Die Dresdner Stadtverwaltung will an bedürftige Einwohner Mund-Nase-Bedeckungen verteilen. Sie sollen per Post verschickt werden. Am 4. Mai würde es zudem eine kostenlose Mundschutz-Ausgabe im Rathaus Pieschen geben. „Ich bin sehr froh, dass fast alle Menschen in unserer Stadt sich an die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, halten und es kaum Probleme mit dieser Verordnung gibt“, erklärte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). „Dennoch erreichen uns immer wieder Anrufe und Schreiben von Menschen, die entweder organisatorisch oder finanziell Schwierigkeiten haben, sich selbst oder ihre Familien ausreichend mit dem Schutz zu versorgen. Hier wollen wir Abhilfe schaffen“, sagte er weiter. Wenn ab kommenden Montag weitere Lockerungen im Freistaat umgesetzt werden, steige auch der persönliche Schutzbedarf.
Ab Donnerstag, 30. April, können bedürftige Einwohner unter Angabe ihrer Adresse zwei Mundschutz-Masken online oder per Telefon 0351 4885322 (täglich 8 Uhr bis 18 Uhr) bestellen. Sie werden per Post zugeschickt.
Eine zusätzliche Möglichkeit ist die persönliche Abholung. Dies ist am 4. Mai ab 13 Uhr im Rathaus Pieschen möglich. „Hier appelliere ich aber an die Bürgerinnen und Bürger, keine Menschenansammlung zu produzieren. Wir haben insgesamt rund 120.000 Mund-Nasen-Bedeckungen zur Verteilung über Post und Stadtbezirke bereitgestellt“, sagte Hilbert. „Niemand muss sich eine Stunde vorher am Rathaus anstellen aus Angst, keine Mund-Nase-Bedeckung zu erhalten“, fügte er hinzu und empfahl, den Mundschutz besser per Post anzufordern. Gleichzeitig warnte Hilbert davor, den Mindestabstand beim Abholen der Masken nicht einzuhalten. „Wir werden die Verteilung der Mund-Nase-Bedeckung wenn nötig abbrechen“.
Jeder sollte allerdings auch für sich überlegen, ob überhaupt ein Bedarf besteht. „Wir wollen mit unserer kostenlosen Bereitstellung wirklich diejenigen erreichen, die ansonsten in Notsituationen geraten“, so Hilbert.
Neben den beiden Masken erhalten die Empfänger ein Informationsblatt mit Hinweisen zum Tragen und dem Umgang mit der Mund-Nasen-Bedeckung. Zudem gebe es Pflege- und Waschhinweise.
3 Kommentare zu “Kostenloser Mundschutz für Bedürftige – per Post und im Rathaus Pieschen”
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Das super mit der kleinen Rente kann man sich das ja nicht leisten soviel teurer geworden
Wer hat denn bitte kein Stück Stoff, den er sich vor den Mund binden kann? Dann wäre ich ja auch bedürftig,weil ich nicht nähen kann oder inwieweit gilt diese Bedürftigkeit?
„bedürftig“ bedeutet hier wohl „braucht welche“
sprich: jeder kann sich jene zwei stück holen, in der Hoffnung dass das nur Leute tun werden die auch Bedarf daran haben.
Das muss man nicht unbedingt mit „kann sich monetär keine bei Amazon/Neustadt-Näherei leisten“ übersetzen.