Ein Amberbaum und eine Gedenktafel erinnern jetzt an Falk Schmidtgen

Am Schulcampus Gehestraße erinnern jetzt ein Amberbaum und eine Gedenktafel an den ehemaligen Dresdner Schulamtsleiter Falk Schmidtgen. Er war am 27. November 2018 bei einem Verkehrsunfall tragisch ums Leben gekommen, als er nach der Arbeit mit dem Rad auf dem Heimweg von einem betrunkenen Autofahrer angefahren wurde. Noch am Unfallort verstarb der 54-Jährige an seinen schweren Verletzungen. Er hinterließ eine Frau und drei Kinder.

Schmidtgen Falk, Schulverwaltungsamt 2508

Falk Schmidtgen. Das Foto zeigt ihn bei der Präsentation der Schulbauleitlinien im August 2016. Foto: W. Schenk

„Dieser neu gepflanzte Baum und die Gedenktafel sollen dazu beitragen, sein Andenken in Ehren zu halten. Mit Kreativität, vielen Ideen und als Impulsgeber hat Falk Schmidtgen das Schulverwaltungsamt zukunftsorientiert weiterentwickelt und die Dresdner Schullandschaft modernisiert und aufgebaut“, sagte Dresdens Erster Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) heute im Beisein der Familienangehörigen bei der Enthüllung der Gedenktafel in Vertretung des Oberbürgermeisters. „Falk Schmidtgen steuerte maßgeblich die Prozesse der Schulnetz‐ und Schulentwicklungsplanung. Unzählige Schulen wurden unter seiner Leitung saniert, erweitert, neu gebaut, gegründet und eröffnet. Dazu gehört auch die Planung und Errichtung des Schulcampus Pieschen für insgesamt 90 Millionen Euro. Deshalb haben wir uns entschieden, hier diesen Gedenkort einzurichten.“

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Hartmut Vorjohann (CDU), jetzt Sachsens Finanzminister, hatte als Dresdner Bildungsbürgermeister mit dem Leiter des Schulverwaltungsamtes bis zu dessen Tod eng zusammenarbeitete. „Der tragische Unfalltod von Falk Schmidtgen vor zwei Jahren löst in uns auch heute noch tiefe Trauer aus“, sagte Vorjohann. „Er wird vermisst, als kluger und weitsichtiger Gestalter in der Dresdner Schulverwaltung, als wahrer Fachmann, vor allem aber als Mensch und Freund. Indem wir uns erinnern und über das gemeinsam Erreichte sprechen, bewahren wir ihm ein lebendiges Andenken. Mit dem Gedenkbaum schaffen wir zudem einen besonderen Ort des Gedenkens, der Mahnung und stillen Trauer.“

Die Gedenktafel befindet sich zwischen der Aula des Schulcampus und dem Fußweg am Gehepark neben dem gewidmeten Baum. Der ausgewählte Amberbaum, dessen Laub sich im Herbst amber-, also bernsteinfarben, in gelb-orange Tönen verfärbt, kann in Mitteleuropa eine Höhe von 20 Metern erreichen.

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2 Meinungen zu “Ein Amberbaum und eine Gedenktafel erinnern jetzt an Falk Schmidtgen

  1. Alfred sagt:

    So ein falsches geheuchel von Vorjohann & Sittel. Den isses doch scheiss egal ob da jemand gestorben ist. Die haben so auch blos Ihre bezahlte Arbeitszeit rumgebracht. Für jeden anderen der aus der Stadtverwaltung umgekommen ist durch einen Unfall wird nicht so ein zatz gemacht. da gibt es nichtmal eine Karte oder Anruf. Und Plattformen die sowas noch veröffentlichen sind null besser weil sie damit andere verhöhnen.

  2. Rainer Witz sagt:

    Ich würde das etwas differenzierter sehen. Es scheint ja ein „verdienter Mann“ gewesen zu sein. Die Frage wäre für mich, hat er wirklich ungewöhnliches geleistet oder einfach nur gut seinen Job gemacht für den er bezahlt wurde und bekäme er auch bei einem unfallfreiem Tod einen Gedenkstein für seine Lebensleistung? So gesehen ginge das dann doch alles in Ordnung, zumal sich die Kosten hierfür wohl wirklich in Grenzen gehalten haben dürfte. Der Baum tut auch niemandem weh.
    Hat er denn Gedenkstein aber nur bekommen, weil er einen Unfalltot starb? Dann wäre es natürlich ein Hohn gegenüber allen anderen namenlosen täglichen Unfalltoten.

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