Der Weg für die Mitglieder der AOK-Krankenkasse wird ab 18. Dezember etwas weiter. Am kommenden Freitag öffnet die neue Filiale am Bischofsplatz 8. Die Büros an der Ecke Oschatzer Straße / Konkordienstraße schließen für immer. Derzeit sind sie „auf Grund der Coronasituation geschlossen. Die baulichen Voraussetzungen erlauben es nicht, die Vorgaben für eine Kundenberatung unter Coronabedingungen zu erfüllen“, erklärte Hannelore Strobel, Sprecherin der AOK Plus für Sachsen und Thüringen. Auf Grund der Gesamtsituation in der Pieschener Filiale habe man schon länger nach einer Alternative gesucht.
Das neue Objekt am Bischofsplatz 8 werde auch für die Kunden da sein, die bisher die Filiale in der Hoyerswerdaer Straße in der Neustadt genutzt haben, so Strobel. Die neuen Räume befinden sich direkt am Halteplatz Bischofsplatz in einem von der Meiag Unternehmensgruppe errichteten Neubau mit 34 Wohnungen und 660 Quadratmetern Gewerbefläche.
Die sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pieschen werden alle in die neue Filiale wechseln. „Wir verzichten nicht auf Kundennähe. Mit dem zentralen Standort in der Neustadt bleiben wir vor Ort“, reagierte die AOK-Sprecherin auf die Frage nach den deutlich größeren Entfernungen für die Kunden. „Durch die neue Filiale verbessern sich die Rahmenbedingung für die Beratung deutlich“, fügte sie hinzu.
In Dresden betreibt die AOK fünf Filialen: Dresden-Zentrum am Postplatz 6, Dresden-Ost auf der Altenberger Str. 35, Dresden-Süd auf der Reicker Str. 113, Dresden-West am Amalie-Dietrich-Platz 3 und ab Freitag nun Dresden-Nord am Bischofsplatz 8. An den fünf Standorten seien insgesamt 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Der Vermieter der Geschäftsräume im dem markanten Eckhaus in der Oschatzer Straße 16-18 sucht bereits seit Anfang November einen Nachnutzer. „Gewerbefläche / Ladeneinheit (226 m2) am beliebten Konkordienplatz für 1.582 Euro VB“, heißt es bei Ebay-Kleinanzeigen. Der Eigentümer sei bereit, in einen Teilumbau für neue Nutzer zu investieren. Ab März 2021 stünden die Räume zur Verfügung.
Mit dem Aus für die AOK-Filiale droht dem Konkordienplatz ein weiterer „Gesichtsverlust“. Der Lebensmittelmarkt im Eckhaus gegenüber ist bereits seit Februar 2020 geschlossen. Obwohl die Betreiber, die weiterhin Mieter des Geschäftes in attraktiver Lage bleiben wollten, eine Nachfolgelösung angekündigt hatten, ist es bisher dabei geblieben.
7 Kommentare zu “AOK-Filiale am Konkordienplatz in Pieschen schließt – Neue Büros am Bischofsplatz”
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… auf die Frage nach den deutlich größeren Entfernungen für die Kunden. „Durch die neue Filiale verbessern sich die Rahmenbedingung für die Beratung deutlich“, fügte sie hinzu.
Ich bin beheistert und mir ganz sicher, ich werde nach meinem viel längeren Anfahrtsweg in die dicht besiedelte Neustadt ganz bestimmt mit kürzeren Wartezeiten belohnt. ;)
Wie kann man als seröser & objektiver Berichterstatter so eine unpassend und verklausulierte Antwort nur unkommentiert lassen, lieber Herr Schenk?
Der Großteil der Krankenkassen wird früher oder später kaum noch direkt erreichbar sein. Es wird einige wenige größere Servicecenter geben und ansonsten läuft alles nur noch digital. Und gerade derzeit weiß man auch, warum digital die klügere Lösung ist.
Der Vermieter würde in einen Teilumbau investieren. Insgesamt könnte nach dieser Zeit der Nutzung und Anpassung an die aktuelle Situation ganz klar eine Alternative auch an diesem Standort geschaffen werden. Zumal meiner Meinung nach die neue Miete sicherlich nicht der Alten entspricht.
Was ist mit den Mitarbeitern auf der Hoyerswerdaer Strasse, ziehen die mit um? Das klingt irgendwie alles nach Sparmaßnahmen im Personal und weniger nach Schaffung neuer Rahmenbedingungen.
Ich habs dir mal rausgesucht, 3. Absatz, erster Satz:
„Die sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pieschen werden alle in die neue Filiale wechseln.“
Achso, ging um die Hoywoy, mea culpa :)
Mitarbeiter bei Krankenkassen „loszuwerden“ ist nicht so einfach :) Denn da greift ein Tarifvertrag. Meistens werden die Kollegen durch eine Art Altersteilzeit früher gegangen. Aber bei den meisten Kassen werden eher bald massiv Leute fehlen.