrigen Sitzung im Stadtteilzentrum Emmers. Aus dem Stadtteilfonds werden kleinere, von lokalem Engagement getragene Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität und des Zusammenlebens in Pieschen Süd oder Mickten gefördert. Antragsteller können Privatpersonen, Gruppen, Initiativen, Vereine oder Verbände sein. „Es schlummern so viele Ideen zur Verschönerung des Wohnumfeldes und Aufwertung des nachbarschaftlichen Lebens in Schubläden. Der Fonds ist die Chance, diese Ideen zum Leben zu erwecken. Ich wünsche mir, dass viele sich die Zeit nehmen und einen Förderantrag stellen“, sagt Änne Stange, frisch gewählte Sprecherin des Stadtteilbeirates. Sie hofft, dass auf der nächsten Beiratssitzung im August viele Anträge zur Abstimmung stehen. Vielleicht gibt es ja gerade für den Sommer noch Ideen von Vereinen oder Initiativen für die Organisation von Ferienfreizeiten. Wer Hilfe, Unterstützung oder Beratung zu seiner Idee benötigt, kann sich per Mail an stadtteilfonds@propieschen.de wenden oder zu den Sprechzeiten im Vereinsbüro von ProPieschen in der Oschatzer Straße 5 vorbeischauen.

Der Stadtteilbeirat tagte gestern im Emmers – mit dem nötigen Abstand. Foto: W. Schenk

Der Stadtteilbeirat hat gestern Änne Stange, Inhaberin des Café Gemüsetorte, zu seiner Sprecherin gewählt. Stellvertreter ist der Künstler Enrico Schwarz, vielen bekannt als Initiator und Organisator von „Advent in Pieschen“. Beide werden den aus etwa 20 Personen bestehenden  Stadtteilbeirat nach außen vertreten und dessen Entscheidungen erläutern. Als neues Mitglied rückte Friedemann Lipkow in den Beirat nach, weil Anja Wittich ihre Mitgliedschaft beendete hatte.

Der Stadtteilbeirat, der über die Vergabe der Gelder aus dem Stadtteilfonds entscheidet, stimmte zwei Anträgen auf Projektförderung zu. Der „Dresdner Verein deutsch-kurdischer Begegnungen“ möchte in seinen Räumen künftig Ausstellungen präsentieren. Die dafür nötigen technischen Voraussetzungen und die erste Ausstellung mit 42 Bildern wird nun mit 589 Euro unterstützt. Fettah Cetin und Heidemarie Franzke hatten den Antrag präsentiert und Fragen beantwortet. Die Ausstellung mit Bildern, die von Kurden in türkischen Gefängnissen gemalt wurden, soll am 28. Juni mit einer Vernissage eröffnet und dann zwei Monate gezeigt werden.

Bewilligt wurde auch der Förderantrag der Initiative Stadtteilleben für den Veranstaltungskalender 2020. Von den 4.720 Euro sollen die Honorare für die Datenpflege und die Kosten für die technischen Weiterentwicklung finanziert werden. Der Veranstaltungskalender war 2019 im Oktober mit einer Projektförderung gestartet und kann nun fortgesetzt werden. Er wird über das Onlinejournal Pieschen Aktuell verbreitet. Die Förderung kam gerade zur rechten Zeit, weil die Durchführung von Veranstaltungen nun wieder möglich ist. Der Veranstaltungskalender wurde darum heute wieder freigeschaltet und zeigt bereits die ersten Events für die kommenden Tage. Seit Mitte März waren defacto alle bereits geplanten Veranstaltungen abgesagt oder verschoben worden. Jetzt, so Tanja Tröger von der Initiative Stadtteilleben, können die geplanten Veranstaltungen wieder an die Adresse events@pieschen-aktuell.de gemeldet werden. Sie hofft, dass viele Veranstalter regen Gebrauch davon machen, damit schnell wieder Leben in das Angebot kommt.

Die Mittel für den Stadtteilfonds waren zu Jahresbeginn vom Stadtbezirksbeirat Pieschen bereitgestellt worden. Weil in Folge der Corona-Krise eine Haushaltssperre in Dresden verhängt wurde, sind dies derzeit die einzigen verfügbaren Gelder für die Förderung von Projekten. Ob weitere Mittel aus dem Verfügungsfonds des Stadtbezirksbeirates freigegeben werden, ist derzeit völlig offen.

(Transparenzhinweis: Der Autor des Beitrages und Herausgeber des Onlinejournals Pieschen Aktuell, Winfried Schenk, ist Mitglied der Initiative Stadtteilleben. Die beantragten Fördergelder werden überwiegend als Honorare für externe Datenpfleger und die technische Weiterentwicklung des Veranstaltungskalenders durch einen externen Entwickler verwendet.)

 

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