Havarie an Fernwärmeleitung: Heute kein warmes Wasser in Pieschen

Seit heute Morgen gibt es in vielen Haushalten in Pieschen kein warmes Wasser. Das wird den ganzen Tag so bleiben. Erst heute Nacht gegen 2 Uhr fließt es wieder. Grund sind Reparaturarbeiten der Drewag an der Hauptleitung nach Pieschen. „Durch eine nicht im Auftrag der Drewag arbeitende Fremdfirma wurde eine Fernwärmeleitung in Pieschen am Alexander-Puschkin-Platz beschädigt“, erläutert Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann den Grund. Nach der Begutachtung des Schadens sei festgelegt worden, etwa 1,5 Meter Rohrleitung mit einem Durchmesser von 40 Zentimeter umgehend auszutauschen, fügte sie hinzu.

Dafür müsse der betreffende Leitungsabschnitt zwischen Uferstraße und Gehestraße außer Betrieb genommen werden. Ab Uferstraße 14 komme es damit für alle versorgten Kunden im genannten Zeitraum zur Unterbrechung der Wärmeversorgung und damit auch der Versorgung mit warmen Trinkwasser.

Betroffen ist das Gebiet nördlich der Leipziger Straße bis zur Riesaer Straße. Dies umfasst unter anderem folgende Straßen: Barbarastraße, Braunschweiger Straße, Eisenberger Straße, Gehestraße, Leisniger Straße, Mohnstraße, Rehefelder Straße, Torgauer Straße, Riesaer Straße, Wurzener Straße sowie die Kindertageseinrichtung „Bim Bam Bino“ Rehefelder Straße 56, das Altenpflegeheim Pieschen in der Robert-Matzke-Straße 18 und das Ärztehaus Mickten in der Wurzener Straße 5.

Die Arbeiten haben heute Nacht um 2 Uhr begonnen und sollen nach 24 Stunden beendet sein. „Wir bitten alle betroffenen Kunden um Verständnis“, sagte die Drewag-Sprecherin.

      5 Meinungen zu “Havarie an Fernwärmeleitung: Heute kein warmes Wasser in Pieschen

      1. Rainer Witzsagt:

        Ist halt ein Nachteil bei Fernwärme, ist da irgendein Fehler im System, erwischt es gleich alle die von dem System abhängig sind.
        Bei den Temperaturen ist das aber wohl verkraftbar 🙂

        • DATsagt:

          > erwischt es gleich alle die von dem System abhängig sind.

          wie bei lokaler Wärmeerzeugung halt auch

          Die wirkliche Frage wäre halt nicht „was betrifft mehr Leute“, sondern „was fällt häufiger aus“. Wenn jeder seine eigene Heizung hat und die 2x pro Jahr für einen Tag ausfällt, ist das nicht wirklich besser als wenn die zentrale Versorgung für alle 2x pro Jahr einen Tag ausfällt.

          Und im Zweifelsfall braucht man sich bei zentraler Versorgung selbst um nichts zu kümmern und betreffende Handwerker sind mit deutlich höherer Dringlichkeit dazu bewegt das schnell zu reparieren.

      2. Der Paulsagt:

        Ich frage mich ja, hat das warme Wasser auch wirklich, Legionellen verhindernde Temperaturen, von mindestens 60°C?

        Der Paul

      3. Rainer Witzsagt:

        @DAT bei einer lokalen Wärmeerzeugung hat man eine Fehlerquelle weniger, da haste ne Heizung, z.B. Luftwärmepumpe und gut ist. Bei Fernwärme hat man zusätzlich zum Wärmetauscher, der ebenso wie eine andere Heizung ausfallen kann, eben noch die Zuleitung/Heizkraftwerk, die zusätzlich ausfallen kann, also zwei statt einer möglichen Störquelle.

        Bei dem Thema mit den Handwerkern stimme ich Dir natürlich zu, die kommen bei sowas großem deutlich schneller als wenn bei mir privat was ausfällt, da wartet man gerne schon mal ein paar Tage :-/ (wiederum, fällt der Wärmetauscher für die Fernwärme aus, muss ich ebenso lange warten).

        Ich mag diesen Grundgedanken der Abhängigkeit von einem Anbieter und dessen Energielieferanten (ist das bei der Fernwärme hier bei uns nicht angeblich russisches Gas?) nicht wirklich. Bei einer lokalen Wärmeversorgung habe ich einen gewissen Spielraum, wem ich jetzt mein Geld geben mag.

        • DATsagt:

          > Ich mag diesen Grundgedanken der Abhängigkeit von einem Anbieter und dessen Energielieferanten […] nicht wirklich.

          schon klar – einfache, dezentrale Systeme wären schon der Wunschzustand, gerade als Informatiker kann ich diesen Wusch definitiv verstehen

          Das ist aber leider fast nie das einzige Argument – Dinge wie Effizienz und Anschaffungskosten sprechen oft für andere Lösungen.

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