Harkortstrasse Campus

Sportverein Motor Mickten präsentiert Projektstudie für Breitensport-Campus

Ein inklusives, sozialadäquates und marktrelevantes Sportvereinszentrum – das ist das Ergebnis einer zweijährigen Arbeit von Experten des Sportvereins Motor Mickten und der IPROconsult GmbH Dresden. Die Projektstudie mit dem Arbeitstitel Motor Mickten Campus wird in der kommenden Woche erstmals bei einem Pressetermin öffentlich präsentiert.

Im Frühjahr 2017 hatten die Vereinsmitglieder den Vorstand beauftragt, ein Konzept für den Standort an der Harkortstraße in Pieschen zu erarbeiten und dafür pro Jahr 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ziel war es, Angebote für den Breitensport an einem Ort zu entwickeln. Das ist nach Aussage von Frank Elsner, 2. Vorsitzender des Sportvereins Motor Mickten, gelungen. „Wir haben eine große multifunktionale Anlage konzipiert“, hatte er kürzlich als Redner bei einer Podiumsdiskussion im Kunstforum RadioLenck erklärt. In dem Gebäudekomplex mit mehreren Etagen sei auch eine Schwimmhalle untergebracht. Fußball könne man zum Beispiel auf dem Dach spielen. „Wir wollen den Familien einen Vollsortimenter für Sport und Freizeit anbieten“, veranschaulichte er die Idee. So könnten Eltern, die ihre Kinder zum Sport bringen, sich zeitgleich sportlich betätigen. Die Sportangebote stünden den ganzen Tag zur Verfügung und nicht erst nach 17 Uhr, wie in den Schulsporthallen. Die Mitgliederversammlung des Sportvereins habe dem Konzept zugestimmt. Jetzt wolle man es den Vertretern aus Politik und Gesellschaft vorstellen.

Mehr Sport vor Ort im eigenen Stadtteil „bedeutet mehr Lebensqualität für alle und bis zu 200 zukunftsfähige Arbeits- und Ausbildungsplätze für die Stadt“, wird in einer Pressemitteilung des Vereins betont. Die Verknüpfung von Bildung und Erziehung, von Gesundheit und Sozialem durch Sport und Kultur an einem Standort mitten im Stadtteil reduziere Wegezeiten und Mobilität. Ein Beispiel sei die nunmehr beschlossene Änderung in der Sportstrategie der Stadt bis 2030. Es mache einfach keinen Sinn, rund 100.000 Einwohner aus Pieschen und der Neustadt in eine Schwimmhalle nach Klotzsche zu schicken. Das vergeude viel Zeit bei den Betroffenen und erzeuge unnötigen Verkehr, hatte Elsner bei der Podiumsdiskussion erläutert und die Entscheidung begrüßt, für die Stadtteile ein eigenes Kombi-Bad zu planen. In der Projektstudie für eine Motor Mickten Campus hat es bereits einen Platz gefunden.

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