Arcotel Hafencity: Leitungsteam steht – Eröffnung auf Februar 2021 verschoben

Die Eröffnung des Arcotels Hafencity ist von November auf Februar 2021 verschoben worden. Aufgrund der Coronaeinschränkungen seien Bauteile nicht fristgerecht geliefert worden. Zudem konnten nicht alle Firmen am Bau über die geplante Anzahl von Mitarbeitern verfügen. Hotelmanager Johannes Mauthe wirkt dennoch nicht unzufrieden. Wichtige Personalentscheidungen sind inzwischen gefällt. In dieser Woche haben der Chefkoch, die Verkaufschefin und der Technische Leiter ihre Jobs angetreten. Nummer eins auf der Liste des Hotelpersonals ist jedoch Katja Biniarz. Bereits seit 1. September ist sie die rechte Hand des Eröffnungsmanagers. „HR Coordinator“ steht auf ihrer Visitenkarte. „Sie ist verantwortlich für Personal und Verwaltung und wird das auch nach der Eröffnung bleiben“, betont Mauthe.

Neben dem Elbhaus steht bereits die Fahrradbox für 25 Räder. Foto: W. Schenk

Sie habe bereits eine langjährige Erfahrung in der Gastronomie und kenne Dresden sowie den hiesigen Markt sehr gut, lobt er. Unter knapp 45 Bewerbungen hat sich Katja Biniarz durchgesetzt. Auch für die anderen Jobs habe es viele Interessenten gegeben – so zwischen 30 und 40. Insgesamt müssen rund 60 Stellen besetzt werden. Im November und Dezember, so die HR Coordinatorin, folgen die Ausschreibungen für das Housekeeping, die Rezeption, die Bar und den Gastronomiebereich.

Der erste Küchenchef im Arcotel Hafencity ist Marcel Kube. Er hat im vergangenen Jahr mit seinem Team den Dresdner Menüwettbewerb Kochsternstunden gewonnen und zuletzt im Hotel und Restaurant Villa Sorgenfrei in Radebeul gearbeitet. Künftig soll er dafür sorgen, dass es nicht nur den Hotelgästen schmeckt. „Wir wollen gezielt das Dresdner Publikum ansprechen. Die Anwohner aus den Stadtbezirken Pieschen und Neustadt sollen sich hier genauso wohl fühlen wie die Hotelgäste oder die Radtouristen auf der Durchreise“, sagt Johannes Mauthe.

Hier ist Platz für eine große Terrasse. Foto: W. Schenk

Die ersten Aufgaben für den neuen Küchenchef stehen schon fest. Es müssen Speisekarte, Bankett-Angebote und die Frühstückskarte kalkuliert und entwickelt werden. Dazu gehöre auch die Lieferantenauswahl. Die ersten kritischen Esser werden aus den eigenen Reihen kommen. Am 23. November zieht das gesamte Team in den Hotelneubau um. Die Küche soll bis Ende Dezember fertig eingerichtet sein. Dann, so Mauthe, beginne das Probekochen, zunächst für die Hotel-Mannschaft.

Auch den General Manager für das Hotel hat Mauthe inzwischen gefunden. Eigentlich war diese Personalie schon zum Richtfest entschieden, dann aber aus persönlichen Gründen wieder offen gewesen. Knut Kiefer werde seinen neuen Job am 26. Oktober antreten. „Er ist ein sehr erfahrener Kollege, hat in Bergisch Gladbach und Köln, aber auch in China und Vietnam gearbeitet. In die Auswahl des leitenden Hotelpersonals sei er bereits eingebunden gewesen, betont Mauthe.

Außentreppen, die Zufahrt zur Tiefgarage, Stellplätze im Freien und der öffentliche Weg zur Elbe werden hier gebaut. Foto: W. Schenk

Auf der Baustelle sind die Gerüste an den beiden Hotelgebäuden längst gefallen. Die Fahrradbox für 25 Räder steht bereits, der Weg zur Elbe zwischen dem Citybeach-Areal und dem Hotelgelände ist bereits erkennbar. Er führt auf der Rückseite der Citybeach-Sommerterrasse entlang, die gleichzeitig als Schallschutz dient. Für die Hotelgäste wird es dort auch einen Zugang zum Citybeach geben.

Ende November soll das Elbhaus fertig eingerichtet sein. „So nennen wir das Gebäude an der Elbe“, erklärt Ingo Jahn. Er ist der technische Leiter der gesamten Arcotel-Gruppe und begleitet den Hotelneubau in der Hafencity bis zur Abnahme. Die Suiten im Obergeschoss haben schöne Terrassen mit einem großartigen Rundblick über das Ostragehege und auf die Altstadt-Silhouette. Die Teppiche auf den Gängen seien als Fliesen verlegt und könnten so bei Beschädigungen schnell ausgetauscht werden. Zudem, so der Technikchef, sei das Material recyclebar.

Die Aussichten von den Terrassen der Suiten sind großartig, sagen Johannes Mauthe (l.) und Ingo Jahn. Foto: W. Schenk

Auch im Haupthaus machen die Bauarbeiter Fortschritte. „Die zweite Etage wird in dieser Woche komplett eingerichtet sein“, sagt Ingo Jahn. Jetzt sehe man jeden Tag, was gerade geschaffen wird, freut er sich. Der gebürtige Rostocker wohnt schon lange in Hamburg und pendelt von dort zu den Hotelstandorten der Arcotel-Gruppe in Österreich und in Stuttgart, Hamburg und Berlin – und seit zwei Jahren auch regelmäßig nach Dresden.

Wenn im November das Team aus den Interimsbüros in das neue Hotelgebäude umzieht, beginnt „eine spannende Phase“, meint Johannes Mauthe. Dann lernen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richtig kennen und es werde sich zeigen, ob das Team harmoniert. Und ob der Eröffnungsmanager ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Führungsmannschaft hatte. „Ich mache das nicht zum ersten Mal“, sagt er. „Unser Gewerbe ist ein Erfahrungsgewerbe.“

2 Meinungen zu “Arcotel Hafencity: Leitungsteam steht – Eröffnung auf Februar 2021 verschoben

  1. Klaus sagt:

    Dieses Hotel ist eine Schande für Dresden. Wertvoller Kulturraum wurde den Dresdner, insebsondere der Jugend, genommen. Das dort, wo einst schöne Volleyballplätze und feiner Sand waren, ist jetzt ein Parkplatz in bester Lage gebaut worden. Wie doof muss man sein, um solche Architektonischen Verbrechen überhaupt zuzulassen?

  2. Rainer Witz sagt:

    Naja, es ist recht einfach. Es geht um Geld. Und das war es auch schon.

    Sehen wir es mal so. Wir als Anwohner ärgern uns natürlich, dass uns so ein Klotz vor die Nase gesetzt wird, wertvoller Begegnungsraum weggenommen wurde und der Radweg an der Stelle dank noch mehr Fußgängern bis zur Verbreiterung an der Brücke nur noch schiebend oder in Schrittgeschwindigkeit genutzt werden kann.
    Wenn wir allerdings als Touristen in einer anderen Stadt unseren Urlaub machen, freuen wir uns aber auch über eine schöne Aussicht und einen direkten Zugang zum Erholungsgebiet. Die Anwohner sind uns dort auch herzlich egal.
    Was uns wieder zurück zum Anfang führt, es geht um Geld.

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